Kreisliga Straubing

Spitzenreiter Niederalteich kommt: Topspiel in Lindberg überstrahlt Kreisliga-Spieltag

04.11.2022 | Stand 04.11.2022, 11:50 Uhr

Ein enges Duell wird das Spitzenspiel zwischen Niederalteich (grün) und Lindberg (schwarz). Das Hinspiel ging mit 3:0 an die Spvgg, vor heimischer Kulisse will der TSV die Revanche. −Foto: Archiv Helmut Müller

Von Franz Nagl

Topspiel-Zeit in der Kreisliga Straubing: Der TSV Lindberg bittet die Spvgg Niederalteich vor bestimmt gigantischer Kulisse zum Tanz. Zweiter gegen Erster. Im Tabellenkeller hat sich der SV Motzing eindrucksvoll zurückgemeldet und ist nach dem 5:2 gegen Neuhausen auf Schlagdistanz zum rettenden Ufer. Ab dem fünften Platz sitzt den Vereinen das Abstiegsgespenst im Nacken.

Plattling – Motzing (Samstag, 14 Uhr): Bei den Plattlingern werden seit Wochen kleinere Brötchen gebacken, sodass ein Punkt beim SV Steinach nicht zu wenig ist. „In Steinach einen Punkt zu holen, war der Weg in die richtige Richtung“, findet Plattling Sportchef Karl Prebeck. Krise? „Wir bleiben ruhig und lassen uns von außen auch keine Krise einreden.“ In Motzing will man dagegen „auf die guten Leistungen der letzten Wochen aufbauen und bis zum Winter noch den einen oder anderen Zähler einfahren“, sagt Übungsleiter Markus Heigl.

Zwiesel – Steinach (Samstag, 14 Uhr): Beim SC Zwiesel lebt man von der Hand in den Mund. „Wer spielt, kann ich noch nicht sagen“, sagt Trainer Andreas Wagner. Für Hoffnung auf Zählbares sorgt die Leistung bei der Spvgg Niederalteich. Bis zehn Minuten vor dem Ende hielt man eine dünne Führung. Nach leidenschaftlichem Kampf standen die Glasstädter am Ende dennoch mit leeren Händen da. Das soll sich gegen Steinach ändern. „Es zählt nur ein Sieg“, sagt Wagner. Bei den Gästen ist man mit dem Teilerfolg gegen Plattling nicht unzufrieden. Aber um beruhigt in die restlichen Wochen gehen zu können, sollte in Zwiesel gepunktet werden. „Zwiesel hat sich defensiv stabilisiert und wird uns einen heißen Fight liefern“, glaubt Steinachs Trainer Daniel Färber.

Auerbach – Degernbach (Samstag, 14 Uhr): Peter Gallmaier ärgert sich immer noch über das 1:3 beim SV Winzer: „Durch die unverdiente Niederlage sind wir leider etwas abgerutscht.“ Trotzdem ist Auerbach, bei einem Spiel weniger, noch dick im Geschäft um die Aufstiegsplätze. „Wir wollen die Punkte zuhause holen“, sagt Gallmeier und gegen Degernbach sollte das auch gelingen. Etwas überrascht ist man in Degernbach aufgrund des Heimsieges gegen Geiersthal. „Wir treten jede Woche mit einer anderen Mannschaft an und versuchen unser Bestes“, sagt Bonakis zufrieden und warum soll das nicht in Auerbach gelingen? „Die Ergebnisse verdeutlichen es, dass sie nicht unschlagbar sind“, weiß Bonakis.

Lindberg – Niederalteich (Sonntag, 14 Uhr): Mehr Topspiel geht nicht. Der Zweite trifft auf den Tabellenführer. Und wer die Anhänger des TSV Lindberg kennt, weiß: Das Stadion am Angerberg wird am Sonntagnachmittag aus allen Nähten platzen. Die Vorfreude ist jedenfalls in beiden Lagern groß. Sportlich sieht Lindbergs Co-Trainer Dominik Wagner die Verhältnisse klar verteilt: „Niederalteich hat die wenigsten Tore kassiert und die meisten geschossen. Das spricht für ihre allgemeine Stärke.“ Niederalteichs Sportchef Tobias Jakob hält dagegen: „Der TSV ist in der Offensive bärenstark – vor allem in den Heimspielen.“Eins ist sicher: Der 12. Mann, der Lindberger Anhang, wird unerbittlich die eigene Elf nach vorne peitschen.

Schwarzach – Kirchberg (Sonntag, 14 Uhr): In Schwarzach bleibt man auch nach der 0:2-Derbyniederlage bei der DJK Straubing auf den Boden. „Beim letzten Heimspiel wollen wir unseren Fans nochmals etwas bieten“, verspricht Trainer Stefan Meier und will die Revanche gegen Kirchberg. Indes ist der Gast im Abstiegskampf angekommen. „Gegen Schwarzach ist ein Sieg fast schon Pflicht, um nicht noch weiter abzurutschen“, heißt es von Seiten des Trainer-Duos Kronschnabl/Winter. „Wir sind zum Siegen verdammt und werden alles daransetzen, die Kehrtwende zu schaffen!“

Geiersthal – DJK Straubing (Sonntag, 14 Uhr): „Unsere Situation im Abstiegskampf verschärft sich wöchentlich auf Neue“, klagt Geiersthals Spielertrainer Matthias Pauli nach der Niederlage beim ASV Degernbach. „Unser kleiner Kader muss ständig Ausfälle schlucken. Die Spieler, die zurückkommen müssen dann meistens gleich über die volle Distanz ran.“ Ganz anders klingt es aus der Kehle des DJK-Trainers: „Wir sind froh, aus den letzten Wochen einige Punkte gesammelt zu haben“, sagt Volker Oßwald, der seiner Mannschaft erneut ein großes Kompliment ausspricht. „Die Mannschaft arbeitet super, so sind die Siege auch verdient.“

Neuhausen – Winzer (Sonntag, 14 Uhr): „In Motzing haben wir in Summe verdient verloren“, resümiert Co-Trainer Johann Lauerer das 2:5 beim Schlusslicht, beklagt aber auch die Entscheidung des Schiedsrichters, der Simon Godec in der 28. Minute bei 2:1-Führung des SVN mit der Ampelkarte vom Feld schickte: „In dieser Situation hätte ich mehr Fingerspitzengefühl des Unparteiischen gewünscht. Das müssen wir jetzt vergessen und den Fokus auf Winzer richten. Das wir schwer genug“, sagt Lauerer. „Endlich haben wir mal wieder zu Hause eine Führung über die Zeit gebracht“, freut sich Winzers sportlicher Leiter Christian Geier über den 3:1-Sieg im Derby gegen Auerbach. Neuhausen sieht der Sportchef als sehr gefährlich: „Sie brauchen die Punkte und werden dementsprechend auftreten.“