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14.11.2018 | 11:45 Uhr

Fünf Titel-Rivalen, zwei Pünkterl Differenz – das wird ein ganz heißes Frühjahr in der KK Passau

von Jonas Kraus

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Packende Duelle - wie hier Straßkirchen mit Torwart Sascha Klingenheben gegen Eberhardsberg mit Spielertrainer und Torjäger Manuel Grillhösl – garantiert die hochspannende Kreisklasse Passau. −Foto: Andreas Lakota

Packende Duelle - wie hier Straßkirchen mit Torwart Sascha Klingenheben gegen Eberhardsberg mit Spielertrainer und Torjäger Manuel Grillhösl – garantiert die hochspannende Kreisklasse Passau. −Foto: Andreas Lakota

Packende Duelle - wie hier Straßkirchen mit Torwart Sascha Klingenheben gegen Eberhardsberg mit Spielertrainer und Torjäger Manuel Grillhösl – garantiert die hochspannende Kreisklasse Passau. −Foto: Andreas Lakota


Zur Winterpause war noch nie eine Meisterschaft entschieden. Doch während sich in vielen Klassen des Fußballkreises Niederbayern Ost die Zahl der Titelanwärter auf zwei bis drei eingeschränkt hat, ist es an der Spitze der Kreisklasse Passau so eng wie sonst nirgends. Die ersten fünf Teams liegen ganz nah zusammen: Spitzenreiter Eberhardsberg und den Tabellenfünften Obernzell-Erlau trennen gerade mal zwei Pünktchen.

Verschärft hat sich die Lage durch Straßkirchens 4:0-Sieg im Nachholspiel gegen Röhrnbach am vergangenen Samstag, durch den die DJK den direkten Konkurrenten überholen konnte und nun auf Rang 3 der Tabelle hinter Ruderting steht, während Röhrnbach als Vierter überwintert.

Der Spitzenreiter: DJK Eberhardsberg
Ganz vorne an der Spitze steht zum Winter mit der DJK Eberhardsberg ein Aufsteiger, dem nur wenige zugetraut haben, nach der Meisterschaft in der A-Klasse Waldkirchen auch in der KK um die vorderen Plätze mitzumischen, zumal sich der Kader nicht groß verändert hat. Neu sind lediglich Christoph Schätzl (22) und Christoph Bartl (26), die beide von Landesligist Hutthurm kamen. Mittelfeldspieler Bartl wurde auch gleich als Spielertrainer installiert und unterstützt Aufstiegscoach Manuel Grillhösl (33), der bereits zwölf Saisontreffer bejubeln durfte. "Ich habe gleich gemerkt, dass das eine super Truppe ist", sagt Bartl, "aber, dass es so gut läuft, habe ich nicht erwartet." Zumal die Mannschaft erst vor der Saison auf Viererkette umgestellt hat. "Natürlich läuft noch nicht alles rund, aber es wird immer besser." Aktuell hat der Primus den zweitgefährlichsten Angriff und gleichzeitig die zweibeste Verteidigung. Diese in allen Mannschaftsteilen starke Leistung führt Bartl vor allem auf die konstant hohe Trainingsbeteiligung zurück, an guten Tagen finden sich 25 Kicker zum Üben in Eberhardsberg ein. Auch Bartl selbst, der zum ersten Mal als Trainer in der Verantwortung steht, findet sich immer besser zurecht. "Am Anfang war das noch etwas schwierig, selbst zu spielen und gleichzeitig auf die anderen zu achten", erinnert er sich, "mittlerweile klappt das immer besser."

Titelambitionen: Der FC Ruderting mit Coach Sepp Gsödl ist im Aufstiegsrennen heiß dabei. – F.: Lakota

Titelambitionen: Der FC Ruderting mit Coach Sepp Gsödl ist im Aufstiegsrennen heiß dabei. – F.: Lakota

Titelambitionen: Der FC Ruderting mit Coach Sepp Gsödl ist im Aufstiegsrennen heiß dabei. – F.: Lakota


Verfolger Nr. 1: FC Ruderting

Als erster Verfolger des überraschenden Spitzenreiters geht der FC Ruderting, der nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter der DJK steht, in die Winterpause. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga hatte der neue Trainer Sepp Gsödl (53) zunächst befürchtet, es könnte etwas hängen geblieben sein. Dem war aber nicht so. "Alle meine Spieler waren von Anfang an topmotiviert." Gsödl verlangt von seinen Spielern, das Spiel zu gestalten, diese Qualität habe der Kader. In den meisten Spielen klappt das auch sehr gut, wenngleich "es eine sehr enge und ausgeglichene Liga ist". Noch mehr als die guten Resultate aber freut sich Gsödl über "super Stimmung" im Verein. "Da ist ein extremer Zusammenhalt da, das ist mir sehr wichtig." Einzig die plötzlichen Schwächephase seines Teams während eines Spiel nerven den Trainer. "Manchmal kriegen wir ein Gegentor und kommen dann komplett aus dem Tritt." Wenn seine Elf das abstelle, dann sei in dieser Spielzeit noch vieles möglich, seine Mannschaft habe es auf alle Fälle im Kreuz, bis zum Schluss vorne mitzumischen. Eine Vorgabe, sofort den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, gebe es aber von Vereinsseite nicht. Eine Prognose abzugeben sei ohnehin fast unmöglich, meint der erfahrene Trainer Gsödl: "An einen so engen Kampf um die Spitze kann ich mich nicht erinnern."

