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14.01.2019 | 06:00 Uhr

Ein Außenseiter siegt, wenige Zuschauer beim Endspiel: Die Reaktionen auf das Kreisfinale im Westen

von Bernhard Nadler

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Die Fans der Spvgg Landshut machte auf den Rängen richtig Stimmung. −Foto: Magdalena Nadler

Die Fans der Spvgg Landshut machte auf den Rängen richtig Stimmung. −Foto: Magdalena Nadler

Die Fans der Spvgg Landshut machte auf den Rängen richtig Stimmung. −Foto: Magdalena Nadler


Ein Außenseiter ist erster Hallenfußballmeister im neuen Fußballkreis Niederbayern West: Der Bezirksligist FC Ergolding gewann das Turnier durch ein 1:0 im Endspiel gegen den TuS Pfarrkirchen. Auch der FC Eintracht Landshut und der FC Dingolfing lösten das Ticket zur Teilnahme an der niederbayerischen Meisterschaft am 20. Januar in Salzweg.

"Wir waren die beste Mannschaft heute hier," sagte Pfarrkirchens spielender Trainer Tobias Huber nach dem Turnier ein kleines bisschen verbittert. "Wir haben das ganze Turnier über sehr gut gespielt, haben nur zwei Gegentore zugelassen und waren auch im Finale über weite Strecken die bessere Mannschaft. Aber da gehört halt auch ein Stück weit Glück dazu. Für die Niederbayerische waren wir schon qualifiziert, aber wir hätten schon gerne gewinnen mögen," fügte Tobias Huber hinzu, der aber natürlich dem Turniersieger gratulierte.

Pfarrkirchen mit Tobias Huber (rechts) und Thomas Baumgartner brachten im Halbfinale den FC Dingolfing mit Tobias Johann zur Strecke. −Foto: Magdalena Nadler

Pfarrkirchen mit Tobias Huber (rechts) und Thomas Baumgartner brachten im Halbfinale den FC Dingolfing mit Tobias Johann zur Strecke. −Foto: Magdalena Nadler

Pfarrkirchen mit Tobias Huber (rechts) und Thomas Baumgartner brachten im Halbfinale den FC Dingolfing mit Tobias Johann zur Strecke. −Foto: Magdalena Nadler


Der FC Ergolding wollte der Schilderung von Tobias Huber gar nicht widersprechen. Trainer Beppo Cafariello freute sich riesig über den Erfolg seiner Mannschaft: "Natürlich bin ich sehr zufrieden. Es waren zwei klasse Mannschaften und auch die richtigen Mannschaften im Endspiel. Der glücklichere hat gewonnen." Sein Ziel war das Erreichen des Halbfinales und wenn man dort schon mal war, wollte Ergolding natürlich auch den Sieg. Cafariello: "Ich bin sehr zufrieden."

Weniger zufrieden durfte der bayerische Fußballverband sein. Eine halbvolle Tribüne bei den Finalspielen zeugte von geringem Interesse, während die Halle eine Woche vorher beim Bandenkick des FC Dingolfing auf Kunstrasen an selber Stelle noch für 500 begeisterte Zuschauer gesorgt hatte. Ausrichter SV Frauenbiburg sorgte jedenfalls dafür, dass am Turniertag alles passte.

Dass die Tribüne am Ende nur noch mager gefüllt war, lag auch am frühen Ausscheiden der Spvgg Landshut, die auf alle Fälle den inoffiziellen Preis für die besten Fans bekommen hätten. Mit Plakaten, Fahnen, Trommeln sorgten die Landshuter für Stimmung. Die Erwartungen konnte die Mannschaft, die als Landesligist als einer der Favoriten angetreten war, nicht erfüllen.

"Unsere ersten Spiele verliefen sehr unglücklich," berichtet Trainer Johannes Viehbeck. Nach dem deutlichen 0:3 gegen Kreisklassist Julbach-Kirchdorf verschenkte die Spiele nach Führung das Duell gegen Eintracht Landshut, verspielte dann eine 2:0-Führung gegen Ihrlerstein. "Ich kann der Mannschaft nur geringfügig einen Vorwurf machen, weil die Gegentore aus individuellen Fehlern entstanden sind. Dass wir es könnten, haben wir dann beim 5:0 gegen Dingolfing bewiesen. Unsere Fans waren der Wahnsinn. Jetzt gilt unser Augenmerk, dass wir topvorbereitet in die Rückrunde gehen."

Auch der Landshuter Kollege FC Eintracht sorgte für Stimmung auf den Rängen – aber auch wegen der Leistung. Die Mannschaft feierte erst den Gruppensieg und scheiterte im Halbfinale knapp am späteren Turniersieger Ergolding, während es dann zum 3. Platz reichte.

In dieser Gruppe hatte der FC Dingolfing schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Nach einem 1:1 gegen den FC Eintracht waren die Siege gegen Langquaid und Julbach bereits die Halbfinalqualifikation, ehe die Luft raus war. Ein 0:5 gegen Landshut schmerzte nicht mehr. Im Halbfinale bäumte man sich gegen TuS Pfarrkirchen noch einmal richtig auf, hatte aber das Nachsehen und dann ging auch das Spiel um Platz 3 kraftlos verloren. Trainer Holger Götz: "Wir haben unser Hauptziel erreicht. Wir sind bei der Niederbayerischen, da waren wir schon lange nicht mehr. Das ist das Wichtigste. Wir haben sehr gut gespielt, aber dann nachgelassen. Wir waren nicht mehr konzentriert und die Genauigkeit fehlte. Es hat am Ende die Power gefehlt."

In der anderen Vorrundengruppe dominierte der ungeschlagene TuS Pfarrkirchen. Schon das 4:0 zum Turnierauftakt gegen Landesliga-Kollege ASCK Simbach war ein Ausrufezeichen. Als der Gruppensieg feststand, leistet man sich gegen Frauenbiburg ein 0:0. Punktgleich waren der FC Ergolding und der ASCK Simbach, wobei Ergolding dank des besseren Torverhältnisses ins Endspiel einzog, im direkten Duell waren keine Tore gefallen.

Gastgeber SV Frauenbiburg belegte den 8. Platz im Turnier. Als Trainer war Eugen Gontscharow dabei: "Ich bin ziemlich zufrieden mit unserer Leistung. Wir waren nicht mit der besten Mannschaft da und es war definitiv nicht mehr drin, bei uns sind die richtigen zwei Mannschaften weitergekommen. Das Turnier war spannend, aber es hätten schon mehr Zuschauer sein können. Landshut hat gute Stimmung gemacht."

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