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Keiner ist näher am Titel als der SVS | 06.12.2020 | 08:00 Uhr

Warum A-Klassist SV Schwanenkirchen in Niederbayern Ausnahmestatus genießt

von Sebastian Lippert

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Laufen Sie als Erster in Niederbayern über die Ziellinie? Der A-Klassist SV Schwanenkirchen um Spielertrainer Christopher Krawetz (rechts) steht näher an der Meisterschaft als alle anderen Mannschaften im Bezirk. −Foto: Mike Sigl

Laufen Sie als Erster in Niederbayern über die Ziellinie? Der A-Klassist SV Schwanenkirchen um Spielertrainer Christopher Krawetz (rechts) steht näher an der Meisterschaft als alle anderen Mannschaften im Bezirk. −Foto: Mike Sigl

Laufen Sie als Erster in Niederbayern über die Ziellinie? Der A-Klassist SV Schwanenkirchen um Spielertrainer Christopher Krawetz (rechts) steht näher an der Meisterschaft als alle anderen Mannschaften im Bezirk. −Foto: Mike Sigl


Seit Jahren wandert der SV Schwanenkirchen zwischen der Kreisklasse und A-Klasse, man macht selten Bohei um sich. Derzeit aber genießt der mit ruhiger Hand geführte Klub Ausnahmestatus: Der SVS könnte als erste aufstiegsberechtigte Herrenmannschaft Niederbayerns die Meisterschaft feiern.

Näher am Titel ist keiner im Bezirk. Es fehlt ihnen nur noch ein Sieg. In 17 Spielen hat der SVS 49 Punkte gesammelt. Nur eine Partie wurde nicht gewonnen, am 2. Spieltag gegen den SV Fürstenstein (0:0). Seit 11. August 2019 hat die Mannschaft alle Spiele in der A-Klasse Eging gewonnen. Wenig überraschend stehen die Schwanenkirchner damit auf Platz 1, haben 13 Punkte mehr als der SV Hofkirchen. Zwar hat der Verfolger noch ein Spiel in der Hinterhand (DJK Grattersdorf, 5. April), muss aber danach gleich auf eigenem Platz gegen, man ahnt es, Schwanenkirchen ran.

Das Ziel im Blick: Der andere Part des Spielertrainerduos, Tobias Wittenzellner. −Foto: Mike Sigl

Das Ziel im Blick: Der andere Part des Spielertrainerduos, Tobias Wittenzellner. −Foto: Mike Sigl

Das Ziel im Blick: Der andere Part des Spielertrainerduos, Tobias Wittenzellner. −Foto: Mike Sigl


"Wenn man auf die Bilanz schaut, kann man nicht unzufrieden sein", sagt Tobias Wittenzellner. Der 34-Jährige ist einer der zwei Schwanenkirchener Spielertrainer, führt die Mannschaft zusammen mit Christopher Krawetz (34). Ihre Verträge verlängerten sie frühzeitig bis 2022. Beide waren überrascht davon, wie gut sie zusammenpassen: Krawetz trainierte zuvor den FC Zeholfing und den SV Wallerfing, Wittenzellner stieg nach etlichen Jahren als Spieler beim SV Auerbach ins Trainergeschäft ein. Sie kannten sich nicht, ergänzen sich aber – "fast perfekt, würde ich meinen", fügt Wittenzellner an. Krawetz sagt: "Wittze und ich haben sehr viele Gemeinsamkeiten: Wie man die Ansprache macht, wie man Menschen führen will und wie man Fußball spielt."

22 Spieltage sind insgesamt zu absolvieren. Selbst wenn Hofkirchen das Nachholspiel gegen Grattersdorf für sich entscheiden würde: Gewinnt Schwanenkirchen den Machtkampf gegen Hofkirchen am 18. Spieltag, steht der Meisterschaft nichts mehr entgegen, weil der SVS bei vier ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen wäre (13 Punkte vorn, nur zwölf Punkte offen). "Ich glaube nicht, dass wir die Mannschaft für das Spiel gegen Hofkirchen dann besonders motivieren müssen", sagt Krawetz, der selbst aber schon die verrücktesten Sachen erlebt hat: Als Spieler der Spvgg Ruhmannsfelden stieg er 2013/14 fast aus der Landesliga Mitte ab, nur um im nächsten Jahr mit derselben Mannschaft in die Bayernliga aufzusteigen. "Fußball kann so verzwickt sein. Man muss die Spiele erstmal spielen", betont Krawetz. Abteilungsleiter Stefan Berthold ist froh um die Gewissheit verlängerter Verträge: "Mit unseren Trainern haben wir einen Glücksgriff gemacht. Da sind wir schon stolz, wie sie unsere Mannschaft mit vielen einheimischen Spielern besser machen."

