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Giftpfeile zwischen Bayern und BVB  |  04.08.2020  |  08:22 Uhr

"Ziemlich arrogant": Nach Hoeneß-Kritik schießt Dortmund mit voller Wucht zurück

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Neuer Krach zwischen den Bundesliga-Schwergewichten: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (links) kritisierte Dortmunds Transferpolitik. BVB-Sportdirektor Michael Zorc schoss umgehend verbal zurück. −Fotos: Hoppe, Meyer, dpa

Neuer Krach zwischen den Bundesliga-Schwergewichten: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (links) kritisierte Dortmunds Transferpolitik. BVB-Sportdirektor Michael Zorc schoss umgehend verbal zurück. −Fotos: Hoppe, Meyer, dpa

Neuer Krach zwischen den Bundesliga-Schwergewichten: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (links) kritisierte Dortmunds Transferpolitik. BVB-Sportdirektor Michael Zorc schoss umgehend verbal zurück. −Fotos: Hoppe, Meyer, dpa


Das erste Teamtraining des BVB interessierte nur am Rande. Vielmehr sorgte die Kritik von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß an der Transferpolitik des Erzrivalen für Aufregung. Die Reaktion aus Dortmund ließ nicht lange auf sich warten – und fiel deutlich aus.

Verbale Breitseite von Uli Hoeneß, heftige Reaktion von Michael Zorc – die Erzrivalen aus München und Dortmund haben sich schon vor der neuen Bundesliga-Saison einen verbalen Schlagabtausch geliefert. Die Kritik an der BVB-Transferpolitik des Münchner Ehrenpräsidenten, der auch im Ruhestand weiter die "Abteilung Attacke" bedient, wies der BVB-Sportdirektor in aller Schärfe zurück: "Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant. Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken."

Auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball übten scharfe Kritik an Hoeneß. "Karl-Heinz Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Klubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen", sagte Watzke der Bild: "Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern." Rauball zeigte für die Attacke kein Verständnis. "Die Aussagen hätte sich Uli Hoeneß besser gespart. Der Zeitpunkt ist auch sehr verwunderlich, schließlich haben die Bayern diese Woche Champions League und eigentlich Besseres zu tun", sagte der 73-Jährige in der Dienstagsausgabe der Bild.

Hoeneß hatte in einem Interview mit der FAZ den Umgang des BVB mit seinen Spielern als "unklug" bezeichnet: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein? Bei uns gibt es das überhaupt nicht", äußerte der 68-Jährige. Der FC Bayern hole niemals Spieler, "um daraus Geschäfte zu machen".

Angesprochen auf die Aussagen des früheren Bayern-Managers stellte Zorc klar: "Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken."

Hier lesen Sie: Offen für Abschaffung von 50+1: Hoeneß befeuert Diskussion − und kritisiert den BVB

Hoeneß hatte die vielerorts als modellhaft bewertete Strategie der Borussia, Fußballtalente zu sichten, zu entwickeln und teuer zu verkaufen, in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" als "unklug" bezeichnet: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein?"

Die dadurch bedingte fehlende Identifikation mancher Jungstars mit dem Verein sei ein Grund für die mangelnde Schlagkraft der Borussia in entscheidenden Momenten. "Ich glaube, solange die Dortmunder dieses System nicht ändern, werden sie diese letzten zehn Prozent nicht kriegen, dass man in wichtigen Spielen die richtigen Leistungen bringt. Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever", sagte Hoeneß.

Das Interesse anderer Clubs an talentierten Spielern verursache Unruhe. "Warten Sie mal, wenn der gut spielt, wie schnell dann über Interesse von außen geredet wird. Ich würde das nicht so machen. Ich würde der Öffentlichkeit, aber auch meinen eigenen Leuten sagen: Das ist unser Spieler, und wenn der gut spielt, der bleibt. Auch wenn ich hundert Millionen kriege", sagte Hoeneß mit Verweis auf den jüngsten Dortmunder Zukauf des erst 17 Jahre alten Jude Bellingham von Birmingham City.

Die Transferpolitik des Erzrivalen sei für die Münchner deshalb kein Maßstab: "Bei uns gibt es das überhaupt nicht. Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen. Natürlich gibt es auch Transfers. Aber wichtige Spieler haben wir selten verloren. Die Dortmunder verlieren oft wichtige Spieler", stichelte Hoeneß.

Es passt zu dieser Kritik, dass sich beim BVB schon in Kürze ein weiterer Schlüsselspieler verabschieden könnte. Wie englische Medien und die "Bild" berichten, arbeitet Manchester United weiter an einem Transfer von Jadon Sancho. Demnach denkt der Tabellendritte der Premier League darüber nach, die in Corona-Zeiten zu üppige Zahlung von 120 Millionen Euro, die der BVB für den 20-Jährigen aufgerufen hat, in Raten zu zahlen. 70 Millionen Euro sollen direkt und die weiteren 50 Millionen Euro in zwei weiteren Teilen später fließen.

Für weniger dürfte Sancho nicht zu haben sein. "Jadon ist ein überragender Fußballer mit einer Quote, wie ich sie in diesem Alter noch nicht gesehen habe. Ich wäre froh, wenn er in der nächsten Saison noch bei uns spielen würde. Und das ist ja auch der derzeitige Stand", hatte BVB-Sportdirektor Zorc noch am vergangenen Donnerstag kommentiert.

Immerhin war Sancho beim ersten Teamtraining des BVB dabei, an dem nach durchweg negativen Corona-Tests alle gesunden Profis teilnahmen. Dabei stand der Engländer genauso im Fokus wie die Zugänge Bellingham und Thomas Meunier sowie die erst 15 Jahre alte Nachwuchshoffnung Youssoufa Moukoko. Wann die gesundheitlich angeschlagenen Marco Reus, Mats Hummels, Marcel Schmelzer und Mahmoud Dahoud einsteigen, bleibt vorerst offen. Dagegen meldeten sich die Rekonvaleszenten Thomas Delaney und Manuel Akanji fit zurück. "Ich bin wieder voll gesund. Es hat sehr gut getan, die Kugel wieder am Fuß zu haben", sagte der von Wadenproblemen genesene Abwehrspieler Akanji.












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
1
8:0
3
2.
Hertha BSC Berlin
1
4:1
3
3.
Dortmund
1
3:0
3
4.
Augsburg
1
3:1
3
5.
Hoffenheim
1
3:2
3
5.
Freiburg
1
3:2
3
7.
Frankfurt
1
1:1
1
7.
Bielefeld
1
1:1
1
9.
Leverkusen
0
0:0
0
9.
Leipzig
0
0:0
0
9.
Mainz
0
0:0
0
9.
Wolfsburg
0
0:0
0
13.
Köln
1
2:3
0
13.
Stuttgart
1
2:3
0
15.
Union Berlin
1
1:3
0
16.
Bremen
1
1:4
0
17.
Mönchengladbach
1
0:3
0
18.
Schalke 04
1
0:8
0





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