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11.10.2018 | 06:00 Uhr

"Sonst hauen die sich die Knöchel kaputt": Starkl und Enzesberger – sie müssen "Polling" eher bremsen

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Hochgefühl in Oberpolling: Das Team um die Spielertrainer Mario Enzesberger (rechts) und Alexander Starkl (Mitte) steht an der Spitze der Kreisliga Passau. −Foto: Escher

Hochgefühl in Oberpolling: Das Team um die Spielertrainer Mario Enzesberger (rechts) und Alexander Starkl (Mitte) steht an der Spitze der Kreisliga Passau. −Foto: Escher

Hochgefühl in Oberpolling: Das Team um die Spielertrainer Mario Enzesberger (rechts) und Alexander Starkl (Mitte) steht an der Spitze der Kreisliga Passau. −Foto: Escher


Halbzeit im neuen Fußball-Kreis Ost – die ersten Herbstmeister sind gekürt, die ersten Trainerwechsel vollzogen, die ersten verrückten Geschichten geschrieben. Zeit also für ein kleines Fazit. heimatsport.de hat die Klassen im Kreis Ost analysiert und einige Auffälligkeiten herausgepickt. Unsere Halbzeit-Highlights quasi – diese wollen wir euch in den kommenden Tagen als kleine Serie präsentieren. Teil 2: Kreisliga-Passau Spitzenreiter SV Oberpolling – zwei neue Trainer und ein super Lauf.

Von Jonas Kraus und Andreas Lakota

Mario Enzesberger, Co-Trainer von Kreisliga-Tabellenführer SV Oberpolling, hat gut lachen. Während bei vielen Amateurteams zum Ende des Fußballjahres Intensität und Beteiligung im Training merklich nachlassen, befindet sich der 26-Jährige in einer komfortablen Situation. "Wir müssen die Jungs derzeit immer wieder bremsen", erzählt er lachend, "sonst hauen die sich die Knöchel kaputt." Dieser Einsatz spiegelt sich in den Ergebnissen der laufenden Saison wider. Seit dem sechsten Spieltag hat der SVO alles gewonnen und in den letzten drei Partien sage und schreibe 17 Treffer erzielt. Acht dieser 17 Treffer gehen auf das Konto von Trainer Alex Starkl (31), der vor der Saison von Landesligist Hauzenberg gekommen war.

Dass der SVO um die vorderen Plätze der Kreisliga Passau mitspielen würde, kommt nicht ganz überraschend. Der ohnehin starke Kader (Platz vier im Vorjahr) blieb nahezu unverändert, lediglich Trainer Sebastian Tanzer (32) wurde durch Alex Starkl und Mario Enzesberger (26), der von Regionalligist Schalding gekommen war, ersetzt. "Aber dass es so gut läuft, hat keiner erwartet", so Enzesberger. Und Kollege Starkl führt an: "Nein, damit haben wir nicht gerechnet, auch wenn wir von der Mannschaft von Beginn an positiv überrascht waren."

Starkl beeindruckte vor allem die körperliche Verfassung der Spieler zum Start in die Vorbereitung. "Die waren alle unglaublich fit. Wir haben einen Shuttle-run-Test gemacht, da wurden überragende Ergebnisse erzielt." Auch fußballerisch sei viel Potenzial vorhanden, "das hat man gleich gesehen". Was gefehlt habe, war oftmals die Konstanz − diese habe sich nun eingestellt, wobei Starkl auch warnt. "Wir haben derzeit einen Lauf, da klappt einfach vieles. Aber es geht auch schnell in die andere Richtung gehen. Wir haben jetzt vor dem Winter noch vier schwere Spiele – da wird sich zeigen, wie weit wir wirklich schon sind."

Über die Bezirksliga – versichert Starkl – denkt in Oberpolling derzeit noch niemand nach. Sollte man zum Winter noch immer ganz oben stehen, werde man sich zusammensetzen und über neue Ziele sprechen. "Dann stellen wir uns sicher nicht hin und sagen, wer wollen Vierter werden."

Dass es für Oberpolling so gut läuft, liegt sicher auch an der Torgefahr des neuen Trainers. 16 Tore und neun Vorlagen hat Starkl nach 13 Spielen auf dem Konto stehen. "Er ist einer, der den Unterschied macht und Sachen kann, die außer ihm in dieser Liga keiner macht", lobt Enzesberger seinen Trainerkollegen, bevor er lachend nachschiebt: "Ein Sprinter aber wird er nicht mehr."

Nicht nur die sportliche Leistung von Starkl sucht in der Kreisliga ihresgleichen. Obwohl der 31-Jährige beim SVO seine erste Trainerstation angetreten hat, erledigt er diesen Job bereits äußerst routiniert und gewissenhaft. "Alex ist da voll in seinem Element", berichtet Enzesberger. Die beiden stehen täglich in Kontakt und arbeiten Trainingsinhalte aus. "Manchmal werfen wir eine Aufstellung vor dem Spiel fünfmal wieder um, weil der andere wieder eine neue Idee hat", sagt Enzesberger. Dabei kommt beiden ihre höherklassige Erfahrung zu Gute, so konnten sie sich viel von erfahrenen Übungsleitern abschauen.

Enzesberger selbst blickt auf eine schwere Hinserie zurück. Nach seinem Wechsel vom SV Schalding quälte er sich mit Schmerzen im Oberschenkel, die Ärzte diagnostizierten einen Faserriss. Wochenlang pausierte der Mittelfeldantreiber, das erste Saisonspiel gegen Karpfham (0:2) verpasste er verletzungsbedingt. "Das war unfassbar bitter für mich"; erinnert sich Enzesberger. Die Schmerzen wurden trotz der langen Pause nicht besser, ein Besuch beim Heilpraktiker brachte dann die wahre Diagnose zum Vorschein: Entzündung einer Sehne. Nach der richtigen Behandlung kehrte aber er zurück auf den Platz und stabilisierte fortan das Mittelfeld.

Trotz der Herbstmeisterschaft sieht auch Enzesberger seine Mannschaft nicht in der Aufstiegspflicht. "Das sind alles super Jungs, die hart arbeiten und sich diese Ergebnisse deswegen auch verdient haben", sagt er, "aber die Liga ist unglaublich hart." Vom Kader her sieht er Mannschaften wie Vilshofen und Tiefenbach stärker besetzt, auch Grainet hält er für sehr gefährlich. "Wir werden jetzt nichts erzwingen", so der 26-Jährige, "aber natürlich wollen wir so lange wie möglich vorne bleiben."

Hier lesen lesen Sie Teil 1: Die Serien-Sieger aus Beutelsbach – "da geht was voran"












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Oberpolling
17
50:17
43
2.
Grainet
17
48:18
39
3.
Vilshofen
17
50:21
36
4.
Tiefenbach
17
33:19
33
5.
Karpfham
17
27:16
30
6.
Hohenau
17
36:20
25
7.
Neßlbach
17
25:30
22
8.
Vornbach
17
22:33
21
9.
Riedlhütte
17
21:29
18
10.
Hintereben
17
24:39
18
11.
Hartkirchen
17
20:38
18
12.
Garham
17
21:39
14
13.
Fürstenzell
17
17:34
11
14.
FC Dreisessel
17
19:60
10




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