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1:13, 0:20, 2:12... | 22.11.2020 | 13:39 Uhr

Diese Niederlage – sie bleibt unvergessen: Augenzeugen erinnern sich an schlimme Abfuhren im Amateurfußball

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Tief enttäuscht: DFB-Nationalspieler beim 0:6 am Dienstag im spanischen Sevilla. −Foto: Daniel Gonzales Acuna/dpa

Tief enttäuscht: DFB-Nationalspieler beim 0:6 am Dienstag im spanischen Sevilla. −Foto: Daniel Gonzales Acuna/dpa

Tief enttäuscht: DFB-Nationalspieler beim 0:6 am Dienstag im spanischen Sevilla. −Foto: Daniel Gonzales Acuna/dpa


Das 0:6 am Dienstag gegen Spanien ist die höchste Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft seit mehr als 89 Jahren. Und so groß das Entsetzen der Fans sein mag, so vernichtend das Presse-Echo: Die Kugel rollt weiter. Wer wüsste das besser als die Fußball-Vereine an der Basis. Da gibt's immer wieder mal deftige Niederlagen. Wir haben uns umgehört und uns von Augenzeugen aus ihren Erinnerungen an schlimme Abfuhren erzählen lassen.1:13Edi Kurz, Vorstand vom FC Vilshofen: "Die höchste Niederlage war in Wirklichkeit keine Niederlage. Wir haben am 25. August 2019 mit unserer Kreisliga-Mannschaft 1:13 verloren – und zwar gegen die Stars des FC Bayern. Aber diese Niederlage war keine Schmach wie jetzt bei der DFB-Auswahl mit ihrem 0:6 gegen Spanien, bei der zwei Nationalmannschaften gegeneinander angetreten sind. Bei unserem Spiel gegen den FC Bayern gab es einen Unterschied von sieben Spielklassen. Unsere Mannschaft hat sich an diesem traumhaften Tag gut aus der Affäre gezogen. Dass unserem Alois Eberle ein Tor zum 1:4 gelang, wird nicht nur er ewig in Erinnerung behalten. Das fühlte sich in diesem Moment wie ein Siegtreffer an. 6500 Zuschauer waren zum sogenannten Traumspiel gekommen. Der ehemalige FC Vilshofen-Spieler Klaus Augenthaler, nach dem das neue Stadion benannt ist, spielte je eine Halbzeit in jeder Mannschaft. Dieses Spiel werden wir nie vergessen – aber eben nicht wegen des Ergebnisses, sondern wegen der Einmaligkeit der Begegnung. Da ist das Ergebnis Nebensache."0:20Robert Heininger vom FC Aunkirchen: "Ich selber habe als Fußballer – das mag jetzt hochnäsig klingen – selten verloren. Ich hatte einfach in den 90er Jahren ein tolles Team um mich herum. Aber ja, es gibt eine herbe Niederlage, und zwar als Trainer. Ich habe die B-Jugend des FC Aunkirchen trainiert und wir mussten vor fünf Jahren in der Kreisliga beim SV Schalding antreten. Meine halbe Stamm-Mannschaft war ausgefallen. Uns war von vornherein klar, dass wir nicht gewinnen können gegen eine Elf, die sich die besten Spieler aus dem Umkreis holt. Da sind wir natürlich mit entsprechendem Respekt in die Begegnung gegangen und die Schaldinger haben uns dann auch gnadenlos in Grund und Boden gespielt. 20:0 hieß es am Schluss. So was ist demoralisierend. Aber es gibt natürlich Highlights, die trösten über eine solche Klatsche hinweg. Aber so eine Niederlage bleibt unvergessen."2:12Gerhard Hehberger, Abwehrspieler und Trainer der 2. Mannschaft des DJK-SC Sandbach: "Oh je, das ist noch gar nicht so lange her. Im Ligapokal haben wir vor ein paar Wochen 2:12 verloren, in Haselbach war das, die haben ja bekanntermaßen eine gute Truppe. Da hat's uns ordentlich erwischt. Aber weil ja bei der Nationalmannschaft, zurecht, das Problem der mangelnden Kommunikation angesprochen wird: Unser Beispiel hat gezeigt, dass das auch nach hinten losgehen kann. Beim Stand von 0:7 kam bei uns das Kommando: So, jetzt gehen wir vorn nochmal drauf – und dann haben wir nochmal fünf Stück gekriegt. Wir hatten danach Sorge, dass vor Frust überhaupt keiner mehr ins Training kommt. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Woche drauf waren 15 Mann im Training – so viele wie nie. War wohl so ein bisserl eine Trotzreaktion. Und jetzt ist schon wieder Corona. Es ist und bleibt halt eine schwierige Saison." - hr/mjfDer Artikel ist erschienen am Freitag, 20. November. Mehr dazu lesen Sie im Online-Kiosk (Lokalteil Vilshofen, Online-Kiosk) – oder hier als registrierter Abonnent bei PNP Plus.












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