14. Spieltag in der Kreisklasse 3

Effektive Haiminger gewinnen: 3:1-Erfolg gegen Neumarkt – Tacherting baut Tabellenführung aus

07.11.2022 | Stand 07.11.2022, 10:43 Uhr

Lukas Windsperger vom SV Haiming markierte den 3:1-Endstand im Heimduell gegen den TSV Neumarkt-St. Veit. −Foto: Zucker

Der SV Linde Tacherting hat am 14. Spieltag der Fußball-Kreisklasse 3 die Tabellenführung durch einen 5:3-Heimerfolg über den TSV Neuötting ausgebaut. Erster Verfolger ist nun der SV Unterneukirchen, der sich beim TuS Mettenheim klar mit 4:1 durchsetzte. Hinter dem Spitzenduo lauern der diesmal spielfreie FC Töging II und der DJK-SV Pleiskirchen, der mit 4:0 gegen die SG Perach/Winhöring die Oberhand behielt. Siege feierten auch der TV Altötting (3:0 beim FC Mühldorf) und der SV Haiming (3:1 gegen den TSV Neumarkt-St. Veit). Ausgefallen ist der Freitagabend-Auftritt der SG Kirchweidach/Halsbach beim SV Schwindegg. Der Platz des Aufsteigers war nach den anhaltenden Regenfällen unbespielbar. Neuer Termin: 12. März 2023.

Perach/Winhöring – Pleiskirchen 0:4: Im ersten Durchgang zog sich Perach/Winhöring vor 220 Zuschauern gegen Pleiskirchen gut aus der Affäre. Die Viererkette in der Besetzung Philipp Burghardt, Matthias Ruess, Caner Gökduman und Mario Ganghofner ließ nicht viel zu. Der favorisierte Gast aus dem Holzland musste es mit Distanzschüssen versuchen, die aber allesamt eine Beute von Torwart David Kirchner wurden. Nach dem Seitenwechsel folgte schnell die kalte Dusche für die Gastgeber (49.): Christian Schmid zog von der Strafraumgrenze ab, Kirchner war geschlagen. Als Maximilian Orthuber in Minute 68 auf 0:2 erhöhte, war das die Vorentscheidung, Den Rest besorgten Maximilian Hagl (75.) und der eingewechselte Alfred Grumann (80.). Marco Unterholzner hatte den Ehrentreffer für die Spielgemeinschaft auf dem Fuß, doch er scheiterte per Foulelfmeter, der an der Latte landete (78.). „Der Sieg für Pleiskirchen war nicht unverdient, das Ergebnis aber um zwei Tore zu hoch“, befand hinterher Reinhard Antholzner aus der Abteilungsleitung der SG.

FC Mühldorf – Altötting 0:3: Da war gleich viel los vor den 120 Besuchern des Kreisstadtduells. Bereits in der 2. Minute gab’s Elfmeter für Mühldorf, nachdem Benjamin Utzinger im Strafraumzweikampf mit Georg Seidl zu Fall gekommen war. Thomas Bichlmeier trat an, scheiterte jedoch an Patrick Malz, der im TVA-Tor den verletzten Louis Peters vertrat. Bichlmeier wollte seinen Fehlschuss wettmachen, zog nach zehn Minuten in aussichtsreicher Position ab, traf allerdings nur den Pfosten. Die Gäste waren effektiver: Ecke Stefan Baumann an den kurzen Pfosten, Kopfball Sascha Seehuber – 0:1 (15.). Gleich nach der Pause war’s erneut Seehuber, der für die Vorentscheidung sorgte. Mario Gollnik legte Martin Taubeneder im Sechzehner, und der Altöttinger Torjäger verwandelte sicher vom Punkt (49.). In der Nachspielzeit schloss der Ex-Kastler Aysen Raad einen Konter durch einen platzierten Flachschuss ins linke Eck zum Endstand ab (90.+2).

