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06.09.2019 | 11:58 Uhr

"Springe nicht auf den erstbesten Zug auf": Ex-Club-Trainer Michael Köllner im Interview

von Alexander Augustin

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Genießt seine Auszeit: Michael Köllner ist seit Februar ohne Trainer-Job. Er hat die Zeit genutzt, um sich zu reflektieren. Nun sei er bereit, wieder eine Aufgabe zu übernehmen, sagt er. −Foto: Jan Hübner/imago images

Genießt seine Auszeit: Michael Köllner ist seit Februar ohne Trainer-Job. Er hat die Zeit genutzt, um sich zu reflektieren. Nun sei er bereit, wieder eine Aufgabe zu übernehmen, sagt er. −Foto: Jan Hübner/imago images

Genießt seine Auszeit: Michael Köllner ist seit Februar ohne Trainer-Job. Er hat die Zeit genutzt, um sich zu reflektieren. Nun sei er bereit, wieder eine Aufgabe zu übernehmen, sagt er. −Foto: Jan Hübner/imago images


Im Februar wurde Michael Köllner (49) als Trainer beim 1. FC Nürnberg entlassen. Heute empfindet er das als Glücksfall. Die Heimatzeitung hat sich mit dem ehemaligen DFB-Stützpunktleiter für Ostbayern getroffen, um mit ihm über seine Zukunftspläne zu sprechen .

Herr Köllner, Sie bauen sich gerade ein Team aus Co-, Torwart- und Athletiktrainer um sich herum auf. In Zukunft sind sie also nur noch im Paket vermittelbar?
Michael Köllner: : Das nicht. Aber ich muss ja, wenn es so weit ist, auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Der Verein, der keine Co- oder Torwarttrainer hat, wird nicht sagen: Sie haben jetzt nochmal vier Wochen Zeit zu suchen. Einen Co-Trainer hast du ja eh immer fest in deinem Team. Athletiktrainer und Spielanalysten sind sehr wichtig geworden. Wenn du alles schon beieinander hast, kannst du je nach dem Bedürfnis des Vereins auf dein Personal zurückgreifen. Am Ende sprechen wir hier von einer Topvorbereitung auf die nächste Herausforderung.

Das heißt, Sie sind bereit, wieder einen Verein zu übernehmen.
Köllner: Die Pause war gut, ich verspüre keinen Druck - aber wenn es soweit ist: Ich bin bereit.

Welches Angebot müsste denn kommen, damit Sie sich damit beschäftigen?
Köllner: Da gibt es kein festes Raster. Ich bin für Vieles offen. Ich bin jetzt seit knapp 30 Jahren Trainer, obwohl ich erst 49 bin. Insofern habe ich schon viel erlebt, war bereits in fast allen Ligen Trainer. Die C-Klasse fehlt mir noch. Die ist aber eher keine Option (lacht). Ich war beim DFB in der Talentförderung Koordinator, habe in Nürnberg das Nachwuchsleistungszentrum verantwortet. Solche Tätigkeiten schließe ich auch nicht aus, auch wenn es natürlich sehr erfüllend ist, auf dem Platz zu stehen. Die neue Aufgabe muss interessant sein und ich muss das Gefühl haben, dass ich mich als Person bestmöglich einbringen kann mit den Qualitäten, die ich habe.

Wie viele konkrete Angebote gab es denn schon?
Köllner: Es kommt eigentlich jeden Tag etwas rein. Viele Anfragen sind aber nur lose. Nur wenige Konstellationen werden dann wirklich konkret. Ich bin schon wählerisch. Es geht mir nicht darum, um jeden Preis etwas anzunehmen, nur um einen Job zu haben.

Seit Mitte Februar sind Sie nicht mehr Trainer in Nürnberg. Verfolgen Sie den Club noch?
Köllner: Das war ein intensive, aber eine superschöne Zeit. Da wächst einem der Verein natürlich ans Herz. Wenn man im Epizentrum 1. FC Nürnberg steht, kann man nachvollziehen, wieso Leute seit 50, 60 Jahren oder ihr Leben lang Club-Fan sind. Es sind noch viele Spieler aus der vergangenen Saison da und mit dem Aufstieg in die Bundesliga sind wir alle gemeinsam sehr erfolgreich gewesen. Ich lebe noch in Nürnberg, weil es mir dort gefällt. Und natürlich interessiere ich mich noch dafür, was beim 1. FC Nürnberg so läuft.

Was ist in Ihrem Leben passiert seit Ihrer Beurlaubung?
Köllner: Vieles (lacht). Zum einen komme ich zur Ruhe. Ich habe gemerkt, wie intensiv die letzten drei Jahre waren. Klar, am Anfang ist es nicht sonderlich toll, entlassen zu werden. Wenn man die Zeit hinterher aber als lehrreich einstuft – und das habe ich getan –, dann hilft das. Ich hatte Zeit, mich persönlich weiterzuentwickeln. Vorher lag mein Fokus eher auf der Entwicklung meiner Spieler. Es ist eine super Zeit. Wo kann man denn mit 49 Jahren einmal aussteigen und fünf oder zehn Schritte zur Seite gehen? So konnte ich analysieren: Wo stehe ich? Nicht nur im Job, sondern auch im Leben. Was will ich verändern? Und welches Angebot möchte ich annehmen, um mich als Mensch und auch im Job weiter zu entwickeln? Die Tage sind gerade relativ kurz, das Pensum ist hoch. Aber natürlich habe ich jetzt auch mal wieder Zeit, mich um mich selbst zu kümmern, Sport zu machen. Ich habe die Ruhe zu sagen: Wenn kein passendes Angebot kommt, dann bleibe ich halt zu Hause. Ich springe nicht auf den erstbesten Zug auf, der kommt.

Ganz mit dem Fußball abschließen ist aber keine Option.
Köllner: Es ist für mich ein Lebenstraum, etwas im Fußball zu machen, das habe ich mir als Kind schon vorgestellt. Aber es war nicht in meinem Lebensplan, Bundesliga-Trainer zu werden. Das hat sich einfach ergeben. Der Fußball macht mir immer noch sehr viel Spaß, aber wie lange ich das mache, das weiß ich selber noch nicht. Man merkt, wie kräftezehrend das ist. Ich habe vor, noch lange und gut zu leben.

Das ausführliche Gespräch mit Michael Köllner über seine Zeit beim 1. FC Nürnberg, seine besondere Beziehung zu Club-Verteidiger Lukas Mühl und seine Zeit als DFB-Stützpunktkoordinator Ostbayern, lesen Sie am Freitag (6. September) in Sportteil der Passauer Neuen Presse und ihren Heimatausgaben oder am Online-Kiosk.












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Aue
1
3:0
3
2.
Hannover
1
2:0
3
2.
Heidenheim
1
2:0
3
4.
Sandhausen
1
3:2
3
5.
Hamburger SV
1
2:1
3
6.
Kiel
1
1:0
3
7.
Bochum
1
2:2
1
7.
St. Pauli
1
2:2
1
9.
Regensburg
1
1:1
1
9.
Nürnberg
1
1:1
1
9.
Greuther Fürth
1
1:1
1
9.
Osnabrück
1
1:1
1
13.
Darmstadt
1
2:3
0
14.
Düsseldorf
1
1:2
0
15.
Paderborn
1
0:1
0
16.
Karlsruhe
1
0:2
0
16.
Braunschweig
1
0:2
0
18.
Würzburg
1
0:3
0





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