Stark machen die Mannschaft die sehr gute Trainingsbeteiligung mit im Durchschnitt 17 Spielern, deren Erfolgshunger und der tiefe Kader. Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn der SV Schwanenkirchen nächste Saison nicht in der Kreisklasse spielt. "Ich traue der Mannschaft die Kreisklasse absolut zu", sagt Wittenzellner. Krawetz ergänzt: "Von befreundeten Trainern weiß ich, dass die Kreisklasse schwerig ist. Wir werden qualitativ nur mithalten können, wenn alle Spieler ihre beste Leistung abrufen."

Vieles spricht dafür, dass man dem Druck standhalten kann. Der Kader wird dazu bereits in diesem Winter verstärkt: Mit Matthias Bloch (20) kehrt zur Freude des Klubs ein Mittelfeldmann nach einer Auszeit zurück ins Team. Außerdem ist ein Neuzugang fix, den Namen gibt der SVS aber noch nicht preis.

In Summe mache das 18, 19 Mann für die erste Elf, rechnet Wittenzellner vor. Zwar vertrauen die Spielertrainer gern auf ein eingespieltes Gerüst aus sieben bis acht Mann – aber "wenn einer ausfällt, können wir ihn problemlos ersetzen, weil einer für den anderen einspringt. Das ist für uns Trainer enorm wertvoll", sagt Wittenzellner. Leicht hervor hebt er Kapitän Johannes Zankl (23, Mittelfeld) und Abwehrmann Egon Schaller (24). Beide seien flexibel einsetzbar und für die Mannschaft von großem Wert. "Johannes hat in dieser Saison außer Stürmer und Torwart schon alles gespielt. Er ist eigentlich Sechser, ruft aber in jedem Spiel seine Leistung ab. Das gleiche gilt für Egon", sagt Wittenzellner mit Respekt.

Die einzigen Pflichtspiel-Niederlagen hat man sich im Ligapokal gefangen, gleich drei Stück. "Das war schwer zu erklären, weil es völlig verdient war", gibt Wittenzellner unumwunden zu. Ungewöhnlich war aus Sicht der Trainer, dass die beste Offensive der A-Eging (60 Treffer) kaum Chancen herausspielte.

Mit Anpfiff des ersten Ligaspiels gegen die SG Loh (7:1) kehrten Sicherheit und Stärke aber zurück. Das zeigte sich besonders beim 2:1 gegen den FC Otterskirchen. "Wir lagen zwar nach ein paar Minuten mit 0:1 zurück, aber trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass wir das nicht mehr aufholen können", sagt Wittenzellner. Nach einem 9:0 gegen die SG Garham/Neßlbach II war dann auch schon Winterpause in der seit Juli 2019 laufenden Saison. Die Siege ordnet Wittenzellner – trotz Ligapokal-Niederlagen und schwieriger Vorbereitung innerhalb der Pandemie – nicht höher ein.

Abseits vom sportlichen Geschehen geht's beim SVS auch voran. Die Pause im Frühjahr 2020 nutzte man, um eine Beregnungsanlage auf beiden Plätzen zu installieren. Außerdem soll das Vereinsheim erweitert werden, die Planungen laufen. Über Spielerschwund macht man sich auch keine Sorgen. "Wir sind mit der ersten und zweiten Mannschaft ungeschlagen Erster. Da haben wir glücklicherweise überhaupt keine Motivationsprobleme", sagt Tobias Wittenzellner. Für den SV Schwanenkirchen sind das gute Nachrichten. Für die Konkurrenz? Eher weniger.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Schwanenkirchen
14
42:7
40
2.
Hofkirchen
14
43:22
30
3.
FC Otterskirchen
13
39:20
24
4.
Rathsmannsdorf
14
30:29
24
5.
BC Außernzell
14
24:20
22
6.
SG Nammering/Oberpolling
14
25:37
20
7.
SV Aicha v.W.
14
24:19
20
8.
DJK Grattersdorf
14
34:31
20
9.
Fürstenstein
14
29:26
17
10.
SG Loh/Auerbach II
14
11:33
11
11.
SG Thannberg/Eging II
14
15:35
10
12.
SG Garham/Neßlbach II
13
14:51
4




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