Sie ist noch nicht mal ein Jahr im Amt

Deutschem Fußball droht die nächste Baustelle: DFL-Chefin Hopfen vor der Ablösung

05.12.2022 | Stand 05.12.2022, 11:46 Uhr

Ihre Zukunft liegt in seiner Hand: Donata Hopfen, Geschäftsführerin der DFL GmbH und Hans-Joachim Watzke, Aufsichtsratvorsitzender der DFL. Am Mittwoch soll eine Entscheidung fallen, ob sie weitermachen darf. −Foto: dpa

Für Donata Hopfen wird es nach nicht einmal einem Jahr im Amt eng. Die DFL-Chefin steht angeblich vor der Ablösung.

Das WM-Aus der Nationalmannschaft sah Donata Hopfen noch live vor Ort, weitere Dienstreisen sollte die Chefin der Deutschen Fußball Liga (DFL) aber besser nicht planen. Mehrere Medien berichten über die angeblich bevorstehende Ablösung der Nachfolgerin von Christian Seifert. Die DFL wollte die Spekulationen zwar nicht kommentieren – doch falls Hopfen nach nicht einmal einem Jahr im Amt gehen muss, würde neben dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch der andere große Verband in den Krisenmodus schalten.

Hans-Joachim Watzke stehen jedenfalls arbeitsreiche Tage bevor. Als DFB-Vizepräsident muss er die WM-Scherben zusammenkehren, als DFL-Aufsichtsratsboss über die Zukunft Hopfens entscheiden – beides soll am Mittwoch über die Bühne gehen.

Mit Blick auf die DFL berichtet der kicker, dass es zu einer Auflösung des eigentlich noch zwei Jahre laufenden Vertrags mit Hopfen kommen könnte. Laut der Sportschau soll die Nachfolger-Suche sogar bereits vor Wochen begonnen haben. Dass Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs mit der Arbeit Hopfens unzufrieden sind, ist ein offenes Geheimnis. Das liegt vor allem daran, dass die 46-Jährige bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht entscheidend vorankommt.

Wie groß die Widerstände mittlerweile sind, wurde zuletzt deutlich. Nachdem sich Hopfen bei der Besetzung eines Postens nicht mit ihrem Personalvorschlag durchsetzen konnte, vermied sie im Anschluss an die jüngste Vollversammlung der Klubchefs Mitte November den sonst üblichen Gang vor die Presse.

− sid