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Niederbayern Ost | 20.11.2020 | 08:00 Uhr

"Verwundert": Kreis-Chef Bernkopf antwortet auf anhaltende Kritik am Ligapokal

von Michael Duschl

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Kreis-Ost-Chef Christian Bernkopf (42). −Foto: Michael Sigl

Kreis-Ost-Chef Christian Bernkopf (42). −Foto: Michael Sigl

Kreis-Ost-Chef Christian Bernkopf (42). −Foto: Michael Sigl


Wenn es in diesem seltsamen Jahr eine Konstante gab, dann fortwährende, lautstarke Kritik am System. Da geht es den Funktionären des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) nicht anders als den politischen Entscheidungsträgern. Vor allem aus Niederbayern hat der BFV in München teils heftigen Gegenwind gespürt. Diesen haben die BFV-Mitarbeiter vor Ort vernommen – teils mit "Verwunderung", wie Christian Bernkopf, Vorsitzender im Fußballkreis Niederbayern Ost, bestätigt.

Der 42-Jährige wirbt in einer eigens initiierten Stellungnahme um Verständnis für das Vorgehen des BFV – und bittet die Fußballer der Region: "Lasst uns gemeinsam das Beste aus dieser schwierigen Situation machen." Seit Anfang November befinden sich die bayerischen Amateurfußballer offiziell in der Winterpause. Auf allen Ebenen konnten im Herbst coronabedingt nicht alle geplanten Partien im neueingeführten Ligapokal sowie in den Meisterschaften ausgetragen werden. Dass in zwei Wettbewerben mehrere Partien nun im Frühjahr nachgeholt werden müssen, stößt mehreren Personen sauer auf, wie Bernkopf weiß. "Ich möchte deshalb rückblickend skizzieren, warum wir so vorgegangen sind", schreibt Bernkopf an die PNP-Redaktion. Darin bezieht er sich auf drei Vorwürfe, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder vorgetragen wurden – in diversen Kommentarspalten im Internet, gegenüber Medien oder in persönlichen Gesprächen am Spielfeldrand.


Lesen Sie bei PNP Plus einen Kommentar zum Thema: Der Amateurfußball braucht Veränderung


Vorwurf 1 –Es war falsch, mit dem Ligapokal einen Zusatzwettbewerb einzuführen.
"Der Ligapokal wurde geschaffen, damit jede Mannschaft möglichst im selben Zeitraum Pflichtspiele zu absolvieren hat wie in einer Saison ohne Corona. Dieser zusätzliche Wettbewerb wurde ins Leben gerufen, um die freien Wochenenden entsprechend zu füllen. Zudem sollte dieser Wettbewerb möglichst flexibel gestaltet werden, um auf die Entwicklung der Pandemie reagieren zu können. Um die Attraktivität zu steigern, wurde der Ligapokal mit einem zusätzlichen Aufstiegsrecht versehen", erklärt Christian Bernkopf. Nicht nur er und die Ideengeber beim BFV sind vom Zusatzangebot überzeugt. Insbesondere für Mannschaften, die in der Meisterschaft fernab von Auf- und Abstiegskampf dahinsiechen, bietet der Ligapokal eine neue Attraktion – vielleicht über die Corona-Pandemie hinaus? Kritiker haderten jedoch mit dem Modus an der ein oder anderen Stelle – wenn beispielsweise Vorrundengruppen gespielt werden und kein Team ausscheidet. Fans und Zuschauer beklagten zudem, dass der genaue Modus auf nahezu jeder Ebene anders ist. Dadurch geht an Akzeptanz des Wettbewerbs verloren.

Vorwurf 2 –Es war falsch, nach dem Re-Start bis einschließlich Bezirksliga erst Spiele im Ligapokal und dann drei, vier Partien der Meisterschaften auszutragen.
"Sehr viele Vereine wollten nach dem Lockdown erst dann mit dem Training beginnen, wenn die Fortsetzung genau terminiert ist. Zudem war immer eine Vorbereitungszeit von circa vier Wochen zugesagt, bis die ersten Meisterschaftsspiele angesetzt werden. Die Freigabe für den Spielbetrieb seitens der Staatsregierung erhielten wir am 8. September mit Wirkung zum 19. September. Somit ergab sich ein Starttermin für die Meisterschaftsspiele ungefähr für den 8. Oktober. Tatsächlich spielten wir am Wochenende des 10. Oktober den ersten Spieltag mit Meisterschaftsspielen. Wenn man sich all diese Punkte vor Augen führt, stellt man fest, dass wir auch dann erst am 10. Oktober Meisterschaftsspiele gespielt hätten, falls wir den Ligapokal erst nach den Meisterschaftsspielen begonnen hätten. Die zusätzlich freigewordenen Wochenenden vor den Meisterschaftsspielen haben wir deshalb mit dem Zusatzwettbewerb gefüllt. Dies alles haben wir auch in mehreren Videokonferenzen mit den Vereinen kommuniziert", beschreibt Bernkopf. Mit dieser Erklärung entgegnet er verärgerten Vereinsvertretern, die neidisch auf Bayern- und Landesligisten blickten. Die Fünf- und Sechstligisten bestritten größtenteils ab 19. September Liga-Partien. "Sie haben sich dafür entschieden, weil sie alle zu diesem Zeitpunkt eine Vorbereitung von circa acht Wochen absolviert hatten. Sie benötigten keine zusätzlichen vier Wochen Vorbereitungszeit", betont Bernkopf.

Vorwurf 3 –Es war falsch, die Saison 19/20 zu Beginn der Corona-Krise im März nicht abzubrechen.
"Hätten wir am 10. Oktober eine neue Saison begonnen, so wäre diese schon jetzt nicht mehr durchführbar", meint Bernkopf. Man hätte in diesem Fall – bei allen denkbaren Szenarien – alle verfügbaren Wochenenden und vielleicht den ein oder anderen Werktag verplanen müssen. "Die umfangreich angefallenen Nachholspiele hätten sicherlich an Werktagen gespielt werden müssen, was nicht im Sinne von uns allen wäre", bekräftigt der Kreisvorsitzende. Bei aller Überzeugungsarbeit, die Christian Bernkopf leistet, gesteht er auch ein: "Es gibt in dieser Phase nur schlechte und weniger schlechte Optionen. Und welche Lösungen sich als die besten erweisen, wird man erst nach der Pandemie feststellen", schreibt der 42-Jährige. Alle Beteiligten hätten – nicht nur um Freizeitsport – mit "immensen Herausforderungen zu kämpfen, die wir in dieser Form noch nicht kannten", so Bernkopf.












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