Kreisliga 1

Doppelpacker Russegger: Reichenhall entfernt sich mit 3:2 gegen Söllhuben vom Tabellenende

21.11.2022 | Stand 21.11.2022, 18:15 Uhr

Reichenhalls Sascha Schimag wird von zwei Frasdorfer Verteidigern bedrängt: Johannes Dangl (rechts) und Nico Jochim. −Foto: Bittner

Von Hans-Joachim Bittner

Nachdem nun auch alle Fußball-Kreisliga-1-Teams die Winterpause erreicht haben, ist freilich noch nichts entschieden. Gleichwohl müsste schon extrem viel schieflaufen, würde Aufsteiger TSV Bad Reichenhall noch etwas mit dem Abstieg zu tun bekommen. Dank des 3:2-Jahresabschlusses gegen Schlusslicht SG Söllhuben/Frasdorf entfernten sich die Kurstädter bereits um zwölf Zähler vom Gegner aus dem Landkreis Rosenheim. Auf die beiden Relegationsplätze hat die Crew von Coach Michael Kantsperger immerhin schon acht Punkte Vorsprung, auf der anderen Seite nur deren fünf Rückstand auf Platz 2. Das unterstreicht den enorm wichtigen Dreier, den Gelb-Schwarz im letzten Auftritt vor der Winterpause – eine Nachholpartie des 10. Spieltags – einfuhr. Dabei wurde den rund 100 Zuschauern im Nonner Stadion mal wieder alles geboten, was der Fußball zu zeigen im Stande ist.

Druckvoller Beginn der Gäste

Die Gäste legten druckvoll los und ließen die Reichenhaller kaum ans Leder. Sage und schreibe neun Minuten dauerte es, ehe der TSV in die Nähe und letztlich in den gegnerischen Strafraum kam, Sascha Schimag konnte die erste Möglichkeit nicht nutzen. Beim zweiten Mal klingelte es prompt: Tilman Russegger kam an der Sechzehnergrenze durch ein „deutlich hörbares“ Foul von Andi Prankl ins Straucheln, fiel jedoch nicht. Allein zog er vor SG-Keeper Johannes Wittmann ab und traf durch dessen Beine aus spitzem Winkel ins lange Eck – 1:0 (14.).

Schlagartig war der holprige Start im heimischen Lager vergessen. Die Partie behielt allerdings ihren Start-Charakter: Beiden Teams gelangen kaum gelungene Spielzüge, der Feldvorteil lag eindeutig bei den Gästen. Mit dem dritten TSV-Torschuss der Partie gelang der zweite Treffer: Traumpass Schimag durch die Gasse auf Russegger, der mit Versuch eins noch an Keeper Wittmann scheiterte, von Johannes Dangl und Andreas Prankl bedrängt allerdings erneut aus spitzem Winkel abstaubte – 2:0 (28.). Nach 15 Spielen hat Russegger damit genauso viele Treffer – zehn – wie in der vergangenen Saison nach 23 Partien. Der Zwei-Tore-Vorsprung verlieh den Kurstädtern nach wie vor keine Sicherheit, bis zur Pause blieb die Begegnung unansehnlich, weil extrem holprig und ruppig geführt. Gäste-Coach Marcus Moser sah seine Elf mit Aktivitätsvorteilen und musste früh wechseln: Für Prankl, der sich beim Foul an Russegger vor dem 1:0 verletzt hatte, kam Fabian Helgert (32.).


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