Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





12.01.2019  |  16:04 Uhr

Er sagte Real ab, er sagte dem DFB ab – und er bleibt sich treu: Alles Gute, General Hitzfeld

von Nils Bastek

Lesenswert (5) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Als Trainer von Borussia Dortmund gewann Ottmar Hitzfeld 1997 zum ersten Mal die Champions League. Anschließend gönnte er sich mit einer Pickelhaube auf dem Kopf eine Zigarre. Heute wird er 70 Jahre alt. −F.: dpa

Als Trainer von Borussia Dortmund gewann Ottmar Hitzfeld 1997 zum ersten Mal die Champions League. Anschließend gönnte er sich mit einer Pickelhaube auf dem Kopf eine Zigarre. Heute wird er 70 Jahre alt. −F.: dpa

Als Trainer von Borussia Dortmund gewann Ottmar Hitzfeld 1997 zum ersten Mal die Champions League. Anschließend gönnte er sich mit einer Pickelhaube auf dem Kopf eine Zigarre. Heute wird er 70 Jahre alt. −F.: dpa


Ottmar Hitzfeld war nie wie Reiner Calmund. Das fällt natürlich rein physisch schon auf, weil sich der etwa 1,76 Meter große und immer noch sehr schlanke Hitzfeld wohl zweimal hinter jemandem wie Calmund verstecken könnte. Hitzfeld könnte aber auch bei der Organisation seines 70. Geburtstags an diesem Samstag kaum unterschiedlicher sein. Er feiert nicht pompös wie Calmund Ende November in einem Freizeitpark bei Köln. "Da sage ich nein", betont der frühere Erfolgstrainer mit dem Spitznamen "Der General". Er hat nur seine Familie eingeladen. "Wahrscheinlich feiern wir in aller Ruhe in Engelberg in den Schweizer Alpen."

Laut war Hitzfeld nie. Ein Gentleman, so wurde er während seiner langen Karriere als Trainer mehrfach bezeichnet. Hitzfeld ist das auch im gehobenen Alter geblieben. Würde er mit einer dreistelligen Gästeliste wie das frühere Manager-Schwergewicht Calmund feiern, "kann man ja schon gar nicht mit jedem sprechen. Manche kommen dann vorbei und man hat nichts von ihnen", sagt Hitzfeld. Man sollte das nicht damit verwechseln, dass er es jedem recht machen will.

Hitzfeld sitzt in einem Sessel in der Lobby eines Hotels in Basel. Rund zehn Kilometer Luftlinie von hier entfernt wurde er geboren, im baden-württembergischen Lörrach wohnt er auch jetzt noch mit seiner Ehefrau Beate. Über vier Jahre ist es mittlerweile her, dass er nach der WM 2014 in Brasilien als Nationaltrainer der Schweiz seine Karriere beendet hat. Er geht mittlerweile oft in Lörrach einkaufen, seine Frau schreibt ihm dann vorher eine Liste, wie er erzählt. Und wie ist der Alltag sonst so? "Wie bei einem Rentner, der morgens aufsteht und die Zeitung kauft."

In all den Jahren seit dem Sommer 2014 ist er nie der Versuchung erlegen, sein Rentner-Leben aufzugeben. Sein Ex-Club Borussia Dortmund hatte in der sportlichen Krise vor rund einem Jahr mal angefragt, Hitzfeld hat das bereits einige Male erzählt. Aber anders als etwa Jupp Heynckes hat sich Hitzfeld nie überreden lassen. "Das habe ich mir vorgenommen, dass es endgültig ist. Dass, egal welches Angebot kommt: Ich werde nicht mehr Trainer sein", sagt er. Trotzdem kommen auch jetzt noch immer wieder Anfragen aus aller Welt herein.

Es gibt ja auch nicht so viele Rentner, die zwei Champions-League-Siege und etliche weitere Titel in ihrer Vita stehen haben. Dennoch lässt sich Hitzfeld auch von hochlukrativen Offerten aus Fernost nicht beeindrucken. "Er ist ein unglaublich disziplinierter Mensch", sagt sein langjähriger Weggefährte und Freund Michael Meier. Als ehemaliger BVB-Manager hat Meier den damals 42-jährigen Hitzfeld von den Grasshoppers Zürich nach Dortmund geholt und ihm so den Weg zu einer außergewöhnlichen Laufbahn geebnet.

"Ich habe selten einen Trainer erlebt, der so eine klare Karriereplanung hatte. Er hat mir schon 1991 bei unserem Gespräch in Dortmund gesagt, dass er zum Ende seiner Karriere Nationaltrainer der Schweiz wird", erzählt Meier. Tatsächlich kommt es 2008 so, dass Hitzfeld die Schweizer übernimmt und nach seinem Ende als Nationalcoach 2014 seine Laufbahn beendet. "Seine Führungsqualitäten", das sei ihm am meisten in Erinnerung geblieben vom Trainer Hitzfeld, sagt Meier.

Hitzfeld hat sich nie etwas aufdrängen oder sich von Dingen beeinflussen lassen, von denen er nicht überzeugt war. 2004 hätte er Bundestrainer werden können, der wohl begehrteste Posten im deutschen Fußball. Doch Hitzfeld sagte wegen eines Burnouts ab. Er habe zu der Zeit Medikamente bekommen, sich zurückgezogen, sei auch depressiv gewesen, erzählt er. Real Madrid wollte ihn mehrfach haben, aber auch das passte nie zu Hitzfelds Karriereplanung. "Das war beides sehr wichtig, dass ich den Mut hatte, abzusagen", sagt er.