Torjäger Julian Luger will seinen FC Obernzell-Erlau im Titelrennen halten – zur Winterpause führt er die Torschützenliste mit 17 Treffern an. −Foto: Kaiser

Torjäger Julian Luger will seinen FC Obernzell-Erlau im Titelrennen halten – zur Winterpause führt er die Torschützenliste mit 17 Treffern an. −Foto: Kaiser

Torjäger Julian Luger will seinen FC Obernzell-Erlau im Titelrennen halten – zur Winterpause führt er die Torschützenliste mit 17 Treffern an. −Foto: Kaiser


Verfolger Nr. 2: DJK Straßkirchen

"Da hat schon viel gepasst", sagt Straßkirchen-Trainer Holger Stemplinger (34) nach dem wichtigen und unerwartet deutlichen Sieg im Nachholspiel gegen Röhrnbach, "das war der perfekte Jahresausklang." Dabei hatte der Coach nicht unbedingt mit einer erneut so starken Spielzeit gerechnet, nachdem seine Mannschaft am Ende der vergangenen Saison den Aufstieg durch eine Niederlage gegen Vornbach in der Relegation nur denkbar knapp verpasst hatte. "Da war schon ein Knick zu befürchten", sagt Stemplinger, "erstaunlicherweise kam der nicht."

Trotz einer sehr kurzen Vorbereitung und einem Kader, der dadurch immer wieder durch kleinere Verletzungen ausgedünnt worden ist, blieb die DJK ihrem offensiven Spielstil treu und hält mit 48 Treffern den Liga-Bestwert. Besonders Maxi Drechsler (10 Tore), Kapitän Sebastian Wagner (9) und Stürmer Andreas Hugger (10) präsentierten sich in Ballerlaune. "So kanns weitergehen", sagt Stemplinger, der damit rechnet, dass es bis zum Ende ein enges Rennen um den Aufstieg bleibt. "Ausrutscher darf man sich nicht erlauben."

Verfolger Nr. 3: SV Röhrnbach
Nur knapp hinter Strasskirchen rangiert der SV Röhrnbach, nach der 0:4-Niederlage im Nachholspiel konnte der Konkurrent wieder vorbeiziehen. "Diese Pleite will ich nicht zu hochhängen", sagt Trainer Otto Freund (55), der sich im Krankenhaus gerade von einer Knieoperation erholt. Vielmehr wolle er die positiven Aspekte einer bis dato sehr gelungenen Saison hervorheben. "Wir haben eine super Truppe, die fleißig ins Training geht und immer mit vollem Einsatz dabei ist." Dies macht sich vor allem in der Defensive bemerkbar, trotz der vier Gegentreffer gegen Straßkirchen stellt Röhrnbach mit lediglich 14 Gegentoren nach wie vor die beste Abwehr der Liga. Nur vorne drückt hin und wieder der Schuh, einen richtigen Goalgetter hat die Mannschaft nicht in ihren Reihen. "Unseren Stürmer fehlt momentan etwas das Glück. Wenn das wiederkommt, kommt auch das Selbstvertrauen." Dies sei auch nötig, um das "große Ziel" vom Aufstieg zu verwirklichen. Die Hauptlast als Trainer übernehmen fortan übrigens Co-Trainer Bastian Herbst (26) und Florian Lorenz (31). Freund, der nun bereits sein zweites künstliches Kniegelenk eingesetzt bekommen hat, will sich künftig etwas schonen. "Die zwei machen das super", sagt der erfahrene Trainer, der die beiden aber natürlich "weiter beraten" möchte.

Verfolger Nr. 4: FC Obernzell-Erlau
Punktgleich mit Röhrnbach liegt der FC Obernzell-Erlau auf Platz 5 in Lauerstellung. "Dass wir so weit vorne sind, war eigentlich nicht geplant", sagt Trainer Stephan Schätzl (32) lachend. Seine Mannschaft spiele trotz zahlreicher Ausfälle eine super Runde, "wir haben das als Team kompensiert". Einer aber sticht aus dem Kollektiv dann doch heraus: Torjäger Julian Luger (21) steht nach 16 Einsätzen bereits bei 17 Treffern. Für die Zeit nach der Winterpause setzt Trainer Schätzl dann auf die Rückkehr einiger Stammspieler, denn ohne die zahlreichen Verletzten, so der Übungsleiter, könnte sein Team gut und gerne noch den einen oder anderen Zähler mehr auf dem Konto haben. "Aber wir haben da gar keinen Druck." Schön wäre es natürlich, nächste Saison zum zehnjährigen Vereinsjubiläum in der Kreisliga an den Start zu gehen, aber wenn es nicht klappt, dann gehe die Welt auch nicht unter. Schätzl und sein Team fühlen sich wohl in der Rolle des Underdogs und wollen so lange es geht an der Spitze dranbleiben.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
SG Thyrnau/Kellberg
5
21:8
15
2.
1. FC Passau II
5
17:5
15
3.
Ruderting
5
14:7
12
4.
FC Schalding
5
16:6
10
5.
Kirchberg v.W.
4
11:6
10
6.
Büchlberg
5
6:9
7
7.
Straßkirchen
5
6:9
7
8.
Oberdiendorf
5
8:13
6
9.
Obernzell-Erlau
5
11:10
4
10.
SG Hochwinkl/Wildenranna
5
9:12
4
11.
Preming
5
11:17
4
12.
Nottau
5
8:17
3
13.
SG Preying/Tittling II
4
7:14
1
14.
Patriching
5
5:17
0




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