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Die Ligapokal-Highlights im Osten | 29.09.2020 | 06:00 Uhr

Blitz-Hattrick, Fairplay-Geste, Stadler-Comeback – und wieder ziemlich viele Rote

von Felix Drexler,Andreas Lakota,Michael Duschl

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Schöne Flugeinlage: Torwart Florian Hackl streckte sich aber beim Gastspiel in Zwiesel zwei Mal vergeblich und sein TSV Frauenau verlor beim Sportclub knapp mit 1:2. −Foto: Frank Bietau

Schöne Flugeinlage: Torwart Florian Hackl streckte sich aber beim Gastspiel in Zwiesel zwei Mal vergeblich und sein TSV Frauenau verlor beim Sportclub knapp mit 1:2. −Foto: Frank Bietau

Schöne Flugeinlage: Torwart Florian Hackl streckte sich aber beim Gastspiel in Zwiesel zwei Mal vergeblich und sein TSV Frauenau verlor beim Sportclub knapp mit 1:2. −Foto: Frank Bietau


Ein tragischer Coup eines designierten Absteigers, zwei unheimliche Vollstrecker und ein überraschender Auftritt eines früheren Bayernliga-Kickers stechen als Höhepunkte des 2. Spieltags im Ligapokal der Amateurfußballer
ins Auge.

Lindbergs große Geste: Schon das Ergebnis des Spiels in Hinterschmiding erstaunt. Mit 4:3 besiegt der SSV, abgeschlagener Tabellenletzter der Kreisklasse Freyung, den TSV Lindberg, seinesgleichen Spitzenreiter der KK Regen. Für Schmiding ist es der erste Sieg seit fast 15 Monaten – ein teuer erkaufter: Ohne gegnerische Einwirkung bleibt Keeper Günter Fuchs (36) kurz vor dem Ende auf dem Platz liegen – Diagnose: Achillessehnenriss. "Das ist wirklich bitter", sagt Hinterschmidings Spartenleiter Tobias Springer (31). "Günther hat uns in dieser Partie ausgeholfen, wird nun am Donnerstag operiert und fällt mindestens sechs Monate aus." Weil der Lindberger Marco Blechinger (22) den Ausfall des Keepers im ersten Moment nutzt, am verletzten Fuchs vorbeiläuft und zum vermeintlichen Führungstreffer einschiebt, sorgt diese Szene für viele Diskussionen. Springer aber erteilt den Gästen vielmehr ein großes Lob in Sachen Fair-Play: "Die Lindberger haben sofort signalisiert, dass sie uns aufgrund der schweren Verletzung freiwillig durchlaufen lassen hätten, damit wir ebenfalls ein Tor erzielen können." Das war aber nicht nötig, weil Referee Fabian Kirchberger (Nottau) das Tor zurücknahm und auf Schiedsrichter-Ball entschied.

Aushilfstorhüter mit Achillessehnenriss: Hinterschmidings Günter Fuchs zog sich beim 4:3 gegen Lindberg eine schlimme Verletzung zu und wird am Donnerstag operiert. Besonders bitter: Der 36-Jährige stand nur ausnahmsweise auf dem Platz. −Foto: Michael Duschl

Aushilfstorhüter mit Achillessehnenriss: Hinterschmidings Günter Fuchs zog sich beim 4:3 gegen Lindberg eine schlimme Verletzung zu und wird am Donnerstag operiert. Besonders bitter: Der 36-Jährige stand nur ausnahmsweise auf dem Platz. −Foto: Michael Duschl

Aushilfstorhüter mit Achillessehnenriss: Hinterschmidings Günter Fuchs zog sich beim 4:3 gegen Lindberg eine schlimme Verletzung zu und wird am Donnerstag operiert. Besonders bitter: Der 36-Jährige stand nur ausnahmsweise auf dem Platz. −Foto: Michael Duschl


Hattrick in acht Minuten: Den Titel "Torjäger des Wochenendes" hat sich Jonas Schreiner (21) vom Kreisklassisten DJK SG Schönbrunn gesichert. Der kleinste Lusenkicker (1,65 Meter) war definitiv der Größte beim 7:0-Sieg gegen TSV Regen II: In der ersten Halbzeit trifft der 21-Jährige vier Mal, erzielt binnen acht (!) Minuten einen lupenreinen Hattrick (23., 27., 30.). Ein fünftes Tor wird später nur wegen Handspiels eines Mitspielers nachträglich annulliert. Noch treffsicherer war Thomas Swierzy (20) vom A-Klassisten SC 1928 Rain, der beim Torfestival gegen Konzell (9:4) zehn Minuten für einen Hattrick braucht. Swierzy macht insgesamt sechs der neun Rainer "Buden". In Ballerlaune war zudem A-Klassist DJK Fürsteneck, der gegen die Spvgg Hacklberg 10:0 gewann und damit die meisten Tore einer Mannschaft am vergangenen Wochenende im gesamten Kreis Ost schoss.

