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Bayerns jüngster Bundesliga-Debütant Hojbjerg im Porträt | 17.04.2013 | 14:25 Uhr

Hojbjerg der nächste Zinedine Zidane? Noch behütet Familie Tarnat den 17-jährigen Pierre-Emile

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Jüngster Rekordhalter des Rekordmeisters: Pierre-Emile Hojbjerg wurde beim 4:0 gegen den Club eingewechselt, ist damit jüngster Bundesliga-Debütant der Bayern.  − Foto: imago

Jüngster Rekordhalter des Rekordmeisters: Pierre-Emile Hojbjerg wurde beim 4:0 gegen den Club eingewechselt, ist damit jüngster Bundesliga-Debütant der Bayern.  − Foto: imago

Jüngster Rekordhalter des Rekordmeisters: Pierre-Emile Hojbjerg wurde beim 4:0 gegen den Club eingewechselt, ist damit jüngster Bundesliga-Debütant der Bayern.  − Foto: imago


Er gilt als eines der größten Talente des FC Bayern München, die Hoffnung auf Erfolge der dänischen Nationalmannschaft ruhen auf seinen Schultern: Die Rede ist von Pierre-Emile Hojbjerg. Pierre-Emile wer? Während sich Bayern-Trainer Jupp Heynckes (67) sicher ist, dass der 17-jährige Däne einmal "Karriere machen wird", ist der Jungspund für die meisten Fußball-Fans noch ein völlig unbeschriebenes Blatt. Wer ist der Junge, in dem Experten den neuen Zinedine Zidane sehen?

Zugegeben, Vergleiche mit den ganz großen Stars hinken. Doch wenn die Rede auf Pierre-Emile Hojbjerg fällt, sind Vergleiche mit Spielern wie Barcelonas Ball-Genie Xavi (33) oder Frankreichs Weltstar Zinedine Zidane (40) unvermeidbar. Zu sehr erinnern seine starke Technik, seine Übersicht und seine Abgeklärtheit an die großen Stars. Hojbjerg, der im Mittelfeld jede Position besetzen kann, ist ein Mann, der vorneweg marschiert und ein Spiel mit seiner Kreativität lenken kann. Ein handlungsschneller Spieler mit einem harten Schuss. Kurzum: Er ist ein Spieler, der heraussticht. Selbst sagt der junge Däne über sich: "Meine Qualität ist die Kreativität, die Offensive, das schnelle Kombinationsspiel. Aber ich denke auch defensiv, bin diszipliniert. Ich spiele immer das, was für die Mannschaft am besten ist" – genau wie sein großes Vorbild: Zinedine Zidane.

Dass er das Zeug dazu hat, selbst einmal so weit kommen wie sein Vorbild, bezweifelt in München niemand. "Er hat es vom Talent her auf alle Fälle drauf", weiß der sportliche Nachwuchsleiter Michael Tarnat (43). "Er ist ehrgeizig und motiviert, ein ernster Junge, der bereits weit gereift ist. Manchmal ist er vielleicht eine Spur zu selbstkritisch." Auch Trainer Jupp Heynckes ist sich sicher: "Pierre wird Karriere machen."

Trotz des Lobes, das von allen Seiten auf das Talent niederprasselt, hebt der Däne, der in der Jugend bei Kopenhagen spielte, bevor er 2009 bei der U17 des Rivalen Brondby IF anheuerte, nicht ab. "Ich will das Beste aus meinem Talent machen, jeden Tag leben wie ein Profi, immer 100 Prozent geben." Von Vergleichen mit Zidane oder Mehmet Scholl will der Däne mit französischem Pass nichts wissen. "Ich habe Scholl gesagt, ich sei viel besser als er und wir haben beide gelacht."

Der Wahl zu Dänemarks Spieler des Jahres in seiner Altersklasse folgte die Empfehlung von Bayerns Jugendkoordinator Björn Andersson und ein Besuch von Bayerns sportlichem Nachwuchsleiter Michael Tarnat. "Nach fünf Minuten habe ich gesagt: Den müssen wir holen," erinnert sich Tarnat. Und auch Hojbjerg erinnert sich noch heute an diesen Tag. "Wir haben gegen Kopenhagen gespielt – meinen alten Verein. Damals haben wir 5:2 gewonnen und ich habe drei Tore geschossen." Am 16. Dezember 2011 ging es für den jungen Dänen erstmals nach München. "Ich war zuerst im Büro von Christian Nerlinger (40) (damaliger Sportchef/d. Red.), dann im Büro von Herrn Rummenigge (57), abends in der Allianz Arena beim Spiel gegen Köln. Ich flog nach Hause und sagte zu meinem Vater: Papa – das will ich."

Im Sommer 2012 war es dann soweit: Hojbjerg wechselte nach München und erfüllte sich einen großen Traum. Statt in das Internat der Bayern zu gehen, entschied sich Hojbjerg, das Angebot von Michael Tarnat anzunehmen und bei der Familie Tarnat zu leben. "Sie sind wie eine zweite Familie, haben ein sehr großes Herz. Ich hätte es nicht besser treffen können," schwärmt der junge Däne.

Ursprünglich war Hojbjerg für die U19 geplant, doch schon am 7. Spieltag gegen Ingolstadt gab er sein Debüt bei Scholl in der U23. Schon damals wusste Mehmet Scholl (42): "Er hat zu viel Qualität. Für diese Liga ist sein Talent auf Dauer verschenkt." Mit solchermaßen Vorschusslorbeeren flog Hojbjerg mit den Profis nach Doha in das Winter-Trainingslager – und überzeugte, wie Thomas Müller (23) weiß: "Ich war in seinem Alter sicher noch nicht so weit."

Dass er in dieser Saison sogar noch einen weiteren Schritt in Richtung Profibereich machen würde, hätte Hojbjerg wohl selbst nicht für möglich gehalten. Doch die früheste Meisterschaft der Bundesligageschichte machte es möglich, dass Jupp Heynckes ihm am vergangenen Wochenende beim 4:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg zum Bundesliga-Debüt verhalf. "Das war der Hammer, ein Traum. Als ich ganz klein war, habe ich davon geträumt", schwärmt der Däne nach dem Spiel und gesteht, dass er sich "in den ersten 10 Minuten ein bisschen in die Hose geschissen hatte."

Nicht wenige glauben, dass der Stern von Pierre-Emile Hojbjerg unter Pep Guardiola (42) endgültig aufgehen kann. Den ersten Meilenstein einer womöglich großen Karriere hat der Däne bereits gesetzt: Als Pierre-Emile Hojbjerg in der 71. Minute den Platz betrat, war er gerade einmal 17 Jahre und 251 Tage alt – und damit 5 Tage jünger als David Alaba (20), der bis dato jüngste Bundesliga-Debütant der Bayern.

 − Von Tim Schöfer












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