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Viele Stellen offen  |  17.05.2022  |  08:00 Uhr

Das Trainerbeben wirkt nach: Die Bundesliga wird zur Jobbörse – und viele Namen kursieren

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Blick in die Zukunft? Markus Weinzierl hat beim FC Augsburg hingeworfen. −Foto: dpa

Blick in die Zukunft? Markus Weinzierl hat beim FC Augsburg hingeworfen. −Foto: dpa

Blick in die Zukunft? Markus Weinzierl hat beim FC Augsburg hingeworfen. −Foto: dpa


Julian Nagelsmann griff mit einem Schmunzeln zur aktuell vielleicht beliebtesten Fußballer-Floskel. "Stand jetzt", sagte der Trainer von Meister FC Bayern mit einem breiten Grinsen, "bin ich nächste Saison wieder hier". Nagelsmann muss sich keine Sorgen machen, doch er wird in der kommenden Spielzeit einige neue Kollegen an der Seitenlinie begrüßen dürfen.

Das Trainerkarussell in der Bundesliga hat Fahrt aufgenommen, so manchem Beobachter wird bei all den gehandelten Namen schon ein bisschen schwindlig. Beispiele gefällig? Adi Hütter, beim Trainerbeben am 34. Spieltag erst von Borussia Mönchengladbach geschieden, ist in Wolfsburg und bei Hertha BSC im Gespräch. Bei beiden wird auch der Ex-Mainzer Sandro Schwarz gehandelt, Enrico Maaßen (Dortmund II) gleich bei drei Klubs.

All die Gerüchte schreien nach einer Stimme der Vernunft - Auftritt Rainer Bonhof. Gladbachs Vize-Präsident meint auf SID-Anfrage: "Das sind alles Spekulationen. Und an Spekulationen beteilige ich mich nicht." Also auch nicht an den Mutmaßungen, Lucien Favre könnte zur Borussia zurückkehren. Zudem werden Hannes Wolf (DFB-U19) und Daniel Farke (bis März Krasnodar) gehandelt, Letzterer übrigens auch in Wolfsburg.

Ein Blick auf den VfL zeigt den ganzen Wahnsinn Bundesliga-Geschäft: Über Wochen schworen sich die Bosse und Coach Florian Kohfeldt die Treue, jetzt scheint sogar eine Wieder-Anstellung von Bruno Labbadia (!) als dessen Nachfolger nicht mehr ausgeschlossen. Der kann zwar nicht mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke, aber was soll’s: Schmadtke geht im Winter, als Erbe ist Bochums Sebastian Schindzielorz im Gespräch.

Trainer-Wunderknabe Matthias Jaissle soll in Sachen Wolfsburg bereits abgewinkt und sich für ein weiteres Jahr RB Salzburg versprochen haben. Also: Stand jetzt! Deshalb denkt der VfL angeblich ebenfalls an Farke, der in Norwich einst als "Klopp-Klon" für Furore gesorgt hatte.

Als Sprungbrett diente ihm der BVB II - wie jetzt Enrico Maaßen. Der soll den Absteigern Bielefeld und Fürth abgesagt haben, weil der FC Augsburg ihn als Ersatz für Markus Weinzierl auf dem Zettel hat. Die Trainersuche ist hier Teil eines "Flächenbrands" (kicker) samt Rücktritt von Präsident Klaus Hofmann. Manager Stefan Reuter prangerte "bedenkliche" Berichte an und widersprach dem Eindruck, er sei in der Augsburger "Intrigen-Kiste" (Bild) der böse Bube.

Als solcher galt Hütter schon in Frankfurt und Gladbach, was Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic angeblich nicht davon abhält, ihn nach Berlin zu locken. "Ich habe noch keinen Plan", beteuert Hütter, der nur im Falle des Ligaverbleibs der Alten Dame Interesse haben soll. Alternativen? Schwarz (siehe Wolfsburg) und Meistertrainer Andre Breitenreiter vom FC Zürich.

Die TSG Hoffenheim hinkt da etwas hinterher. Ob Sebastian Hoeneß nach dem enttäuschenden neunten Platz weitermachen darf, ist (man ahnt es: Stand jetzt) offen. Die kritischen Aussagen von Sportchef Alexander Rosen lassen den Schluss zu, dass auch Hoeneß bald aufs Karussell steigen könnte.

Da sitzen sogar echte "Promis" drauf. Bei den Absteigern Bielefeld und Fürth wird nach der Absage von Überall-Wunschtrainer Maaßen der ehemalige Profi Martin Demichelis (FC Bayern II) gehandelt, beim Kleeblatt überdies ein gewisser Miroslav Klose.

Nur Aufsteiger Schalke 04 will, völlig untypisch, partout nicht mitmachen bei all den Spekulationen. "Das", sagte Klub-Ikone Olaf Thon, "ist das neue Schalke." Stand jetzt. − sid












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
34
97:37
77
2.
Dortmund
34
85:52
69
3.
Leverkusen
34
80:47
64
4.
RB Leipzig
34
72:37
58
5.
Union Berlin
34
50:44
57
6.
Freiburg
34
58:46
55
7.
Köln
34
52:49
52
8.
Mainz
34
50:45
46
9.
Hoffenheim
34
58:60
46
10.
Mönchengladbach
34
54:61
45
11.
Frankfurt
34
45:49
42
12.
Wolfsburg
34
43:54
42
13.
Bochum
34
38:52
42
14.
Augsburg
34
39:56
38
15.
VfB Stuttgart
34
41:59
33
16.
Hertha BSC Berlin
34
37:71
33
17.
Bielefeld
34
27:53
28
18.
Greuther Fürth
34
28:82
18





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