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14.08.2019  |  17:30 Uhr

"Wer mich unterschätzen will, darf das machen": Fortuna-Sportvorstand Pfannenstiel im Interview

von Alexander Augustin

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Man spricht Niederbairisch im Rheinland: Lutz Pfannenstiel ist seit neun Monaten Sportchef bei Fortuna Düsseldorf. Zuvor war er acht Jahre Chefscout bei der TSG Hoffenheim. −Foto: Peter Hartenfelser/imago images

Man spricht Niederbairisch im Rheinland: Lutz Pfannenstiel ist seit neun Monaten Sportchef bei Fortuna Düsseldorf. Zuvor war er acht Jahre Chefscout bei der TSG Hoffenheim. −Foto: Peter Hartenfelser/imago images

Man spricht Niederbairisch im Rheinland: Lutz Pfannenstiel ist seit neun Monaten Sportchef bei Fortuna Düsseldorf. Zuvor war er acht Jahre Chefscout bei der TSG Hoffenheim. −Foto: Peter Hartenfelser/imago images


Seit Dezember 2018 ist Lutz Pfannenstiel (46) Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf. Im Interview spricht der Zwiesler über seine neue Aufgabe, seinen Dialekt und über Brieftauben. Ja, Brieftauben.

Herr Pfannenstiel, das wievielte Telefonat ist das heute?

Lutz Pfannenstiel: Schwer zu sagen, aber es vibriert eigentlich den ganzen Tag. Gestern hatte ich zum Beispiel alleine 48 verpasste Anrufe.

Momentan ist es wahrscheinlich besonders stressig, so kurz vor Saisonstart.

Pfannenstiel: Eigentlich ist von Mai bis Juli die extreme Zeit. Wenn du vernünftig gearbeitet hast, dann ist der August vor allem dazu da, um nachzubessern. Wenn du bis Mitte August deinen Kader abschließt, bist du gut dabei.

Das heißt Sie haben die Kaderplanung soweit abgeschlossen?

Pfannenstiel: Das kommt darauf an, wie man Kaderplanung definiert. Die Planung sollte spätestens Mitte Juni abgeschlossen sein. Danach setzt man sich Transferziele und schaut, diese zu erreichen. Wir hatten das Glück, dass wir unsere Wunschspieler bekommen konnten. Für einen Verein, der ein relativ kleines Budget hat, ist das eher untypisch. Wir müssen mit mehr Fantasie arbeiten, mit Leihgeschäften. Am besten mit Kaufoption.

Wenn Sie einen Spieler verpflichten wollen. Wie läuft das denn ab von der Kontaktaufnahme bis zur Vertragsunterschrift?

Pfannenstiel: Der Spieler muss erst einmal komplett in unser Anforderungsprofil passen: Stärken, Schwächen, Alter, Größe. Danach wird er beobachtet, sowohl bei Spielen als auch im Training. Auch sein Umfeld und sein Leben außerhalb des Platzes spielt eine Rolle. Wenn er dich überzeugt, gehst du auf den Berater zu. Irgendwann gibt es das Gespräch mit dem Spieler. Wenn das alles passt, wird Kontakt zum Verein aufgenommen. Wenn dann auch noch die finanziellen Parameter passen kommt das Gespräch mit mir und dem Trainer. Die Abstimmung mit dem Trainer ist extrem wichtig. Ich muss zwar die finale Entscheidung treffen, aber auch als Sportvorstand kann man nur im Team erfolgreich sein.

Lassen Sie uns ein bisschen über Sie persönlich sprechen. Sie verstecken Ihren niederbairischen Dialekt nicht...

Pfannenstiel: ...Ich verstecke ihn nicht, aber ich rede mein sogenanntes Schriftbairisch. Ich weiß, wo ich herkomme und mein Dialekt gehört zu mir wie mein Name an der Tür. Aber ein bisschen zusammenreißen muss ich mich schon, sonst versteht mich ja hier überhaupt keiner. Ich denke, ich rede schon so, dass mich jeder versteht – egal, ob in Düsseldorf, Passau oder Schleswig-Holstein.

Wird man in der Branche manchmal unterschätzt, wenn man Dialekt spricht?

Pfannenstiel: Das kann ich nicht beurteilen. Wer mich unterschätzen will, darf das machen. Ich habe das noch nicht erlebt, dass jemand gesagt hat: Der Pfannenstiel hat keine Ahnung, weil er einen lustigen Dialekt spricht. Wer mich unter- oder überschätzt, ist mir relativ egal.

Sie haben ja einige Geschichten als Weltenbummler auf Lager. Fallen Vertragsverhandlungen leichter, wenn man mal eine Anekdote einstreuen kann? So nach dem Motto: Ach übrigens, ich hatte mal einen Pinguin als Haustier.

Pfannenstiel: Das sind jetzt keine Geschichten, die Verhandlungen erleichtern. Aber es ist wichtig offen und klar zu kommunizieren. Das große Schweigen, ist nicht unbedingt meine Art der Verhandlungsführung. Aber natürlich fällt es mir leichter, weil ich viele Kulturen kennengelernt habe. Wir haben jetzt 4 Spieler aus Ghana im Kader, dort habe ich jahrelang für die FIFA die Trainerausbildung geleitet. Wenn du die Mentalität und Kultur etwas einschätzen kannst, gibt das auch den Spielern eine gewisse Geborgenheit.

Nun sind Sie seit dem Winter Sportvorstand in Düsseldorf, zuvor waren Sie acht Jahre Chefscout bei der TSG Hoffenheim. Wie unterscheidet sich Ihr Arbeitsprofil?

Pfannenstiel: So viel hat sich da nicht geändert. In Hoffenheim habe ich viel vorbereitet und am Ende hat Alex Rosen (Sportchef) entschieden. Jetzt entscheide ich selber. Der Schritt von der rechten Hand von Alex Rosen zum Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf war kein Quantensprung. Ich war in Hoffenheim acht Jahre in alle Abläufe involviert, vor allem bei den ausländischen Spielern. Wenn ich einen Taubenzüchterverein in Fürstenzell übernehmen würde, wäre ich ein Quereinsteiger. Mit Brieftauben kenne ich mich nicht aus, mit Fußball schon.

Das große Interview mit Lutz Pfannenstiel über seinen Umgang mit Spielerberatern, sein Verhältnis zu Friedhelm Funkel und die Suche nach der Nadel im Heuhaufen Transfermarkt, lesen Sie am Donnerstag (15. August) im Sportteil Ihrer Heimatzeitung oder kostenlos bei PNP Plus.












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Borussia Mönchengladbach
14
30:16
31
2.
RB Leipzig
14
39:16
30
3.
Borussia Dortmund
14
33:19
26
4.
FC Schalke 04
14
25:18
25
5.
Sport-Club Freiburg
14
24:17
25
6.
Bayer 04 Leverkusen
14
22:18
25
7.
FC Bayern München
14
35:20
24
8.
TSG 1899 Hoffenheim
14
19:23
21
9.
VfL Wolfsburg
14
15:14
20
10.
1. FC Union Berlin
14
18:19
19
11.
Eintracht Frankfurt
14
24:22
18
12.
FC Augsburg
14
20:26
17
13.
1. FSV Mainz 05
14
20:34
15
14.
SV Werder Bremen
14
22:29
14
15.
Hertha BSC
14
20:29
12
16.
Fortuna Düsseldorf
14
16:29
12
17.
SC Paderborn 07
14
17:32
8
18.
1. FC Köln
14
12:30
8





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