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14.03.2020 | 12:57 Uhr

"Bescheidenste Trainingsverhältnisse in Niederbayern": Jägerwirths Fußballer treten auf der Stelle

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"Der Sandplatz ist nicht mehr bespielbar", sagt DJK-Vorsitzender Franz Varga. Die Jugend des Vereins müht sich im Training sichtlich mit dem schlammigen Geläuf. −Foto: Thomas Jäger

"Der Sandplatz ist nicht mehr bespielbar", sagt DJK-Vorsitzender Franz Varga. Die Jugend des Vereins müht sich im Training sichtlich mit dem schlammigen Geläuf. −Foto: Thomas Jäger

"Der Sandplatz ist nicht mehr bespielbar", sagt DJK-Vorsitzender Franz Varga. Die Jugend des Vereins müht sich im Training sichtlich mit dem schlammigen Geläuf. −Foto: Thomas Jäger


"Es war schon mal einfacher, 1. Vorsitzender der DJK Jägerwirth zu sein", sagt Franz Varga. Die Nachwuchssorgen, die andere Vereine haben, plagen Varga zwar nicht, dafür habe seine Jugend "die wohl bescheidensten Trainingsverhältnisse in ganz Niederbayern". Die DJK wünscht sich seit vielen Jahren einen zweiten Rasenplatz; seit über einem Jahr drängt der Verein mit Nachdruck auf eine Lösung. Doch die ist immer noch nicht in Sicht.

Im April 2019 sollte der Marktgemeinderat eine Grundsatzentscheidung treffen: Nachdem ein zweiter Rasenplatz an der Sportanlage in Jägerwirth wegen offener Grundstücksfragen auf absehbare Zeit nicht realisierbar war, hatte der Verein beantragt, den bestehenden, einzigen Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Mit 16:4 Stimmen wurde das Thema vertagt; das Gremium wollte mehr Informationen, etwa über die Kosten für einen Kunstrasen. Die Kostenschätzung gibt es bis heute nicht.

"Das ist frustrierend", sagt Franz Varga über die Stimmung im Verein. "Uns kommt es so vor, als hätte der Bürgermeister kein gesteigertes Interesse an der Sache." Der Bürgermeister widerspricht entschieden: "Auch ich will einen Ausweichplatz für die DJK Jägerwirth. Ich bin der letzte, der ihnen das nicht gönnt", sagt Manfred Hammer auf PNP-Nachfrage. Und: "Es tut mir leid, dass wir in Jägerwirth so schwer oder gar nicht vorankommen." Zuletzt hätten einige Großprojekte der Gemeinde und der Wahlkampf seine Zeit beansprucht, erklärt er.

Die Kostenschätzung für den Kunstrasen liege noch nicht vor, weil der mit den Bodenuntersuchungen beauftragte Geologe noch keine Ergebnisse geliefert habe, erklärt der Bürgermeister. Im September war der Auftrag für gut 10000 Euro erteilt worden; zwei Standorte sollten untersucht werden. In Jägerwirth wurde die Untersuchung nach Rücksprache mit dem Verein zurückgestellt, am zweiten möglichen Kunstrasenstandort in Fürstenzell beim Hartplatz sei der Spezialist noch nicht gewesen, berichtet Hammer. Erst wenn dessen Einschätzung vorliegt, können die Kosten seriös geschätzt werden. "Ich werde da mal nachfassen", kündigt er an.

Derweil wird der Geduldsfaden der Jägerwirther Fußballer immer kürzer. "Die Lage ist bescheiden, extrem bescheiden", sagt der Vorsitzende. Der einzige Rasenplatz hat kein Flutlicht und ist daher für den abendlichen Trainingsbetrieb im Winter nicht geeignet. Der Sandplatz ist beleuchtet, aber speziell bei nasser Witterung "nicht mehr bespielbar", wie Varga sagt. "Wir haben in unserer Jugend Gott sei Dank noch einen guten Zulauf", sagt er. An die 100 Kinder und Jugendliche zählt der Verein, insgesamt sind es laut Vorsitzendem derzeit zwischen 430 und 440 Mitglieder. Ein starkes Fundament, aber: "Wenn man sich als Verein im Jugendbereich nicht weiterentwickeln kann, geht es irgendwann um die Existenz." Findet sich keine Lösung für die Platzfrage sei im Extremfall sogar die Auflösung der Fußballsparte denkbar, warnt Franz Varga.

Mögliche Lösungen gibt es viele; Varga hat sie nummeriert: 1a ein Kunstrasenplatz zusätzlich zum Rasenspielfeld, 1b ein zweiter Rasenplatz, 1c der Rasenplatz wird in einen witterungsunabhängig bespielbaren Kunstrasenplatz umgebaut – jeweils mit Flutlicht, versteht sich. "Eine Vision, wäre, den kompletten Sportplatz zu verlagern", sagt Varga, Hoffnung hat er aber keine: "Wenn es schon ein Problem ist, einen Hektar Grund für einen Ausweichplatz zu finden, wo sollen wir dann 3,5 Hektar hernehmen?"

"Grundstück, Grundstück und Grundstück", nennt auch der Bürgermeister als Knackpunkt. Er habe mit "ein paar" Grundstücksbesitzern Gespräche geführt, sagt Hammer, ins Detail will er nicht gehen. Er wolle sich "so bald wie möglich" mit der Vereinsspitze des DJK Jägerwirth treffen. − ska












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Ortenburg
16
47:12
40
2.
Fürstenzell
16
39:21
29
3.
Aunkirchen
16
32:24
27
4.
Unteriglbach
15
35:35
23
5.
Alkofen
16
27:32
23
6.
Künzing II
16
27:27
22
7.
Haarbach
16
32:30
22
8.
Jägerwirth
15
27:21
20
9.
SG Gergw./Pörnd./Göttersd.
16
26:25
19
10.
Beutelsbach
16
26:45
17
11.
Weng
16
21:30
15
12.
SG Hartkirchen/Pocking
16
21:37
15
13.
SG Neuk./Inn/Engertsham.
16
27:35
15
14.
Kirchham
16
28:41
11




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