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Kreisliga Straubing  |  19.11.2021  |  13:07 Uhr

Riesen-Ärger über den BFV: In der Kreisliga Straubing wollen vier Teams nicht spielen, müssen aber

von Felix Drexler

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−Foto: Red

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Eigentlich ist die Sache eindeutig: Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen und der dramatischen Pandemie-Entwicklung will in der Kreisliga Straubing keine der vier in diesem Jahr noch aktiven Mannschaften am Wochenende antreten, sie müssen aber. Das letzte Wort hat in dieser Angelegenheit der Bayerische Fußball-Verband (BFV) – und dieser pocht auf die Austragung beider Partien.

Zwei Nachholspiele sind für dieses Wochenende angesetzt: Am Samstag (14 Uhr) empfängt der TSV Regen den ASV Degernbach, am Sonntag (14 Uhr) gastiert der SV Geiersthal bei der DJK Straubing. Dass der BFV die Partien unbedingt durchziehen will, darüber herrscht großes Unverständnis bei allen vier Klubs.

"Wir wollen nicht spielen, müssen aber", sagt Regens Sportlicher Leiter Andreas Greil. Gleich mehrere Gründe würden seiner Ansicht nach für eine Absage sprechen: "Man stelle sich nur einmal vor, es verletzt sich ein Spieler, bekommt aber im Krankenhaus keinen Platz." Über eine halbe Stunde habe er mit Bezirksspielleiter Richard Sedlmaier genau darüber diskutiert – vergeblich. Der BFV besteht auf die Austragung.

Auf Nachfrage der Heimatzeitung sagt Sedlmaier: "Wenn nichts gegen eine Austragung spricht, zum Beispiel der Corona-Paragraf 94, muss gespielt werden." Der BFV-Chef verweist auf Studien, die eine geringe Ansteckungsgefahr auf dem Fußballplatz belegen. Um das Risiko weiter zu minimieren, könnten auch die Vereine eigenmächtig handeln, beispielsweise die Kabinen und den Kiosk zusperren.

Regens Sportchef Andreas Greil will sich mit der Entscheidung des BFV nicht abfinden. "Wir müssen das noch intern besprechen. Aber wenn es nach mir geht, spielen wir nicht." Auch der Weg vor das Sportgericht kommt laut Greil infrage.

Die Winterpause vorzeitig einläuten würde auch gerne der SV Geiersthal. Doch, Stand Freitagnachmittag, findet die Partie am Sonntag bei der DJK Straubing statt. Dabei musste der SVG zuletzt vier Wochen lang pausieren, im Verein gab es mehrere Corona-Fälle. Daher erwartet die Mannschaft von Spielertrainer Matthias Pauli im Frühjahr ein echtes Mammutprogramm. "Wir hätten trotzdem gerne auf diese Partie verzichtet, aber der BFV besteht darauf, dass die 90 Minuten ausgetragen werden", sagt Abteilungsleiter Thomas Ketzer.

Warum das Spiel in der jetzigen Lage stattfinden muss, darüber herrscht auch in Straubing blankes Entsetzen. Trainer Andreas Bauer hofft auf ein Einsehen des Verbandes. "Zum ursprünglichen Zeitpunkt hat Geiersthal um Verlegung gebeten und wir kamen dieser Bitte aus Solidarität gerne nach. Jetzt sollen wir für diese Solidarität büßen, obwohl sich beide Vereine einig sind, dass es in der jetzigen Situation unverantwortlich ist zu spielen. Die Krankenhäuser laufen voll, in Straubing werden keine Patienten aufgenommen, Sachsen geht in einen Lockdown, das RKI empfiehlt Kontaktbeschränkungen – und wir sollen spielen? Das passt nicht."

Jeder Spieler habe zudem eine Familie und gehe einer Arbeit nach. "Deshalb sollte man als Verband Paragraf Paragraf sein lassen und im Sinne des Menschen handeln! Wir haben einige Spieler, die Probleme in der Arbeit bekommen und daher nicht spielen, außerdem haben einige Bedenken wegen der Familie. Und ich verstehe und unterstütze das. Am Ende bleibt nur die Hoffnung, dass sich der Verband Im Sinne seiner Mitglieder entscheidet."












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV Regen
16
39:13
34
2.
Neuhausen/Offenberg
17
43:30
31
3.
Kirchberg i.W.
17
41:26
29
4.
Niederalteich
17
40:32
26
5.
Auerbach
16
26:23
24
6.
Motzing
17
32:34
23
7.
DJK-SB Straubing
16
34:42
23
8.
SC Zwiesel
17
29:29
23
9.
Steinach
17
37:33
21
10.
Geiersthal
15
26:22
20
11.
Degernbach
14
27:27
19
12.
Prackenbach
17
19:38
16
13.
Perkam
17
25:44
15
14.
Handlab-Iggensbach
17
20:45
13




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