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Länder in Zuschauerfrage gespalten  |  01.12.2021  |  14:05 Uhr

In Bayern Geisterspiele, in Hessen 25 Prozent? Der Bundesliga droht ein Flickenteppich

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−Foto: Symbolbild/dpa

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Borussia Dortmund hat vorsorglich schon storniert. Zwar nicht das Topspiel an sich, aber den Verkauf der Eintrittskarten für das Duell am Samstag mit Bayern München (18.30 Uhr/Sky). Der BVB weiß schließlich wie alle Fußball-Bundesligisten, dass Restriktionen auf ihn zukommen. Doch wie genau die Zuschauerfrage in Anbetracht der zugespitzten Corona-Situation geklärt wird – das weiß noch niemand.

Vor der Bekanntmachung des Dortmunder Verkaufsstopps am Mittwoch hatte bereits eine kurze Mitteilung des FC Augsburg die unübersichtliche Lage verdeutlicht. Er plane für das kommende Heimspiel gegen den VfL Bochum mit einer Stadion-Auslastung von 25 Prozent, ließ der FCA wissen. Demzufolge wollen die Fuggerstädter entweder nach Hessen umziehen oder gegen ihre Landesregierung rebellieren.

Schließlich soll es in Bayern zukünftig Geisterspiele geben, während Hessen ein Viertel der Kapazität freigeben will. Das sind jedenfalls die Ankündigungen der Ministerpräsidenten vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag. Stand jetzt wird an deren Ende mit Blick auf den Profisport ein Flickenteppich herauskommen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass alles auch ganz anders kommen kann.

Möglicherweise setzt sich doch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Forderung nach bundesweiten Begegnungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch. Unterstützung erhält der CSU-Politiker aus Baden-Württemberg und auch aus Sachsen, wo die Geisterspiel-Regelung ohnehin bereits gilt.

Der Tabellenzweite aus Dortmund hofft dagegen mit Blick auf das Spiel gegen den Rekordmeister und Spitzenreiter aus München noch auf Zuschauer. Denn Nordrhein-Westfalen plant laut Medienberichten eine Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel und eine Deckelung bei maximal 25.000 Zuschauern.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst blieb am Mittwoch erneut vage. Man werde die Kapazität in den Stadien "deutlich reduzieren", sagte der CDU-Politiker im Landtag. Bei der Konferenz der Ministerpräsidenten am Donnerstag wolle er sich für einheitliche Regelungen einsetzen. Das hörte sich am Abend dann jedoch etwas anders an: In der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche" äußerte er sich skeptisch zu Geisterspielen und er halte ein komplettes Verbot von Stadion-Zuschauern für wenig sinnvoll. "Ich glaube nicht, dass wir damit besser fahren, denn die Leute werden ihre Spiele gucken. Und dann gehen die in die Kneipen, gehen die in die Kellerbars", sagte Wüst.

"Ich hätte mich gefreut, möglichst viele Zuschauer zu haben. Die Bundesliga ist kein Pandemietreiber– das bestätigt Ihnen jedes Gesundheitsamt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei Sky: "Man muss aber auch fairerweise sagen, dass wir der Pandemiesituation Tribut zollen müssen, die wir haben. Davon können wir uns nicht abkoppeln. Deutlich weniger Zuschauer – das nimmt ein bisschen das besondere Feeling. Aber es ist richtig und sachlich geboten."

Wie viele Fans tatsächlich kommen dürfen, liegt in den Händen der Landesregierung. Doch NRW hält sich wie die anderen Bundesländer mit Beschlüssen noch zurück. Der Konjunktiv hat Konjunktur. So sollen in Berlin nur noch 5000 Zuschauer erlaubt sein, Niedersachsen denkt über eine Reduzierung der Kapazitäten nach, in Rheinland-Pfalz gilt nach wie vor die 2G-Regelung und Hamburg will sich einer "bundeseinheitlichen Regelung anschließen". Genau die fordert auch der Präsident des Deutschen Städtetages. "Sportveranstaltungen mit vollen Rängen gehören nicht mehr in die Zeit und sollten ohne Publikum vor Ort stattfinden", sagte Markus Lewe (CDU) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hatten am Dienstag mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über die Coronalage beraten. Die Rufe nach einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen und Beschränkungen waren in den vergangenen Tagen nochmals lauter geworden. Grund sind die hohen Infektionszahlen und die Verbreitung der neuen Omikron-Variante.

Dass Geisterspiele oder zumindest starke Zuschauer-Beschränkungen wieder eingeführt werden, war schon rund um die Beratungen klar. Neben dem Fußball werden auch die anderen Sportarten betroffen sein. Schließlich geht es um Großveranstaltungen in ihrer Gesamtheit.

Die Spitze der Basketball-Bundesliga (BBL) stellt sich bereits auf Geisterspiele ein. "Wir müssen uns damit arrangieren und hoffen, dass es nur für einige Wochen ist und wir dann wieder Licht am Ende des Tunnels sehen", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz dem Nachrichtenportal watson. − sid












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
34
97:37
77
2.
Dortmund
34
85:52
69
3.
Leverkusen
34
80:47
64
4.
RB Leipzig
34
72:37
58
5.
Union Berlin
34
50:44
57
6.
Freiburg
34
58:46
55
7.
Köln
34
52:49
52
8.
Mainz
34
50:45
46
9.
Hoffenheim
34
58:60
46
10.
Mönchengladbach
34
54:61
45
11.
Frankfurt
34
45:49
42
12.
Wolfsburg
34
43:54
42
13.
Bochum
34
38:52
42
14.
Augsburg
34
39:56
38
15.
VfB Stuttgart
34
41:59
33
16.
Hertha BSC Berlin
34
37:71
33
17.
Bielefeld
34
27:53
28
18.
Greuther Fürth
34
28:82
18





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