Tacherting – Neuötting 5:3: Gleich in der 1. Minute hatte Tacherting eine hundertprozentige Chance, doch Manuel Karlstetter vergab. Mit etwas Glück gelang Neuötting vor 150 Fans die Führung, denn der Schuss von Alexander Holzleitner wurde von Luca Redwitz beim Abwehrversuch noch abgefälscht und so für Torwart David Weßelak unhaltbar (12.). Nach Vorarbeit von Fabian Redwitz brachte Elias Erl mit dem 1:1 sein Team zurück ins Spiel (33.). Gleich nach der Pause ließ sich die Linde-Abwehr auskontern, Tobias Völkel sagte „Danke“ und schloss aus 20 Metern ab (49.). Doch es war der Tag von Erl, denn der Angreifer sorgte mit einem Doppelschlag (55. und 63.) erneut für die Gastgeberführung. Lange hielt sich der Vorteil nicht, nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld kam Holzleitner frei zum Kopfball und machte es wieder spannend (72.). Dem Schlussspurt der Tachertinger hatten die Innstädter nichts mehr entgegenzusetzen. Erst staubte Daniel Larisch ab, nachdem Karlstetter die Kugel an den Pfosten gedroschen hatte (86.), dann setzte der Ex-Erlbacher Johannes „Jojo“ Penkner einen 18-Meter-Freistoß zum 5:3 in die Maschen (90.).

Mettenheim – Unterneukirchen 1:4: Unterneukirchen brauchte vor 65 Zuschauern eine halbe Stunde Anlaufzeit, war dann allerdings Herr im Haus. Eröffnet hat den Torreigen Lukas Hillgartner, der nach schönem Zuspiel von Moritz Emmerl aus zwölf Metern halblinker Position die Kugel ins lange Eck schlenzte (29.). Nur drei Minuten später schlug Mettenheim zurück: Nach einer langen Flanke stand Leon Ruder am zweiten Pfostenvöllig frei und durfte einköpfen. Noch vor der Pause war erneut Lukas Hillgartner zur Stelle: Mit einer Kopie des ersten Treffers – diesmal allerdings mit Thomas Reichenspurner als Vorlagengeber – stand’s 1:2 (38.). Nach dem Seitenwechsel blieb der SVU dran und erhöhte schnell (52.): Lukas Kurz spielte in die Gasse, Emmerl nahm die Kugel mit und traf aus 14 Metern links unten – 1:3. In der Schlussminute durfte auch noch der eingewechselte Andreas Hager ran: Nach einer Kopfballverlängerung von Artur Michaelis überköpfte der Routinier Schlussmann Tim Prassl zum hoch verdienten 1:4.

Haiming – Neumarkt-St. Veit 3:1: Neumarkt-St. Veit legte vor 130 Fans los wie die Feuerwehr. Gleich in Minute 1 kam Georg Reiter aus acht Metern frei zum Abschluss – drüber. 180 Sekunden später war der Ex-Wasserburger wieder am Zug, doch er traf per Kopf nur den Pfosten. Wesentlich effektiver war Haiming, denn die erste Chance war drin: Ecke Philipp Karpfhammer, Kopfball Harald Bonimeier – 1:0 (14.). Das schockte den Gast, die Abwehr war kurz unsortiert Haiming nutzte das eiskalt aus. Patrick Sommer spielte quer auf Dominic Lohmann, der keine Probleme hatte einzunetzen (15.). Die Rottstädter verkürzten in der 18. Minute: Dominik Boltos unterlief im Strafraum ein Handspiel, den fälligen Elfer versenkte Georg Reiter sicher. Nach einer Stunde hätte Lukas Windsperger alles klar machen können, doch er scheiterte aus kurzer Distanz an Neumarkts Keeper Stephan Kumpfmüller. Kurz drauf machte er es besser (69.): Nach Kopfballvorlage von Max Spielberger sicherte er seinem Team den sechsten Saisonsieg.

− cze