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HEIMATSPORT-JAHRESRÜCKBLICK | 31.12.2021 | 08:00 Uhr

Schmerzhaft und doch kurios: Die Verletzungsgeschichte des Jahres – zwei Brüder, zwei kaputte Schultern

von Michael Duschl

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Zwei Brüder, zwei Schultereckgelenkssprengungen: Florian und Johannes Pichler zogen sich in einem Spiel die gleiche Verletzung zu. −Foto: Verein

Zwei Brüder, zwei Schultereckgelenkssprengungen: Florian und Johannes Pichler zogen sich in einem Spiel die gleiche Verletzung zu. −Foto: Verein

Zwei Brüder, zwei Schultereckgelenkssprengungen: Florian und Johannes Pichler zogen sich in einem Spiel die gleiche Verletzung zu. −Foto: Verein


Das Jahr 2021 war emotional, manchmal zermürbend, aber vor allem: besonders, auch in sportlicher Hinsicht. In diesen Tag blicken die Passauer Neue Presse und Ihre Heimatausgaben auf die regionalen Sport-Highlights des Jahres zurück. In Serie präsentiert heimatsport.de die Auszüge. Teil 6: Die ebenso kuriose wie schmerzhafte Verletzungs-Duplizität zweier Brüder beim Freyunger Kreisklassisten DJK SG Schönbrunn.

Eigentlich war es eine schmerzhafte Erfahrung, aber Johannes Pichler (26) und sein Bruder Florian (23) mussten selbst darüber lachen: Am 1. August zogen sich die beiden Fußballer des Kreisklassisten DJK SG Schönbrunn im Heimspiel gegen Riedlhütte die gleiche Verletzung zu. Ein Foto der Pechvögel, das an jenem Sonntag entstand, wurde bundesweit bekannt.

Binnen weniger Spielminuten fallen beide Pichlers unglücklich auf die linke Schulter. Johannes kann nicht weiterspielen, sein jüngerer Bruder Florian erzielt unter Schmerzen später sogar den Ehrentreffer der Lusenkicker zum 1:4-Endstand. Anschließend werden die Schmerzen schlimmer und die Brüder aus Schönbrunn fahren ins Krankenhaus, wo sich herausstellt: Schultereckgelenksprengung – bei Johannes und Florian! Nach der Diagnose kommen sie zurück auf den Fußballplatz, wo jenes Foto entsteht: Florian und Johannes Pichler gehen – der linke Arm bandagiert, in der rechten Hand eine Bierflasche – am Spielfeld entlang. Zwei bemitleidenswerte Brüder und Amateurfußballer, die ihr Schicksal teilen und gelassen nehmen. "Gott sei Dank blieb uns beiden eine Operation erspart", sagt Johannes Pichler rückblickend. Die ersten beiden Wochen seien schmerzhaft gewesen, "seither erinnern wir uns mit einem Augenzwinkern daran", verrät der 26-Jährige und lacht. Unzählige Genesungswünsche erreichten beide in den Tagen danach.

Comeback mit zwei Toren nach der Einwechselung

Johannes feierte nach fünf Wochen Pause sein Comeback (mit zwei Toren nach der Einwechselung), sein Bruder stand 14 Tage später wieder mit seinen Freunden der DJK SG auf dem Rasen.

Noch lange danach wurden die Schönbrunner an die kurioseste Verletzungsgeschichte des Jahres erinnert. Sogar das bundesweit bekannte Fußball-Magazin "11 Freunde" druckte das Foto der Pichlers ab. Solidarisch blieben die Brüder auch während ihrer Zwangspause. Beim nächsten Heimspiel saßen sie als Kassierer am Spielfeldrand und leisteten so ihren Beitrag zu einem gelungenen Fußballtag unterm Lusen.

Mindestens genauso schmerzhaft wie die Verletzung ist für Johannes und Florian Pichler der bisherige Saisonverlauf in der Kreisklasse Freyung. Als Tabellensiebter spielen die sich im personellen Umbruch befindenden Lusenkicker im Aufstiegskampf keine Rolle mehr. Es droht die schlechteste Saison seit einer gefühlten Ewigkeit. "Das ist natürlich nicht unser Anspruch, die Rückrunde im Frühjahr können wir als Vorbereitung auf die nächste Saison nehmen", meint Vize-Kapitän Pichler. "Das Fußballjahr 2021 war zum Vergessen, es kann 2022 nur besser werden", kündigt er an.

Lesen Sie hier die bisher erschienenen Teile unseres Jahresrückblicks:
Teil 1: Auf zehn Quadratmetern zum Ironman auf Hawaii: Armin Reifs ungewöhnlicher Weg ins Triathlon-Paradies
Teil 2: Maximilian Entholzner und sein Sprung durch die Schallmauer: Passauer sorgt international für Furore
Teil 3: Der Knall vom 5. März: Wie eine Pressekonferenz des Deggendorfer SC in die Vereinsgeschichte einging
Teil 4: Corona und kein Ende: Wie der Sport 2021 mit Virus leben lernte – und warum die Zukunft trotzdem ungewiss ist
Teil 5: Historische Momente am Reuthinger Weg: Wie Schalding innerhalb kurzer Zeit zwei Drittliga-Absteiger düpierte












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Röhrnbach
17
55:14
44
2.
SG Neudorf/Neuschönau
17
40:17
39
3.
Riedlhütte
17
50:14
36
4.
Karlsbach
17
34:24
30
5.
SG Waldkirchen II/Böhmzwiesel
17
39:30
28
6.
FC Dreisessel
17
47:32
27
7.
Schönbrunn
17
29:31
24
8.
Schönberg
17
45:43
23
9.
Jandelsbrunn
17
35:37
20
10.
St. Oswald
17
20:30
19
11.
Altreichenau
17
17:35
17
12.
Haus i.W.
17
25:51
14
13.
Grafenau II
17
17:54
13
14.
Kumreut
17
20:61
4




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