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Absagen, Drohungen, Unverständnis  |  21.11.2021  |  19:38 Uhr

Ein Nachholspieltag gerät zur Farce: Vereine wagen den Aufstand gegen den Verband

von Alexander Augustin

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Weiterspielen: Trotz massiver Bedenken von Seiten der Vereine wurde in der Region am Wochenende noch vereinzelt gespielt – wie hier beim Spiel SC Zwiesel II gegen FC Langdorf. −Foto: Frank Bietau

Weiterspielen: Trotz massiver Bedenken von Seiten der Vereine wurde in der Region am Wochenende noch vereinzelt gespielt – wie hier beim Spiel SC Zwiesel II gegen FC Langdorf. −Foto: Frank Bietau

Weiterspielen: Trotz massiver Bedenken von Seiten der Vereine wurde in der Region am Wochenende noch vereinzelt gespielt – wie hier beim Spiel SC Zwiesel II gegen FC Langdorf. −Foto: Frank Bietau


Die vierte Welle hat längst auch den Amateurfußball erreicht. Viele Vereine waren sich zuletzt einig: Schon bei Verdachtsfällen ist es sinnvoller ein Spiel abzusagen, um Ansteckungen zu vermeiden. Doch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) schob diesen Abmachungen oft einen Riegel vor. Paragraf 94 gelte weiterhin, so die lapidare Begründung. Gibt es im Verein 13 oder mehr einsatzfähige Spieler, muss eine Partie ausgetragen werden. Der BFV riskiert einen offenen Bruch mit seinen Mitgliedsvereinen, wie das vergangene Wochenende zeigte.

Die Spielklassen auf Kreis- und Bezirksebene befinden sich bereits in der Winterpause. Nur einige Nachholspiele waren noch angesetzt – zum Unverständnis vieler der betroffenen Vereine.

Am deutlichsten formulierte es der Vereinsberichterstatter des Regener A-Klassisten Spvgg Rabenstein nach dem 0:4 gegen Brandten: "Ein Spiel, das eigentlich nicht stattfinden hätte dürfen." Beide Vereine seien sich darin einig gewesen, doch der Verband habe auf die Austragung bestanden. "Sollten aufgrund des Spiels irgendwelche coronaseitigen Auswirkungen auf die Spieler und Verantwortlichen zukommen, wird man entsprechende Schritte in Richtung des Verbands einleiten", heißt es weiter. Momentan sei es "äußerst fahrlässig" auf Biegen und Brechen ein Fußballspiel durchführen zu lassen.

In der Kreisklasse Regen trafen mit Ruhmannsfelden II und Bodenmais zwei Mannschaften aufeinander, die jeweils einige Corona-Fälle zu beklagen hatten. Wie Spvgg-Sportchef Alois Wittenzellner mitteilt, habe sogar das Gesundheitsamt dazu geraten, das Spiel abzusagen. "Doch auch hier wurde vom Verband der Verlegung eine klare Absage erteilt", so Wittenzellner.

In der Kreisliga Straubing wurde auch nur unter Protest gespielt: Zumindest Straubing und Geiersthal, die sich eigentlich auf eine Nicht-Austragung ihrer Partie geeinigt hatten – wie Regen und Degernbach, die tatsächlich nicht spielten. Dem BFV dürfte diese Revolte eine Warnung sein.

Kreisliga Straubing

DJK-SB Straubing – SV Geiersthal 1:5 / Tore: 0:1/0:2/0:3 Nico Tremml (8./23./36.), 0:4 Matthias Pauli (53./FE), 1:4 Justin Laszczak (60.), 1:5 Franz Wittenzellner (68.). SR Tim Kammermayer (Ergoldsbach). 100 Zuschauer.
Abgesetzt: TSV Regen – ASV Degernbach.

Kreisklasse Regen

Spvgg Ruhmannsfelden II – TSV Bodenmais 0:1 / Tor: Rahimullah Qiyam (45.). Gelb-Rot: Simon Artmann (71.), Tobias Wolf (89./beide Bodenmais). SR Robert Schulz (Lengdorf). 50.
Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag – SV March 1:1 / Tore: 0:1 Johannes Pöhn (63.), 1:1 Sebastian Tanzer (82.). Markus Stadlberger (Brandten). 100.
Abgesetzt: TSV Lindberg – SG Gotteszell/Teisnach, SV Kollnburg – SV Habischried.

A-Klasse Regen

SC 1919 Zwiesel II – FC Langdorf 2:8 / 0:1 Christian Zitzelsberger (21.); 0:2 Jiri Korinek (22.); 0:3 Johannes Ebner (46.); 0:4 Andreas Bischoff (56.); 1:4 Lukas Süß (59.); 1:5 Saif Briki (68.); 2:5 Simon Perl (79.); 2:6 Patrik Gabriel (82.); 2:7/2:8 Matthias Poehn (88./89.). SR Armin Riedl (Arnschwang); 50.
Spvgg Rabenstein – Spvgg Brandten 0:4 / Tore: 0:1 Markus Rauch (13.), 0:2 Lukas Probst (25.), 0:3 Johannes Probst (30.), 0:4 Christoph Wurzer (63.). SR Josef Moser (Zwieselau). 60 Zuschauer.
Abgesetzt: TSV Spiegelau – SV Zwiesel.












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