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14.08.2019 | 08:00 Uhr

Projekt Pfelling: Warum 24 rumänische Kicker im Kader sind und der Verein diesen so dankbar ist

von Sebastian Lippert

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Antreiber und Spielertrainer: Dank Szilard Garbacz (vorn) spielt unter anderem Florentin Marinoiu (hinten) für den SV Pfelling. −Foto: Stefan Ritzinger

Antreiber und Spielertrainer: Dank Szilard Garbacz (vorn) spielt unter anderem Florentin Marinoiu (hinten) für den SV Pfelling. −Foto: Stefan Ritzinger

Antreiber und Spielertrainer: Dank Szilard Garbacz (vorn) spielt unter anderem Florentin Marinoiu (hinten) für den SV Pfelling. −Foto: Stefan Ritzinger


"Wir wissen selber nicht, wo wir stehen", sagt Harry Hofmann und man kann ihn verstehen: Seine Mannschaft, der SV Pfelling, hat vor einer Woche 1:18 verloren und am Sonntag mit 4:2 gewonnen. Das macht es dem Sportlichen Leiter des Fünftplatzierten der A-Klasse Deggendorf nicht leicht, die eigene Klasse einzuschätzen. Nach vielen Jahren im Tabellenkeller, allein der 32-jährige Hofmann zählt 15 Jahre aus eigener Leidens-Erfahrung, soll nach 22 Spielen eine bessere Platzierung stehen: "Wir nehmen alles, was besser ist als Vorletzter."

Das Projekt Pfelling ist schon an sich interessant: 24 rumänische Staatsangehörige zählen zum Kader (nominell 37 Mann). Natürlich wird Harry Hofmann darauf oft angesprochen; manche würden vermuten, dass der SVP seine Spieler zahlt. Das entspreche keineswegs der Wahrheit, sagt Hofmann und erklärt. Bis zum Ende der vorherigen Saison gehörte der SV Pfelling einer Spielgemeinschaft mit der Spvgg Mariaposching II an. Wie bekannt mussten die Mariaposchinger einen Neuanfang wagen: Sie vermeldeten nach dem sportlichen Abstieg aus der Bezirksliga Ost den freiwilligen Rückzug in die A-Klasse, weil nicht mehr genügend Spieler verfügbar waren. Das bedrohte auch die Existenz des SV Pfelling.

"Wir haben erst ein paar Wochen vor Saisonende mitbekommen, dass Posching selber eine Mannschaft meldet", erzählt Hofmann, "und dann mussten wir handeln". Ein Anruf bei Szilard Istvan Garbacz brachte Leben in die leere Bude. Der 34-Jährige lebt in Pfelling und war 2018 vom SV nach Elisabethszell gewechselt. Der Verein holte ihn zurück, und "Szily" Garbacz organisierte via Facebook und andere soziale Medien mehr als 20 neue Spieler für den SVP.

"Das war ein echter Glücksfall, das sind ja alles gute Burschen. Andere Vereine wären doch auch froh, wenn auf einen Schlag so viele Spieler kommen." Viele der Spieler müssen sich noch auch ans Elf-gegen-Elf gewöhnen, "die meisten sind Straßenfußballer und haben nie in einer Mannschaft gespielt", erklärt Hofmann. So kam unter anderem das 1:18 gegen Stephansposching zustande. Aber Harry Hofmann sagt auch: "Was die gespielt haben, war kein A-Klassen-Fußball, da muss ich sagen: Respekt!" Zwei Tage später war die Partie dann abgehakt und der Blick wieder nach vorn gerichtet: "Wir haben drei Punkte verloren, mein Gott."

Lesen Sie dazu auch: "Das war schon unglaublich": Stephansposchings Trainer Peisert spricht über denkwürdiges 18:1












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
SV Deggenau
14
46:9
37
2.
Türk Gücü Deggendorf
14
49:12
35
3.
SpVgg Stephansposching
14
52:4
34
4.
SV Pfelling
14
36:48
23
5.
TSV Seebach II
14
25:17
22
6.
SV Schaufling
14
31:19
20
7.
FC Deggendorf
14
23:30
16
8.
Spvgg Mariaposching
14
20:34
12
9.
TSV Aschenau
14
33:49
12
10.
SpVgg GW Deggendorf II
14
24:56
12
11.
FC Niederwinkling II
14
20:50
6
12.
TSV Metten
14
14:45
6




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