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Ein 15-Jähriger verblüfft Fußball-Deutschland  |  04.04.2020  |  08:00 Uhr

Zwischen Rekorden und Zweifeln: Wunderkind Moukoko – und die Gefahr vor zu großem Hype

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Gewohnte Pose: Youssoufa Moukoko erzielte in der U19-Bundesliga 34 Tore – in 20 Spielen. Dabei ist er gerade 15 Jahre alt. −Foto: imagoimages

Gewohnte Pose: Youssoufa Moukoko erzielte in der U19-Bundesliga 34 Tore – in 20 Spielen. Dabei ist er gerade 15 Jahre alt. −Foto: imagoimages

Gewohnte Pose: Youssoufa Moukoko erzielte in der U19-Bundesliga 34 Tore – in 20 Spielen. Dabei ist er gerade 15 Jahre alt. −Foto: imagoimages


Der Plan von Trainer Lucien Favre stand fest. In der Länderspielpause Ende März sollte Youssoufa Moukoko erstmals mit den Profis von Borussia Dortmund trainieren. Die Corona-Pandemie hat das 15 Jahre alte Wunderkind des BVB zwar vorerst gestoppt, doch Moukoko hat das nächste Ziel schon fest im Visier: Im November wird er 16 und könnte dann sein Debüt in der Fußball-Bundesliga geben.

Nachdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Weg endgültig frei gemacht hat, könnte Moukoko den nächsten Rekord knacken und den Ex-Dortmunder Nuri Sahin (16 Jahre, 11 Monate und 2 Tage) als jüngsten Bundesligaspieler ablösen. "Es geht mir nicht darum, einen Rekord zu knacken, sondern darum, dass wir Youssoufa zumindest die Option geben, mit 16 Jahren in der Bundesliga eingesetzt werden zu dürfen", sagte Jugendkoordinator Lars Ricken. Der BVB will die Möglichkeit nutzen, Moukoko "an das höchste Level heranzuführen". Daher konnte es Moukoko laut Ricken "kaum erwarten, dass die alte Regel fällt".

Mit Bestmarken kennt sich das BVB-Ausnahmetalent aus. Anfang März sorgte er in der U19-Bundesliga mit seinem 34. Treffer nach 20 Spielen für einen Torrekord und übertraf Haluk Türkeri (VfL Bochum, 2004/05) und Johannes Eggestein (Werder Bremen, 2015/16). In der vergangenen Saison hatte er mit 46 Treffern den Torrekord des früheren Schalkers Donis Avdijaj in der U17-Bundesliga geknackt.

Überraschend kommen diese Zahlen nicht. Moukoko sorgte in der U17-Bundesliga schon als Zwölfjähriger für Furore und warf damit Fragen auf. Die Trainer der Gegner, eigens befragte Sportmediziner, die Fans am Bauzaun neben dem Spielfeld: Sie meldeten Zweifel an.

Sie bewegten sich auf dem gefährlich schmalen Grat zwischen (angemessener) Skepsis und bösen Vorurteilen gegenüber Afrikanern. Denn Youssoufa Moukoko ist dunkelhäutig. Ein Deutsch-Kameruner mit Geburtsort Jaunde. Da liegt es nahe, aus dem fernen, bürokratischen Deutschland Schummelei zu vermuten. Dabei hat Youssoufas Vater Joseph mehrmals eine Geburtsurkunde des deutschen Konsulats vorgelegt: vom 20. November 2004. Auch der BVB verwies immer darauf, dass Originaldokumente vorliegen.

Natürlich hat sich auch schon der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit dem Offensivjuwel beschäftigt. Überstürzen will der DFB allerdings nichts. "Wir müssen aufpassen, dass es sich bei Youssoufa nicht so entwickelt wie einst bei Fiete Arp", sagte U19-Trainer Guido Streichsbier zuletzt, "bei Fiete wurde die Erwartungshaltung bundesweit so schnell so groß, dass ein gerade 17-Jähriger den HSV plötzlich alleine tragen sollte. Das geht nicht – und da sind wir alle gefordert."

Die Dortmunder kennen sich mit Hochveranlagten aus und wollen Moukoko behutsam aufbauen. Man ist bemüht, den Hype nicht zu groß werden zulassen. Doch das kann sich im November ändern. − sid












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Dokumenten Information
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Dokument erstellt am
Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Bayern München
29
86:28
67
2.
Borussia Dortmund
29
80:35
60
3.
RB Leipzig
29
74:31
58
4.
Borussia Mönchengladbach
29
57:35
56
5.
Bayer 04 Leverkusen
29
54:36
56
6.
VfL Wolfsburg
29
41:36
42
7.
TSG 1899 Hoffenheim
29
40:48
42
8.
Sport-Club Freiburg
29
38:41
38
9.
Hertha BSC
29
43:50
38
10.
FC Schalke 04
29
34:46
37
11.
Eintracht Frankfurt
29
49:53
35
12.
1. FC Köln
29
46:56
34
13.
FC Augsburg
29
40:56
31
14.
1. FC Union Berlin
29
34:52
31
15.
1. FSV Mainz 05
29
38:63
28
16.
Fortuna Düsseldorf
29
32:59
27
17.
SV Werder Bremen
29
30:62
25
18.
SC Paderborn 07
29
32:61
19





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