Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





03.02.2020  |  06:00 Uhr

Wie viel Emotion darf’s denn bitte sein? Nach Plea-Rot streitet die Liga über die Grenze zur Unsportlichkeit

Lesenswert (10) Lesenswert 12 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 118 / 159
  • Pfeil
  • Pfeil




Erst gelb, dann rot: Schiri Tobias Stieler schickt den Gladbacher Alassane Plea im Topspiel gegen Leipzig mit Gelb-Rot runter. Der Franzose hatte zunächst wegen eines ausbleibenden Freistoß-Pfiffs reklamiert und dann die Verwarnung abfällig quittiert. −Foto: Sven Sonntag/ imago

Erst gelb, dann rot: Schiri Tobias Stieler schickt den Gladbacher Alassane Plea im Topspiel gegen Leipzig mit Gelb-Rot runter. Der Franzose hatte zunächst wegen eines ausbleibenden Freistoß-Pfiffs reklamiert und dann die Verwarnung abfällig quittiert. −Foto: Sven Sonntag/ imago

Erst gelb, dann rot: Schiri Tobias Stieler schickt den Gladbacher Alassane Plea im Topspiel gegen Leipzig mit Gelb-Rot runter. Der Franzose hatte zunächst wegen eines ausbleibenden Freistoß-Pfiffs reklamiert und dann die Verwarnung abfällig quittiert. −Foto: Sven Sonntag/ imago


Es war der Aufreger des Bundesliga-Wochenendes: Die gelb-rote Karte gegen Gladbachs Torjäger Alassane Plea, der beim Spiel in Leipzig (2:2) zunächst wegen eines ausbleibenden Freistoß-Pfiffs heftig reklamierte – und Gelb sah. Über die Verwarnung ärgerte sich der 26-Jährige weiter, reagierte mit einer abfälligen Geste, Schiri Tobias Stieler (38) schickte ihn mit Gelb-Rot vom Feld.

"So eine Sch… wie mit diesem Schiedsrichter habe ich noch nie gesehen", wetterte erst mal Gladbachs Vize-Präsident Rainer Bonhof nach dem Spiel . Und Sky-Experte Lothar Matthäus ging ins Detail und redete sich in Rage: "Die gelb-rote Karte ist komplett überzogen. Außerdem hat der Schiedsrichter auch einen Spieler weggeschubst, Elvedi, da müsste er sich ja auch Gelb geben." Und weiter: "Wo soll man die Emotionen verstecken? Wir wollen doch Emotionen auf dem Platz sehen. Dann sollen alle an der Konsole spielen, dann lassen wir die Emotionen."

Aber wie viele Emotionen dürfen Spieler, Trainer und Verantwortliche in den Stadien noch zeigen? "Ich erwarte schon, dass wir bei allem Vorbild, das wir sein müssen, uns auch ein bisschen regen dürfen und keine Zinnsoldaten werden, die nur auf dem Platz zu funktionieren haben", schimpfte Gladbach-Sportdirektor Max Eberl. Mittelfeldspieler Jonas Hofmann, Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 (35.), monierte fehlendes "Fingerspitzengefühl" bei Stieler, und selbst RB-Trainer Julian Nagelsmann teilte die Sicht des Gegners: "Die gelb-rote Karte hätte ich nicht zwingend gegeben."

Der Referee sprach hinterher von einer "Unsportlichkeit" und "Respektlosigkeit" Pleas, die "so nicht mehr akzeptabel" sei. Vor allem mit Blick auf die Vorbildfunktion für die Amateure wurde zur Rückrunde ein strengeres Vorgehen der Schiedsrichter beschlossen, unter anderem beim Reklamieren werden schneller Karten gezückt. "Auf Amateurfußballplätzen werden Schiedsrichter körperlich attackiert. Die Hemmschwelle sinkt. Wir müssen ein Zeichen setzen", sagte Stieler. Den Akteuren attestierte er generell ein "erlerntes Verhalten", es sei ein bisschen wie bei schlechten Gewohnheiten: "Ich hoffe sehr, dass schnellstmöglich ein Umdenken stattfinden wird."

Unterstützung erhielt Stieler von Peter Sippel, bei den Unparteiischen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Leiter Training und Qualifizierung: "Emotionen der Spieler sind natürlich immer erlaubt, die Grenze zur Unsportlichkeit muss dabei aber eingehalten werden."

