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20.04.2019 | 22:09 Uhr

Nach 0:6-Debakel in Augsburg: VfB Stuttgart entlässt Trainer Markus Weinzierl

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Verlor nach dem 0:6 seinen Job als VfB-Trainer: Markus Weinzierl.

Verlor nach dem 0:6 seinen Job als VfB-Trainer: Markus Weinzierl. | Foto: dpa

Verlor nach dem 0:6 seinen Job als VfB-Trainer: Markus Weinzierl. - Foto: dpa


Der VfB Stuttgart hat sich vier Spieltage vor Saisonende vom niederbayerischen Trainer Markus Weinzierl getrennt. Damit wechselt der Bundesligist bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit den Trainer. Für Weinzierl, der aus Salching im Landkreis Straubin-Bogen stammt, war dies die zweite Entlassung innerhalb von zwei Jahren. Damals wurde er bei Schalke freigestellt.

Der schwäbische Fußball-Bundesligist reagierte am Samstagabend auf das blamable 0:6 wenige Stunden zuvor beim FC Augsburg und die prekäre sportliche Situation im Abstiegskampf. "Wir haben mehrfach betont, dass es unser klarer Wunsch war, die Saison mit Markus Weinzierl und dem Trainerteam zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", wurde Sportvorstand Thomas Hitzlsperger auf der Webseite des Clubs zitiert. "Nach dem überaus enttäuschenden Spiel in Augsburg sind wir aber zu der Überzeugung gekommen, dass wir die Situation neu bewerten müssen und ein klarer Schnitt zwingend notwendig ist, um den Ligaverbleib zu schaffen." Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen, "letztlich steht aber der Erfolg des VfB über allem und dementsprechend mussten wir handeln".

U19-Trainer übernimmt

Vorerst wird der bisherige U19-Trainer Nico Willig das Team betreuen. "Nico Willig hat in den vergangenen Jahren im Nachwuchsbereich des VfB sehr gute Arbeit geleistet und hat sich sofort dazu bereit erklärt, dem VfB in dieser schwierigen Situation zu helfen", sagte Hitzlsperger. Willig sei in der Lage, "schnell für neue Impulse zu sorgen und mit der Mannschaft den Klassenverbleib zu schaffen". Der neuer Trainer soll schon am Sonntagvormittag die Übungseinheit der Profis leiten.

Außer von Weinzierl trennte sich der Verein auch von Co-Trainer Wolfgang Beller, dem Athletiktrainer Thomas Barth und dem Individualtrainer Halil Altintop.

Nur vier Siege in 23 Spielen unter Weinzierl

Weinzierl hatte nach dem siebten Spieltag die Nachfolge von Tayfun Korkut angetreten, aber nicht für einen Umschwung beim VfB sorgen können. Durch die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte in Augsburg haben die Schwaben nur noch rechnerische Chancen, die Abstiegsrelegation zu vermeiden.

Seit Wochen präsentiert sich der VfB in teils erschreckendem Zustand. Das 0:6 in Augsburg war für Stuttgart nach einem Spiel ohne adäquatem Zweikampfverhalten, mit etlichen Defensiv-Patzern und ohne Konsequenz im Angriff auch in der Höhe verdient. "Das war sicher ein Tiefpunkt in der aktuellen Situation", sagte Torhüter Ron-Robert Zieler. "Es gibt keine zwei Meinungen, dass wir uns so in der Bundesliga nicht präsentieren können. Die Mannschaft hat heute versagt."

In 23 Spielen gelangen unter Weinzierl nur vier Siege. "Ich habe heute keine Argumente mit diesem Ergebnis geliefert für mich", sagte er. "Ich kann mich für die Leistung nur entschuldigen."

Hitzelsperger vermied Bekenntnis zu Weinzierl nach Abpfiff

Hitzlsperger hatte ein Bekenntnis pro Weinzierl kurz nach dem Schlusspfiff vermieden. "Das ist jetzt, glaube ich, nicht der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt, um die Frage so klar zu beantworten", sagte er zur Zukunft von Weinzierl. "Es wird weiter in meinem Kopf rattern, wir sprechen und dann schauen wir mal", ergänzte der Ex-Profi. Einen geplanten TV-Auftritt bei Sky am Sonntag hatte der Stuttgarter Sportchef abgesagt.

Nach seiner erfolgreichen Zeit beim FC Augsburg ist Weinzierl damit zum zweiten Mal in der Bundesliga bei einem Club gescheitert - und das just nach einem Match bei seinem ehemaligen Verein. In der Saison 2016/17 kam er mit dem FC Schalke 04 nur auf Rang zehn und wurde am Ende der Spielzeit beurlaubt. Nach mehr als einem Jahr Pause erhielt der Straubinger dann eine neue Chance in Stuttgart.

Weinzierl im Fokus der Kritik

Auf die Erfolgsspur bekam er den VfB aber nie. Schon unter dem früheren VfB-Sportvorstand Michael Reschke war Weinzierl in den Fokus der Kritik gerückt. Im Februar hatte dann aber Reschke zunächst gehen müssen. Der frühere Nationalspieler Hitzlsperger übernahm den Posten, was aber ebenfalls nicht in bessere Ergebnisse mündete.

Die Beurlaubung von Weinzierl dürfte nun der letzte Joker sein, den die Schwaben im Abstiegskampf ziehen. Dabei hatte Hitzlsperger über Weinzierl zuletzt gesagt: "Wir ziehen das jetzt hier durch - gemeinsam". Die Zukunft des Vereins will Hitzlsperger nun mit dem jüngst verpflichteten Sportdirektor Sven Mislintat planen. Möglicherweise müssen sie in der 2. Liga starten.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Bayern München
34
88:32
78
2.
Borussia Dortmund
34
81:44
76
3.
RB Leipzig
34
63:29
66
4.
Bayer Leverkusen
34
69:52
58
5.
Bor. Mönchengladbach
34
55:42
55
6.
VfL Wolfsburg
34
62:50
55
7.
Eintracht Frankfurt
34
60:48
54
8.
SV Werder Bremen
34
58:49
53
9.
TSG 1899 Hoffenheim
34
70:52
51
10.
Fortuna Düsseldorf
34
49:65
44
11.
Hertha BSC
34
49:57
43
12.
1.FSV Mainz 05
34
46:57
43
13.
SC Freiburg
34
46:61
36
14.
FC Schalke 04
34
37:55
33
15.
FC Augsburg
34
51:71
32
16.
VfB Stuttgart
34
32:70
28
17.
Hannover 96
34
31:71
21
18.
1.FC Nürnberg
34
26:68
19





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