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Boateng – eine Personalie mit Sprengkraft  |  07.04.2021  |  11:04 Uhr

Thiago, Alaba, jetzt Boateng: Trainer Flick werden wieder die Grenzen aufgezeigt

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Er muss ihn ziehen lassen: Bayern-Coach Hansi Flick hätte Jérôme Boateng gerne behalten, doch die Bayern-Bosse sehen es andern. −Foto: Sven Hoppe / AFP

Er muss ihn ziehen lassen: Bayern-Coach Hansi Flick hätte Jérôme Boateng gerne behalten, doch die Bayern-Bosse sehen es andern. −Foto: Sven Hoppe / AFP

Er muss ihn ziehen lassen: Bayern-Coach Hansi Flick hätte Jérôme Boateng gerne behalten, doch die Bayern-Bosse sehen es andern. −Foto: Sven Hoppe / AFP


Nach David Alaba wird auch Jérôme Boateng den FC Bayern München im Sommer verlassen. Es ist die nächste wichtige Personal-Entscheidung, die offensichtlich gegen den Willen von Trainer Hansi Flick getroffen wurde.

Boateng erhält keinen neuen Vertrag. "Das war eine gemeinsame Entscheidung der Vereinsführung", sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Mittwochabend beim Pay-TV-Sender Sky. "Ich habe das Jérôme erklärt, er hat das auch verstanden", fügte Salihamidzic an.

Der 32 Jahre alte Boateng, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, war im Sommer 2011 von Manchester City an die Isar gewechselt. Er gehörte zehn Jahre zur Bayern-Mannschaft und gewann mit ihr unter anderem 2013 und 2020 die Champions League.

Hansi Flick hatte große Mühe, seinen Unmut zurückzuhalten. Gleich mehrmals betonte der Trainer von Bayern München, er habe eigentlich gar keine Lust, die Meldung über die bevorstehende Trennung von Jerome Boateng zu kommentieren – und tat es dann doch. Mit einem weiteren großen Lob für den Innenverteidiger, das einer Watschn für die Entscheidungsträger beim deutschen Rekordmeister gleichkam. "Jeder weiß, wie ich zu Jerome stehe und was für eine Qualität er hat", betonte Flick vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain leicht genervt.

In der Tat: Es war Flick, der Boateng einst vom Abstellgleis geholt und wieder zu einem Abwehrspieler von internationalem Format gemacht hat. Doch seine Bosse, allen voran Sportvorstand Hasan Salihamidzic, sehen in dem 32-Jährigen ein Auslaufmodell. Wie Flicks Musterschüler David Alaba, und wie im vergangenen Sommer schon Thiago – alle gegen Flicks Willen.

Boateng sei "sehr konzentriert auf seinen Job, das ist eine gute Basis dafür, dass er Leistung bringen kann. Es ist immer eine gute Sache, wenn man solche Spieler hat", führte Flick aus. Zuvor hatte der kicker gemeldet, dass der Aufsichtsrat der Bayern beschlossen habe, mit dem Rio-Weltmeister nicht mehr zu verlängern. Diese Entscheidung sei auch Boatengs Berater mitgeteilt worden.

"Ich weiß nicht, wie so etwas an die Medien gelangt", sagte Flick, den das Thema sichtlich aufwühlte. Ähnlich hatte er geklungen, als über Thiago und Alaba spekuliert wurde – bis die Trennung in beiden Fällen dann doch Fakt war. Flick muss bei den für ihn entscheidenden Personalien immer wieder erkennen, dass sein Wort im Zweifel ungehört bleibt. Das von ihm eingeforderte Mitspracherecht bei Transfers hat er nie bekommen, Spieler werden ohne seine Expertise geholt und abgegeben. Bei den Bayern ist und bleibt der Trainer nur ein Angestellter – auch wenn er ein "Sextuple" gewinnt.

Im Fall Boateng hatte ausgerechnet Uli Hoeneß das Feld bereitet. Schon im Mai 2019 legte der damalige Präsident dem Verteidiger einen Abschied nahe, vergangene Woche meinte das noch immer mächtige Aufsichtsratsmitglied, ein Comeback des Routiniers in der Nationalelf sei überflüssig. Und nur wenige Tage später sickerte aus besagtem Aufsichtsrat durch, dass Boateng gehen kann – an ein Medium, das mit Hoeneß seit jeher gut vernetzt ist.

Die Zeichen für einen Abschied nach zehn Jahren hatten sich in den vergangenen Wochen verdichtet. Schon Mitte Februar verpflichteten die Bayern Dayot Upamecano (22) vom Ligakonkurrenten RB Leipzig, um die Innenverteidigung weiter zu verjüngen.

Die Frage bleibt jedoch, ob mit der Personalie Boateng nicht der notdürftig beigelegte Streit zwischen Flick und Salihamidzic neu aufflammt. Und die Bayern im Sommer nicht noch auf einer viel wichtigeren Position Handlungsbedarf haben werden: der des Trainers. − sid












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
29
83:38
68
2.
Leipzig
29
52:23
61
3.
Wolfsburg
29
51:29
54
4.
Frankfurt
29
59:44
53
5.
Dortmund
29
62:42
49
6.
Leverkusen
29
48:32
47
7.
Mönchengladbach
29
52:43
43
8.
Union Berlin
29
44:35
43
9.
Freiburg
29
44:42
40
10.
Stuttgart
29
51:46
39
11.
Augsburg
29
29:42
33
12.
Hoffenheim
29
41:47
32
13.
Bremen
29
33:47
30
14.
Mainz
28
30:48
28
15.
Bielefeld
29
22:46
27
16.
Hertha BSC Berlin
28
34:48
26
17.
Köln
29
27:53
23
18.
Schalke 04
29
18:75
13





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