Wie Eberl zeigte auch Gladbachs Trainer Marco Rose, der später selbst die Gelbe Karte sah, grundsätzlich Verständnis, allerdings ebenfalls garniert mit einem großen Aber. Es dürfe nicht passieren, mit dem eigenen Verhalten dafür verantwortlich gemacht zu werden, "dass in unteren Ligen Leute geschlagen werden. Wir schlagen niemanden. Wir sind einfach emotional. Manchmal ist das zu viel, dafür werden wir auch bestraft." Allerdings warnte der 43-Jährige, das Thema Vorbilder zu hoch zu kochen. "Wir sind uns unserer Rolle bewusst. Schwierig wird es aber, wenn das Thema in eine Richtung gelenkt wird, in der wir mit unserem Verhalten dafür zuständig sein sollen, dass in unteren Ligen Schiedsrichter geschlagen werden", mahnte Rose. − red/sid












Sicherheitscode:




Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2020
Dokument erstellt am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Bayern München
25
73:26
55
2.
Borussia Dortmund
25
68:33
51
3.
RB Leipzig
25
62:26
50
4.
Borussia Mönchengladbach
25
49:30
49
5.
Bayer 04 Leverkusen
25
45:30
47
6.
FC Schalke 04
25
33:36
37
7.
VfL Wolfsburg
25
34:30
36
8.
Sport-Club Freiburg
25
34:35
36
9.
TSG 1899 Hoffenheim
25
35:43
35
10.
1. FC Köln
25
39:45
32
11.
1. FC Union Berlin
25
32:41
30
12.
Eintracht Frankfurt
24
38:41
28
13.
Hertha BSC
25
32:48
28
14.
FC Augsburg
25
36:52
27
15.
1. FSV Mainz 05
25
35:54
26
16.
Fortuna Düsseldorf
25
28:51
22
17.
SV Werder Bremen
24
27:55
18
18.
SC Paderborn 07
25
30:54
16





Stammplatz: Julian Kornreder spielt in der U15 des VfL Wolfsburg regelmäßig.

Es ist erstaunlich, welchen Unterschied ein Jahr machen kann. Als der Reporter der Heimatzeitung im...



Rainer Koch, der Präsident des Bayrischen Fußball-Verbandes (BFV). - Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Botschaft ist eindeutig: Die Vereine und der Bayerische Fußball-Verband (BFV) sind sich einig...



Beim Derby gegen 1860 München im November 2017 besuchten Tobias Schröck (l.) und Maxi Thiel ihren Jugendverein und verteilten fleißig Autogramme. −Foto: Butzhammer

Man vergisst halt doch nicht, wo man herkommt. Das haben sich jetzt auch drei ehemalige Jugendkicker...



Würden am Ostermontag aufeinander treffen: SV Schalding und der VfR Garching. Daraus wird nichts. −Foto: Andreas Lakota

Gesundheit geht vor – der Sport muss in den Zeiten der Virus-Krise zurückstehen...



Garant für spektakuläres Angriffsspiel: Maksim Grebnev. In der nächsten Saison spielt der junge Russe für den TTC Bad Homburg. −Fotos: Sigl

Auch für die Zweitliga-Mannschaft des Tischtennisclubs Fortuna Passau ist die Spielzeit 2019/20...





Rainer Koch. −Foto: dpa

Kein Spiel, kein Training: Auch der bayerische Amateurfußball bekommt die Auswirkungen der...



Macht sich Sorgen darüber, wie Menschen in der Corona-Krise reagieren: FCP-Trainer Günther Himpsl. −Foto: Mike Sigl

"Jetzt pausieren und dann irgendwann die Saison zu Ende spielen": Günther Himpsl (62)...



−Archivfoto: M. Duschl

Der bayerische Sport erwartet wegen der Folgen der Corona-Krise Hunderte Millionen Euro Schaden...



DFL-Geschäftsführer: Christian Seifert. −Foto: dpa

Die Corona-Krise hat den Fußball zum Erliegen gebracht, von der Bundesliga bis zur A-Klasse...



−Symbolfoto: Michael Duschl

Während die Fußball-Bundesligisten den Trainingsbetrieb allmählich hochfahren...







Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver