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Nach 76 Tagen ist Schluss  |  11.02.2020  |  10:58 Uhr

Hammer aus der Hauptstadt: Klinsi tritt via Facebook zurück – und Hertha wusste von nichts

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Will offenbar nicht mehr Hertha-Trainer sein: Jürgen Klinsmann. −Foto: Imago Images

Will offenbar nicht mehr Hertha-Trainer sein: Jürgen Klinsmann. −Foto: Imago Images

Will offenbar nicht mehr Hertha-Trainer sein: Jürgen Klinsmann. −Foto: Imago Images


Jürgen Klinsmann schockt die Hertha. Völlig unerwartet tritt der 55-Jährige als Cheftrainer der Berliner zurück – und das via Facebook. Die Nachricht trifft den Bundesligisten völlig unvorbereitet. Der Coach war gerade einmal 76 Tage im Amt.

"Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente", schrieb Klinsmann am Dienstag bei Facebook. "Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden." Nun wolle er sich auf seine Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückziehen.

So begründet Jürgen Klinsmann seinen Rücktritt als Trainer bei Facebook.

So begründet Jürgen Klinsmann seinen Rücktritt als Trainer bei Facebook.

So begründet Jürgen Klinsmann seinen Rücktritt als Trainer bei Facebook.


Die Hertha war zunächst völlig überrascht. Die Medienabteilung hatte keine Kenntnis vom Entschluss des früheren Fußball-Bundestrainers. "Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen", sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. Zunächst werde Co-Trainer Alexander Nouri die Mannschaft betreuen.

Am 27. November hatte Klinsmann das Traineramt von Ante Covic übernommen. In seiner Zeit zeigte das Team im Abstiegskampf defensiv orientierten Fußball und stabilisierte sich zumindest. Im DFB-Pokal-Achtelfinale scheiterten die Berliner vergangene Woche allerdings beim FC Schalke 04 und verloren auch in der Liga nach schwacher Leistung mit 1:3 gegen den FSV Mainz 05.

"Wir waren in der relativ kurzen Zeit auf einem sehr guten Weg, haben auch dank der Unterstützung vieler Menschen trotz meist schwieriger Spiele inzwischen sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz", schrieb Klinsmann.

Noch am Montagabend hatte Klinsmann für sein Projekt bei der Hertha geworben und im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mindestens Platz 15, also den sicheren Klassenverbleib, am Saisonende versprochen. Am Samstag gastieren die Berliner bei Schlusslicht SC Paderborn in einem wegweisenden Spiel für den Abstiegskampf. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hertha das Ziel - den Klassenverbleib - schaffen wird", schrieb Klinsmann auf Facebook.

In der Winterpause hatte Hertha dank Geldgeber Lars Windhorst kräftig auf dem Transfermarkt investiert. Für die vier Profis Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek, Matheus Cunha und Lucas Tousart, der jedoch auf Leihbasis noch ein halbes Jahr bei Olympique Lyon bleibt, blätterte der Hauptstadt-Club fast 80 Millionen Euro hin. Es sollte auch eine Investition in das Klinsmann-Projekt sein, das nun abrupt beendet ist.

Hier der Facebook-Post von Jürgen Klinsmann

"Liebe Herthaner,

auf diesem Wege sage ich ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spieler, Fans, Zuschauer, Betreuer und Mitarbeiter von Hertha BSC für die Unterstützung, die vielen Begegnungen und den Austausch in den vergangenen zehn Wochen. Diese Zeit war für mich überaus spannend und brachte viele interessante neue Einblicke. Der Klub und die Stadt sind mir noch stärker ans Herz gewachsen.

Ende November haben wir mit einem hochkompetenten Team dem Wunsch der Vereinsführung entsprochen und ihr in einer schwierigen Zeit geholfen. Wir waren in der relativ kurzen Zeit auf einem sehr guten Weg, haben auch dank der Unterstützung vieler Menschen trotz meist schwieriger Spiele inzwischen sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hertha das Ziel – den Klassenverbleib - schaffen wird.

Als Cheftrainer benötige ich allerdings für diese Aufgabe, die noch nicht erledigt ist, auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.

Deshalb bin ich nach langer Überlegung zum Schluss gekommen, mein Amt als Cheftrainer der Hertha zur Verfügung zu stellen und mich wieder auf meine ursprüngliche langfristig angelegte Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückzuziehen.

Die Anhänger, die Spieler und die Mitarbeiter sind mir in dieser Zeit natürlich ans Herz gewachsen und deshalb werde ich weiter mit der Hertha fiebern. Ich freue mich weiterhin auf viele Begegnungen in der Stadt oder im Stadion.

HaHoHe

Euer Jürgen"












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Bayern München
23
65:26
49
2.
RB Leipzig
23
61:25
48
3.
Borussia Dortmund
23
65:32
45
4.
Borussia Mönchengladbach
22
43:25
43
5.
Bayer 04 Leverkusen
23
40:29
43
6.
FC Schalke 04
23
32:32
36
7.
VfL Wolfsburg
23
32:28
34
8.
TSG 1899 Hoffenheim
23
34:36
34
9.
Sport-Club Freiburg
23
31:33
33
10.
1. FC Union Berlin
23
29:36
29
11.
Eintracht Frankfurt
23
38:37
28
12.
FC Augsburg
23
34:47
27
13.
1. FC Köln
22
33:42
26
14.
Hertha BSC
23
27:43
26
15.
1. FSV Mainz 05
23
31:52
22
16.
Fortuna Düsseldorf
23
23:46
20
17.
SV Werder Bremen
23
25:53
17
18.
SC Paderborn 07
23
29:50
16





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