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24.01.2021  |  14:26 Uhr

Riesiges Chaos beim "Big City Club": Hertha BSC feuert Trainer Labbadia – und Urgestein Michael Preetz

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Erfolgloses Gespann bei Hertha: Manager Michael Preetz (l.) und Trainer Bruno Labbadia. −Foto: afp

Erfolgloses Gespann bei Hertha: Manager Michael Preetz (l.) und Trainer Bruno Labbadia. −Foto: afp

Erfolgloses Gespann bei Hertha: Manager Michael Preetz (l.) und Trainer Bruno Labbadia. −Foto: afp


"Big City Chaos" bei Hertha BSC: Der abstiegsbedrohte Hauptstadtklub hat die Notbremse gezogen und Trainer Bruno Labbadia sowie Manager Michael Preetz entlassen. Das Doppel-Aus einen Tag nach der bitteren 1:4 (1:2)-Pleite zum Rückrundenstart gegen Werder Bremen gab Hertha am Sonntagmittag offiziell bekannt.

Man befinde sich in einer "sehr ernsten Situation" und wolle daher "einen neuen Impuls setzen", sagte Carsten Schmidt, der seit einigen Wochen als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung das Sagen bei Hertha hat.

Preetz’ Aufgaben übernimmt bis Saisonende Sportdirektor Arne Friedrich. Als Interimstrainer könnte Pal Dardai zurückkehren, der Ungar hatte Herthas Profiteam schon von 2015 bis 2019 betreut. Als neuer starker Mann wird Ralf Rangnick gehandelt, er könnte wie früher schon bei RB Leipzig als Trainer und Manager in Personalunion agieren.

Labbadia wurde die erschreckende Ausbeute von nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen gegen Bremen, Hoffenheim, Köln und Bielefeld zum Verhängnis. "Natürlich fehlen uns gerade die Argumente", gab der 54-Jährige zu. Labbadia war unmittelbar nach dem Abpfiff im Sky-Interview mit einer Meldung der Bild-Zeitung über seine bereits feststehende Entlassung konfrontiert worden. "Man wird zum Wohle des Vereins entscheiden", reagierte Labbadia souverän: "Dass wir Hiebe bekommen, ist ganz normal."

Dass der teuerste Kader der Klubgeschichte erneut im Abstiegskampf steckt und nicht wie von Investor Lars Windhorst gefordert um die Europacupplätze spielt, wurde auch Preetz zum Verhängnis. Der Manager gab in dieser und der vergangenen Saison rund 145 Millionen Euro für Neuzugänge aus. Doch Spieler wie Lucas Tousart (25 Millionen), Krzysztof Piatek (24) oder Dodi Lukebakio (20), der gegen Bremen aus sportlichen Gründen nicht mal im Kader stand, entpuppten sich trotz unbestrittener Qualität noch nicht als große Verstärkungen.

Preetz ist seit 25 Jahren im Verein, erst als Spieler, dann als Assistent von Dieter Hoeneß und schließlich als Geschäftsführer Sport. Unter der Leitung des Rekord-Torjägers erlebte der Klub zwei Ab- und zwei Aufstiege, aktuell wird ihm vor allem eine missglückte Spieler- und Trainerauswahl vorgeworfen. Weder Labbadia noch Ante Covic oder Alexander Nouri und schon gar nicht Jürgen Klinsmann konnten Hertha nach dem Dardai-Aus im Sommer 2019 sportlich nach vorne bringen.

Schon vor dem Bremen-Spiel hatten daher rund 250 Fans bei einer Demonstration vor dem Olympiastadion Preetz" Rücktritt gefordert. Er sei "unendlich dankbar" für die vielen Jahre bei seinem Herzensverein, ließ Preetz in der Pressemitteilung zum Abschied verlauten: "Das waren sehr intensive Jahre mit allen Höhen und Tiefen, die ein Fußballverein zu bieten hat."

Labbadia hatte die Berliner im April 2020 übernommen und in einer schwierigen Lage zum Klassenerhalt geführt. In dieser Saison sollte er mit Hertha ans Tor zu Europa klopfen, stattdessen stecken die Berliner erneut im Abstiegskampf. Labbadias holte bei der Alten Dame im Schnitt nur 1,11 Punkte pro Spiel - viel zu wenig für die großen Ansprüche.

Moralische Unterstützung hatte Labbadia von Werder-Coach Florian Kohfeldt erhalten. Labbadia sei "ein Top-Trainer der Liga", sagte Kohfeldt nach dem Duell, "da hat auf keinen Fall eine leblose Mannschaft auf dem Platz gestanden." Auch Labbadia argumentierte, dass seine Spieler keineswegs gegen ihn gespielt hätten: "Ich kann der Mannschaft nicht absprechen, dass sie nicht will."

Aber es fehlt zurzeit das Glück und das Agieren als Team. Symbolisch dafür steht der fleißige, aber selten glücklich agierende Matheus Cunha. Der Brasilianer vergab zuerst kläglich einen Foulelfmeter (29.) und dann eigensinnig eine Riesenchance (67.). − sid












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
24
71:34
55
2.
Leipzig
24
46:20
53
3.
Wolfsburg
24
38:21
45
4.
Frankfurt
24
47:33
43
5.
Leverkusen
24
42:26
40
6.
Dortmund
24
50:35
39
7.
Union Berlin
24
36:26
35
8.
Freiburg
24
37:38
34
9.
Stuttgart
24
45:37
33
10.
Mönchengladbach
24
40:37
33
11.
Hoffenheim
24
39:41
30
12.
Bremen
23
27:33
27
13.
Augsburg
24
24:37
26
14.
Köln
24
22:42
22
15.
Hertha BSC Berlin
24
28:43
21
16.
Bielefeld
23
18:41
19
17.
Mainz
24
23:44
18
18.
Schalke 04
24
16:61
10





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