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Hertha in der Relegation  |  14.05.2022  |  18:26 Uhr

Endo trifft, VfB im kollektiven Wahnsinn: Stuttgart schafft Klassenerhalt – und Fans stürmen den Platz

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In Stuttgart gab es kein Halten mehr. Die Fans stürmten nach Schlusspfiff den Platz und feierten mit den Spielern. −Foto: dpa

In Stuttgart gab es kein Halten mehr. Die Fans stürmten nach Schlusspfiff den Platz und feierten mit den Spielern. −Foto: dpa

In Stuttgart gab es kein Halten mehr. Die Fans stürmten nach Schlusspfiff den Platz und feierten mit den Spielern. −Foto: dpa


Als der dramatische Last-Minute-Klassenhalt geschafft war, brachen in Stuttgart alle Dämme.

Trainer Pellegrino Matarazzo und seine Spieler lagen sich überglücklich in den Armen, die VfB-Fans stürmten jubelnd den Platz und feierten ihre Helden. Bei den Schwaben herrschte nach dem hart erkämpften 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln der kollektive weiß-rote Wahnsinn. Es stand eine lange Party-Nacht bevor. Einige Fans des VfB ließen es sich nicht nehmen, die Kölner Anhänger zu provozieren. Andere montierten die Tore ab und bauten die Trainerbänke auseinander. Die Anweisungen, das Feld wieder zu verlassen, wurden minutenlang missachtet.

"Das tut gut. Ich habe nach diesem Geschrei und dem Jubel einen Schädel. Das war Ekstase, ein toller Moment, überragend. Das freut mich so für die Jungs. So einen Moment wie heute vergisst man nie", sagte ein strahlender Matarazzo bei Sky. Der VfB profitierte vom 1:2 des Konkurrenten Hertha BSC in Dortmund.

Sasa Kalajdzic (12.) und Wataru Endo (90.+2) trafen zum umjubelten Stuttgarter Sieg. Anthony Modeste (59.) hatte zwischenzeitlich nach einem schweren Fehler von VfB-Keeper Florian Müller ausgeglichen. Für die Kölner bleibt trotz der Niederlage Platz sieben und damit die Teilnahme an den Play-offs zur Conference League.

"Zusammen mit den Fans werden wir den Kessel brennen lassen", hatte Sven Mislintat angekündigt - und der Sportdirektor des VfB sollte recht behalten. Angepeitscht von ihren unfassbar lauten Anhängern kamen die Schwaben sehr gut in die Partie und gingen früh in Führung: Kalajdzic scheiterte mit einem Foulelfmeter noch am glänzend reagierenden Marvin Schwäbe, doch nur 24 Sekunden später köpfte der große Österreicher die anschließende Ecke von Chris Führich wuchtig zum 1:0 ein.

Die Gastgeber blieben das aktivere Team, die bereits für den Europapokal qualifizierten Kölner fanden keine Mittel gegen die kompakte schwäbische Defensive. Die Stuttgarter, angetreten im Meistertrikot von 1992, ließen beste Möglichkeiten ungenutzt, Kapitän Wataru Endo verpasste gleich zweimal nur hauchdünn (32./34.).

Die Gäste hatten zwar rund 70 Prozent Ballbesitz, wussten mit diesem aber wenig anzufangen. Modeste vergab bei einem Abschluss aus 16 Metern die einzige Kölner Chance im ersten Durchgang (44.). Der VfB haderte langsam mit der Effizienz, Tiago Tomas lief alleine aufs Effzeh-Tor zu und scheiterte an Schwäbe (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel ging der Stuttgarter Chancenwucher weiter, Kalajdzic verzog aus guter Position (53.). Effektiver zeigten sich dann die Kölner, die glücklich zum Ausgleich kamen: Müller konnte eine harmlose Flanke von Florian Kainz nicht festhalten, Modeste staubte zu seinem 20. Saisontor ab. Die Stuttgarter Fans wachten nach dem 1:1-Ausgleich in Dortmund noch einmal auf und trieben ihre Mannschaft bis zum Schluss an - und wurden belohnt.

Frust in Berlin

Hertha BSC will sich nach drei vergebenen Matchbällen zum Klassenerhalt irgendwie für die Bundesliga-Relegation aufraffen. "Die Jungs sind total fertig und aufgearbeitet", sagte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic nach dem 1:2 (1:0) bei Borussia Dortmund, durch das die Hertha am Samstag doch noch auf den 16. Rang abgerutscht war: "Sie müssen jetzt den Glauben haben, es in diesen zwei Spielen zu reißen."

Die Mannschaft müsse sich unbedingt "aufbauen für Donnerstag", forderte Bobic - dann empfangen die Berliner im Olympiastadion schon den Tabellendritten der 2. Liga zum Hinspiel. Wer der Gegner ist, erfährt die Hertha erst am Sonntag beim Zweitliga-Saisonfinale vor dem Fernseher. Im Rückspiel am 23. Mai (beide 20.30 Uhr) hat der Zweitligist Heimrecht, es übertragen jeweils Sat.1 und Sky.

"Jetzt haben wir zweimal die Chance zu zeigen, dass wir ein Erstligist sind", sagte Trainer Felix Magath. "Ich kann mich jetzt aufregen oder das einfach abhaken – zu Letzterem neige ich. Das ist nicht der Worst Case, sondern wir haben ja von Platz 17 aus den direkten Abstieg vermeiden können."

Bobic ärgerte sich besonders über den Handelfmeter zum Dortmunder 1:1 durch Erling Haaland (68.). Santiago Ascacibar hatte einen Freistoß im Strafraum mit dem Arm geblockt, Marvin Plattenhardt bekam den Ball dadurch ebenfalls an den Arm bekam. "Das ist eine Wahnsinnsregel", schimpfte Bobic. − sid/red












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
34
97:37
77
2.
Dortmund
34
85:52
69
3.
Leverkusen
34
80:47
64
4.
RB Leipzig
34
72:37
58
5.
Union Berlin
34
50:44
57
6.
Freiburg
34
58:46
55
7.
Köln
34
52:49
52
8.
Mainz
34
50:45
46
9.
Hoffenheim
34
58:60
46
10.
Mönchengladbach
34
54:61
45
11.
Frankfurt
34
45:49
42
12.
Wolfsburg
34
43:54
42
13.
Bochum
34
38:52
42
14.
Augsburg
34
39:56
38
15.
VfB Stuttgart
34
41:59
33
16.
Hertha BSC Berlin
34
37:71
33
17.
Bielefeld
34
27:53
28
18.
Greuther Fürth
34
28:82
18





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