Er bereut gar nichts. "Ich habe nie an mir gezweifelt. Ich bin mit mir im Reinen." Hitzfeld erzählt das mit der Lockerheit eines Mannes, bei dem alles so gelaufen ist, wie er es geplant hat. Er wusste ja schließlich schon 1991, wie alles enden würde. − dpa












Sicherheitscode:



Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2020
Dokument erstellt am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Bayern München
28
81:28
64
2.
Borussia Dortmund
28
74:34
57
3.
Bayer 04 Leverkusen
29
54:36
56
4.
RB Leipzig
28
70:29
55
5.
Borussia Mönchengladbach
28
53:34
53
6.
VfL Wolfsburg
28
40:34
42
7.
TSG 1899 Hoffenheim
28
39:48
39
8.
Sport-Club Freiburg
29
38:41
38
9.
FC Schalke 04
28
34:45
37
10.
Hertha BSC
28
41:50
35
11.
1. FC Köln
28
44:52
34
12.
FC Augsburg
28
40:54
31
13.
1. FC Union Berlin
28
33:48
31
14.
Eintracht Frankfurt
27
44:52
29
15.
1. FSV Mainz 05
28
38:62
28
16.
Fortuna Düsseldorf
28
32:54
27
17.
SV Werder Bremen
27
29:59
22
18.
SC Paderborn 07
28
31:55
19





Die Nummer 21 taucht meistens erst auf der Anzeigetafel auf, wenn Bayern-Trainer Hansi Flick eine Einwechslung vornimmt. −Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa

Er ist der Rekordtransfer der Bundesliga-Historie – doch nicht einmal ein Jahr nach seinem...



Ein Leader, der durch Leistung überzeugt: Sascha Mölders. −Foto: Imago Images/Eibner Pressefoto

Drei Tage vor dem Re-Start seiner Mannschaft in der Dritten Liga hat Michael Köllner klare Kante...



Wird Burghausen Richtung Töging verlassen: Christoph Buchner. −Foto: Butzhammer

Nächster Regionalliga-Neuzugang für den Landesligisten FC Töging. Nach Thomas Breu (31) vom TSV...



Eine Saison lang trainierte Ales Kreuzer (rechts) die jungen Puckjäger der EHF Passau. Dabei überzeugte er die Vereinsführung und wird nun zusätzlich die 1. Mannschaft betreuen. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Plötzlich ging es ganz schnell am Mittwochabend: Kaum war das letzte Detail geklärt...



Kommt von der TuS Pfarrkirchen: Tobias Huber (28). −Foto: Verein

Fußball-Bezirksligist SSV Eggenfelden hat am Freitagvormittag zwei Neuzugänge bekanntgegeben: Mit...





Dr. Rainer Koch bietet an, die Zahlen der Abstimmung notariell beglaubigen zu lassen. Allerdings nicht auf Kosten der Vereine bzw. des BFV. −Foto: dpa

Es gibt sie noch nicht, die richtige Antwort auf die Frage, ob der bayerische Amateurfußball am 1...



Dr. Rainer Koch (61), Präsident des Bayerischen Fußballverbandes und Vizepräsident des DFB. −Foto: Gregor Fischer/dpa

Nur zwei von 21 deutschen Fußball-Landesverbänden plädieren für eine Fortsetzung der Amateursaison...



BFV-Präsident Rainer Koch −Foto: Andreas Gora/dpa

Allein auf weiter Flur: Der BFV kämpft als einer von nur zwei verbliebenen Landes-Verbänden gegen...



Wünscht sich einen baldigen Wiederanpfiff für die Amateure: Werner Sixt, 2. Vorsitzender der Spielvereinigung Osterhofen, auf dem Fußballplatz. −Foto: Schumergruber

Verwaist liegt er da, der Fußballplatz der Sportvereinigung Osterhofen. Und das wird erst einmal so...



Jetzt kommt Bewegung in die Mappen mit den Spielerpässen – der BFV erlaubt nach PNP-Informationen Vereinswechsel im Sommer unter bestimmten Bedingungen. −Foto: Andreas Lakota

Durch die Corona-Pandemie ist in diesem Sommer nichts, wie es geplant war. Das gilt auch für den...





Wer spielt künftig wo? Das weiß im bayerischen Amateurfußball derzeit noch niemand so genau. −Foto: Lakota

Wie geht es weiter? Wann geht es weiter? Und unter welchen Bedingungen geht es weiter...



Pfeilschneller Flügelspieler: Benjamin Kindsvater hat sich seit seinem Wechsel aus Burghausen 2017 beim TSV 1860 München etabliert. Zuletzt bremste ihn eine Leistenverletzung aus. −Foto: Haist/imago images

Es gibt sie auch, die Menschen, denen die Zwangspause in den vergangenen Wochen sogar eher gelegen...



Jahrelang spielte die 2. Mannschaft des FC Bayern in der Regionalliga Bayern. Nun gibt der Verein allen ehemaligen Rivalen jeweils 20.000 Euro. −Symbolfoto: A. Lakota

Der FC Bayern München setzt in der Corona-Krise mit seinen Fans ein Zeichen der Solidarität mit dem...



Dr. Rainer Koch (61), Präsident des Bayerischen Fußballverbandes und Vizepräsident des DFB. −Foto: Gregor Fischer/dpa

Nur zwei von 21 deutschen Fußball-Landesverbänden plädieren für eine Fortsetzung der Amateursaison...



Aschaffenburger Fußball-Fan: Alle guten Wünsche ins Gegenteil verkehrt. −Foto: Zucker

Ja ja, die alten Zeiten. Sie kommen nicht wieder. "Kein Hass und keine Viren im Stadion...







Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver