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Schiri Dingert in der Kritik | 12.07.2020 | 12:38 Uhr

"Es kotzt mich an": Wütende Ingolstädter fühlen sich betrogen

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Schiedsrichter Christian Dingert rückte ins Zentrum der Ingolstädter Kritik. −Foto: dpa

Schiedsrichter Christian Dingert rückte ins Zentrum der Ingolstädter Kritik. −Foto: dpa

Schiedsrichter Christian Dingert rückte ins Zentrum der Ingolstädter Kritik. −Foto: dpa


In nur einer Woche wird dem FC Ingolstadt gleich zweimal in der Nachspielzeit der Zweitliga-Aufstieg entrissen. Nach dem Drama in der Relegation fragen sich die Schanzer: Was haben wir verbrochen?

Der Fußball-Gott kann kein Schanzer sein. Das bittere Relegations-Drama gegen den 1. FC Nürnberg raubte beim FC Ingolstadt allen den Glauben an Gerechtigkeit im Profi-Business. "Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben", haderte Torwart Marco Knaller nach dem grandiosen Comeback beim 3:1 (0:0) im Rückspiel gegen den "Club". Bis zur praktisch letzten Aktion war der FCI nach einem Jahr zurück in der 2. Liga – dann zerstörte ein Kullertor von Nürnbergs Fabian Schleusener in der 96. Minute doch noch alles.

Hier lesen Sie: Irres Relegations-Drama: Nürnberg feiert, Ingolstadt fühlt sich verschaukelt

Nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen auf dem Rasen des Audi-Sportparks in wüsten Beschimpfungen und beinahe sogar in Handgreiflichkeiten. Allen voran Ingolstadts Kapitäns-Hüne Stefan Kutschke, ein Mann mit Nürnberger Vergangenheit, rastete aus. In der Geisterspiel-Atmosphäre des Corona-Spielbetriebs ist vieles zu hören, was sonst im Fan-Lärm auf den Tribünen untergeht. "Es gibt schlechte Verlierer und noch viel schlechtere Gewinner", schnaubte Ingolstadts Marcel Gaus. Seine Zielscheibe waren die Nürnberger Profikollegen.

Beinahe wäre der Abwehrspieler mit dem feinen linken Fuß zum Super-GAU(s) für den Favoriten geworden. Nach drei Freistößen von Gaus fielen nach der Pause in Windeseile die drei FCI-Tore von Kutschke, Tobias Schröck und Robin Krauße. Das 0:2 aus dem ersten Spiel in Nürnberg war gedreht, das Fußball-Wunder ganz nah.

"Nach dem Hinspiel waren wir tot, wurden belächelt. Wir wussten aber, wenn wir ein Tor schießen, kommen wir in die Köpfe vom Club", sagte Gaus und stöhnte: "Zweimal wird uns der Kuchen, kurz bevor du ihn ausgepackt hast, weggenommen. Es tut einfach weh, es kotzt mich an."

Zweimal? Ja! Erst eine Woche zuvor schien der FCI am letzten Drittliga-Spieltag schon aufgestiegen zu sein, bis die Würzburger Kickers einen fragwürdigen Elfmeter in der Nachspielzeit erhielten, diesen verwandelten und direkt hoch durften in die 2. Bundesliga. Diesmal ließ Schiedsrichter Christian Dingert länger nachspielen als angezeigt, ein vermeintliches Foul vor Schleuseners entscheidendem Treffer überprüfte er nicht selbst am Video-Bildschirm. Für Ingolstadts Vorstandschef Peter Jackwerth war das "Arroganz".

"Brutal" nannte Trainer Tomas Oral den doppelten Tiefschlag. "Das hatten wir nicht verdient", sagte er nach dem unbelohnten Kraftakt beim 13. Spiel in sechs Wochen. Der 47-Jährige spürte nur noch "Leere" in sich. 2019 stieg er mit Ingolstadt in der Relegation dramatisch ab. Jetzt verpasste er nach seiner Rückkehr zu den Oberbayern in März binnen einer Woche zweimal den Aufstieg.

"Ich habe eine Mannschaft gesehen, die etwas Unglaubliches geleistet hat, aber leider um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wurde", schimpfte der Coach und prangerte die lange Nachspielzeit sowie das vermeintliche Foulspiel vor dem Tor zum 1:3 an. "Da geht es drunter und drüber in der letzten Minute. Fakt ist, dass wir eine Nachspielzeit hatten, die für mich unverständlich ist. Wenn Kontakt da ist, ist es ein Foul. Das ist natürlich brutal. Was soll ich dazu sagen."

Orals Vertrag läuft bis 2021. Dann soll es ein Happy-End mit den Schanzern geben. Vereinsboss Jackwerth (63) erklärte trotzig: "Wir treten nicht an, um im Mittelfeld zu landen. Das wird nächstes Jahr wieder so sein." Vielleicht erhört ihn der Fußball-Gott. − dpa












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Hamburger SV
8
17:11
17
2.
Osnabrück
9
13:11
16
3.
Greuther Fürth
8
16:8
15
4.
Aue
9
14:9
15
5.
Paderborn
9
14:8
14
6.
Bochum
8
12:9
14
7.
Karlsruhe
9
14:10
13
8.
Kiel
8
10:8
13
9.
Darmstadt
9
16:18
12
10.
Regensburg
9
12:15
12
11.
Düsseldorf
8
8:10
11
12.
Nürnberg
8
14:12
10
13.
Hannover
8
12:10
10
14.
Heidenheim
8
12:11
9
15.
Sandhausen
9
9:16
8
16.
Braunschweig
9
10:20
8
17.
St. Pauli
9
12:17
7
18.
Würzburg
9
9:21
4





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