Vierfachtorschütze: Schönbrunns Jonas Schreiner gelangen ein Blitz-Hattrick und vier Treffer in einer Halbzeit. −Archivfoto: Kaiser

Vierfachtorschütze: Schönbrunns Jonas Schreiner gelangen ein Blitz-Hattrick und vier Treffer in einer Halbzeit. −Archivfoto: Kaiser

Vierfachtorschütze: Schönbrunns Jonas Schreiner gelangen ein Blitz-Hattrick und vier Treffer in einer Halbzeit. −Archivfoto: Kaiser


Doppelter Straftäter: Schon am ersten Pflichtspiel-Wochenende wurden die Schiedsrichter auf den Plätzen der Region gefordert, die Nerven strapaziert (wir berichteten). Besserung nicht in Sicht: Im Ligapokal der Kreisklassisten gab es 15 Platzverweise (Vorwoche 14). In den zehn Spielen der Kreisligisten wurden dieses Mal fünf Spieler vorzeitig zum Duschen geschickt (zuletzt vier in neun Partien). Ein Spieler fällt sogar als "doppelter Straftäter" ins Gewicht: Frauenaus Spielführer und Torjäger Thomas Kißlinger (30) flog in der Vorwoche gegen Prackenbach mit Gelb-Rot vom Platz – und sah am Sonntag im Derby gegen Zwiesel glatt Rot. Christian Hain, Spartenleiter der Frauenauer, stuft die Szene so ein: "Aus unserer Sicht war es zuerst eine Tätlichkeit des Zwieselers Mihalev an Thomas, danach haben sich beide beschimpft. Der Schiedsrichter (Thomas Hauer, d. Red.) zeigte aber dem Zwieseler Gelb und Thomas Rot. Für uns unverständlich." Da sind sie wieder, die Diskussionen auf und um den Fußballplatz ...

Wieder am Ball: Norbert Stadler. Der 40-Jährige lief zuletzt zweimal für die SG Gergweis auf. −Foto: Franz Nagl

Wieder am Ball: Norbert Stadler. Der 40-Jährige lief zuletzt zweimal für die SG Gergweis auf. −Foto: Franz Nagl

Wieder am Ball: Norbert Stadler. Der 40-Jährige lief zuletzt zweimal für die SG Gergweis auf. −Foto: Franz Nagl


Die Traumstarter: Zwei Bezirksligisten und insgesamt 33 Mannschaften im Kreis Ost haben richtig Fahrt aufgenommen und beide Pflichtspiele gewonnen. Besonders auffällig der Traumstart des Bezirksligisten TV Freyung. Die FRG-Kreisstädter liegen in der Bezirksliga Ost auf einem Abstiegsplatz, im Ligapokal feierten sie aber zwei Siege und führen ihre Vorrundengruppe an. Am Samstag wurde der FC Salzweg mit 4:0 abgefertigt. Ebenfalls bestens aus der langen Corona-Pause gekommen ist der FC Dingolfing (Bezirksliga West). Nur wenige Vereine können ähnliche Topwerte wie die BMW-Städter (11:2 Tore) vorweisen. Rein zahlenmäßig am überzeugendsten sind (mit jeweils zwei Siegen) die Kreisklassisten SV Kirchberg i.W. (15:0 Tore), 1.FC Passau II (14:0) sowie die A-Klassisten RSV Walchsing (16:1), TSV Bodenmais (15:1) oder SV Untergriesbach (14:0). Angemerkt sei an dieser Stelle: Nicht alle Teams haben aufgrund von corona- und witterungsbedingten Absagen zwei Spiele bestritten.

Der Comebacker: Eine der schönsten Nachrichten des Wochenendes kommt von der SG Gergweis, wo ein alter Bekannter zwei Jahre nach dem Karriereende wieder ins Trikot geschlüpft ist. Norbert Stadler, lange Jahre Spielertrainer in Bezirks- und Kreisliga, stand beim 1:1 90 Minuten auf dem Platz. Als Innenverteidiger. Bereits eine Woche zuvor hatte der 40-Jährige beim 3:0-Sieg gegen Moos sein Comeback gegeben. "Mir geht es körperlich wieder ganz gut und Fußball macht nach wie vor Spaß. Daher habe ich zuletzt einige Male mittrainiert. Weil wir aktuell personelle Probleme haben, hat mich der Trainer gefragt, ob ich aushelfen kann. Das habe ich gerne gemacht", sagt Stadler, der die meisten Spieler noch aus seiner aktiven Zeit kennt. Ob der frühere Bayernligakicker des 1.FC Passau wieder dauerhaft mitmischt? "Eigentlich ist das nicht geplant", meint Stadler. Und schickt dann lachend hinterher: "Aber wie heißt es so schön: Sag niemals nie."












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