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12.06.2019  |  09:49 Uhr

Mit Vollgas zurück in die Herzen der Fans: DFB-Team zeigt begeisternden Fußball – Sané lässt Zukunft offen

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Deutschlands Thilo Kehrer (l-r) Leroy Sane und Torschütze Marco Reus bejubeln das 1:0. −Foto: Federico Gambarini/dpa

Deutschlands Thilo Kehrer (l-r) Leroy Sane und Torschütze Marco Reus bejubeln das 1:0. −Foto: Federico Gambarini/dpa

Deutschlands Thilo Kehrer (l-r) Leroy Sane und Torschütze Marco Reus bejubeln das 1:0. −Foto: Federico Gambarini/dpa


Marcus Sorg ist stolz. Seinen Anteil an der Sechs-Punkte-Ausbeute stellt der Ersatz-Cheftrainer trotzdem hinten an. Das verjüngte Nationalteam hat einen Stimmungsumschwung eingeleitet - nach außen und nach innen. Die erfahrenen Profis mahnen zur Bodenhaftung.

Doppeltorschütze Marco Reus hatte schon den großen Rollkoffer dabei, als er nach dem begeisternden 8:0 gegen Estland im letzten Saisonspiel in den Katakomben der Mainzer Arena über die neuen Perspektiven der Fußball-Nationalmannschaft philosophierte. "Es ist eine Menge passiert. Wir haben unsere Lehren gezogen", sagte der 30 Jahre alte Dortmunder zu den Veränderungen im DFB-Team. Die Spielfreude und zugleich die Konsequenz der runderneuerten Mannschaft begeisterte die 26 050 Fans in Mainz genauso wie die Millionen Zuschauer vor den TV-Bildschirmen. "Die Mannschaft sprüht vor Energie. Sie ist gewillt, Siege einzufahren und mit Leidenschaft zu spielen. Sie versucht, die Menschen zu begeistern", sagte Aushilfs-Cheftrainer Marcus Sorg nach der souveränen Erfüllung des Sechs-Punkte-Auftrages des verhinderten Bundestrainers Joachim Löw.

Dem ungefährdeten 2:0 in Weißrussland folgte in der Heimat ein munteres 8:0 gegen Estland. Es war der dritte Sieg in der laufenden EM-Qualifikation. "Trotzdem müssen wir auf dem Boden bleiben. Wir wissen schon, dass Estland und Weißrussland nicht die Kategorie wie Holland oder Frankreich sind", betonte Reus, mit 30 Jahren der älteste Feldspieler im DFB-Team. Reus und der Münchner Serge Gnabry mit je zwei Treffern sowie Leon Goretzka, Elfmeterschütze Ilkay Gündogan, Timo Werner und Leroy Sané verwandelten die Entschlossenheit und die taktische Raffinesse der deutschen Elf in ein Fußballfest. Danach wollten alle schnell in den Urlaub.

"Es ist einfach schön, dass wir etwas zurückgeben können. Das Publikum war sehr gut drauf - und wir hatten einen spielerischen Rausch", sagte Kapitän Manuel Neuer. Der 33 Jahre alte Torwart, mit Matthias Ginter und Julian Draxler einer der nur drei verbliebenen Weltmeister von 2014 im aktuellen DFB-Kader, spürt: "Das letzte halbe Jahr ist sehr gut gelaufen für uns. Man sieht wieder eine klar positive Tendenz für unsere Nationalmannschaft." Auch ohne Löw, der nach einem Sportunfall das Geschehen nur aus dem Hintergrund beeinflussen und beobachten konnte, schaffte das Team einen Stimmungsumschwung - nach außen und nach innen. "Natürlich bin ich sehr zufrieden und ein wenig stolz auf die Mannschaft, die nach einer langen, kräftezehrenden Saison und nur wenigen Tagen Freizeit zehn Tage unfassbar konzentriert gearbeitet hat", erklärte Sorg.

Der 53 Jahre alte Löw-Assistent wollte seine Rolle aber nicht in den Vordergrund stellen: "Nein, ich gehe nicht in die Geschichtsbücher ein. Ich bin kein Bundestrainer."

Lediglich ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist durch das begeisternde 8:0 des DFB-Teams der laufende Transferpoker um den umworbenen Manchester City-Profi Leroy Sané. Nach Meinung von Bayern-Vorstandschef ist der Spieler nun am Zug: "Ein Transfer ist immer ein Drei-Parteien-Geschäft. Erst muss sich der Spieler entscheiden, wo er seine Zukunft sieht", sagte Rummenigge der "Sport Bild". Zuvor hatte Sané nach dem 8:0-Sieg im Länderspiel gegen Estland am Dienstagabend in Mainz seine Zukunft offengelassen und gesagt: "Ich gehe jetzt erstmal in den Urlaub, alles Weitere wird man dann sehen." Sané steht noch zwei Jahre bei Manchester City mit dem früheren Münchner Trainer Pep Guardiola unter Vertrag. Bei einem Wechsel dürfte mindestens ein hoher zweistelliger Millionenbetrag als Ablöse fällig werden.

Zu einem Bayern-Interesse an Leverkusens Kai Havertz erklärte Rummenigge, Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler habe ihm gesagt, es gebe in Leverkusen einen Beschluss mit dem Aufsichtsratschef Werner Wenning, "dass der Spieler auf jeden Fall in der nächsten Saison in Leverkusen spielt". Er wisse nicht, ob Havertz eines Tages in München spielen werde. "Kai Havertz ist ein guter Spieler, darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Aber er hat einen Vertrag bis 2022." − dpa












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München
17
49:25
39
2.
Leipzig
17
29:14
35
3.
Leverkusen
17
32:17
32
4.
Dortmund
17
33:22
29
5.
Wolfsburg
17
26:19
29
6.
Union Berlin
17
32:21
28
7.
Mönchengladbach
17
31:26
28
8.
Frankfurt
17
30:26
27
9.
Freiburg
17
31:28
24
10.
Stuttgart
17
32:27
22
11.
Hoffenheim
17
25:30
19
12.
Augsburg
17
17:26
19
13.
Bremen
17
19:25
18
14.
Hertha BSC Berlin
17
23:28
17
15.
Bielefeld
17
13:24
17
16.
Köln
17
15:28
15
17.
Mainz
17
15:36
7
18.
Schalke 04
17
14:44
7





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