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Serie: Wie geht’s eigentlich...? | 25.06.2020 | 06:00 Uhr

Toptorjäger mit Knorpelschaden: Tobias Bielmeier – und seine ersten Schritte als Trainer

von Felix Drexler

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Wegen eines Knorpelschadens im Knie hat Ex-Torjäger Tobias Bielmeier seine Laufbahn beendet. Seit einem halben Jahr macht er beim Kreisligisten Geiersthal erste Schritte als Trainer. −Foto: Thomas Gierl

Wegen eines Knorpelschadens im Knie hat Ex-Torjäger Tobias Bielmeier seine Laufbahn beendet. Seit einem halben Jahr macht er beim Kreisligisten Geiersthal erste Schritte als Trainer. −Foto: Thomas Gierl

Wegen eines Knorpelschadens im Knie hat Ex-Torjäger Tobias Bielmeier seine Laufbahn beendet. Seit einem halben Jahr macht er beim Kreisligisten Geiersthal erste Schritte als Trainer. −Foto: Thomas Gierl


Er ist ein echter Vollblutstürmer, schnell, ehrgeizig, treffsicher. Über 200 Mal stand Tobias Bielmeier (32) für die Spvgg Ruhmannsfelden auf dem Platz, netzte über 100 Mal ein. Auch dank seiner Tore marschierten die Lerchenfeldkicker von der Bezirksoberliga bis in die Bayernliga. Seit einem halben Jahr macht der 32-jährige Böbracher nun seine ersten Schritte als Cheftrainer.

Gemeinsam mit Martin Weindl (36) steht er beim Kreisligisten SV Geiersthal in der Verantwortung. Nach der Saison rückt Bielmeier wieder ins zweite Glied. Als Co-Trainer wird er dann Matthias Pauli (36) unterstützen, der im Winter von Ruhmannsfelden zu den Rot-Weißen gewechselt ist. "Das ist so abgesprochen und macht für alle Beteiligten am meisten Sinn", sagt Bielmeier, der seine aktive Laufbahn im vergangenen Sommer beendet hat.

Ein Knorpelschaden im Knie macht ihm bereits seit 2005 immer wieder zu schaffen. "Irgendwann hat mich der Arzt dann vor die Wahl gestellt: Aufhören oder mit 40 ein neues Knie bekommen. Da habe ich Ersteres gewählt." Eine Entscheidung, die ihm nicht leicht fällt. "Gerade bei engen Spielen möchte ich der Mannschaft weiterhelfen, aber das geht halt jetzt nicht mehr." Sein Knie dankt es ihm, die Beschwerden werden weniger. Aber: "Ganz ohne Fußball geht’s halt nicht", sagt Bielmeier. Umso mehr freut er sich über das Vertrauen, das die Geiersthaler Verantwortlichen in ihn setzen.

Nach über 14 Jahren verlässt er im Sommer 2017 das Lerchenfeld, wechselt von Ruhmannsfelden nach Geiersthal, wo er erstmals mit seinem Bruder Dominik (26) in einer Mannschaft spielt. Unter Sascha Trenz fungiert er zunächst als spielender Co-Trainer, trifft häufig, zieht aber nach wieder stärker werdenden Knie-Beschwerden einen endgültigen Schlussstrich unter seine Spielerlaufbahn. Als Trenz im vergangenen Oktober entlassen wird, steht Bielmeier bereit und coacht seitdem an der Seitenlinie. Die Umgewöhnung macht ihm keine Probleme. "Klar, man braucht als Trainer eine gewisse Distanz zur Mannschaft, da fallen auch mal ernste Worte, aber insgesamt haben wir eine gute Ebene gefunden." Überhaupt fühlt sich Bielmeier wohl beim "Geier". "Der Verein ist eine große Familie. Die Mannschaft spielt zum Großteil schon seit Jahren zusammen. Viele Spieler sind befreundet."

Mit dem Fußballspielen müssen sich allerdings im Moment auch die Geiersthaler gedulden – der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat die Saison aufgrund der Corona-Pandemie bis mindestens Anfang September ausgesetzt, das Training ist bislang nur eingeschränkt erlaubt. Wie es weitergeht? "Alle hoffen natürlich, dass wir bald wieder mit Kontakt trainieren dürfen", sagt Bielmeier, der im Servicebereich einer lokalen Firma arbeitet. "Sonst macht das wenig Sinn." Ohnehin sieht er auf den Fußball schwierige Zeiten zukommen. "Wir haben schon die Wintervorbereitung durchgezogen, dann kam die Pause und nun sollen wir von vorne starten. Das der Mannschaft zu vermitteln, wird sehr schwierig." Bielmeier befürchtet große Benachteiligungen, gerade für kleinere Vereine. Er spricht sogar von Wettbewerbsverzerrung. "Nach der langen Pause suchen sich manche Spieler womöglich ein anderes Hobby. Gleichzeitig kann die finanzkräftigere Konkurrenz das Transferfenster im Sommer nutzen und personell nochmal nachrüsten."

Fest steht: Sollte die Saison starten, erwartet Geiersthal einen harten Kampf um den Klassenerhalt. In der Kreisliga Straubing steht der Verein auf Rang zehn – und damit gerade noch "über dem Strich". Mit dem Training starten Bielmeier und Co. am Freitag, 3. Juli. Bis dahin halten sich Spieler und Trainer mit gemeinsamen Radtouren fit.
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Kirchroth
16
58:11
43
2.
TSV Regen
16
35:11
37
3.
Niederalteich
16
41:20
34
4.
Steinach
16
21:20
25
5.
SC Zwiesel
16
28:25
24
6.
Neuhausen/Offenb.
16
37:35
23
7.
Prackenbach
16
29:30
23
8.
Auerbach
16
21:24
22
9.
DJK SB Straubing
16
33:30
21
10.
Geiersthal
16
21:30
17
11.
Viechtach
16
22:26
16
12.
Motzing
16
20:37
13
13.
Niederwinkling
16
14:45
11
14.
Frauenau
16
11:47
7




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