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18.09.2020 | 06:00 Uhr

Re-Start mit zwei Landkreis-Derbys – Perach/Winhöring und Neuötting nach zehn Monaten Gastgeber

von Wolfgang Czernin

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Den vierten Saisonsieg will Neuötting, das die lange Zwangspause auf dem Abstiegs-Relegationsplatz verbracht hat, morgen im Heimderby gegen Schlusslicht Burgkirchen bejubeln. −Foto: Zucker

Den vierten Saisonsieg will Neuötting, das die lange Zwangspause auf dem Abstiegs-Relegationsplatz verbracht hat, morgen im Heimderby gegen Schlusslicht Burgkirchen bejubeln. −Foto: Zucker

Den vierten Saisonsieg will Neuötting, das die lange Zwangspause auf dem Abstiegs-Relegationsplatz verbracht hat, morgen im Heimderby gegen Schlusslicht Burgkirchen bejubeln. −Foto: Zucker


Re-Start in der Fußball-Kreisklasse3 nach rund zehn Monaten Corona-Zwangspause: Heimderbys bieten zum Auftakt die SG Perach/Winhöring (gegen den TuS Garching) und der TSV Neuötting (gegen den SV Gendorf Burgkirchen). Ebenfalls auf eigener Anlage beginnen die SG Kirchweidach/Halsbach und der DJK-SV Pleiskirchen, während der SV Unterneukirchen auswärts ran muss. Der TV Altötting hat diesmal noch frei und kann beobachten, wie die Konkurrenz nach so langer Zeit in die Gänge kommt. Für die Zuschauer empfiehlt es sich wegen der Umsetzung des Hygienekonzepts zu allen Partien frühzeitig zu erscheinen.

SV Aschau – Unterneukirchen (Samstag, 15 Uhr): Mit einem neuen Trainer geht der Tabellenachte SV Unterneukirchen in den lang herbeigesehnten Re-Start. Michael Kaiser hat nun das Sagen, nachdem sich die Grünweißen in der Winterpause von Hannes Dreier getrennt hatten und Sascha Herzog, die Übergangslösung, von der Corona-Pause ausgebremst worden war. Nach dem Wechsel "vom Herzog zum Kaiser" hat sich der SVU zum Auftakt gleich einen Hochkaräter ausgesucht, denn der SV Aschau grüßt von Platz3 und schielt bei nur zwei Punkten Rückstand auf die Spitze nach der Kreisliga. Ganz anders ist die Zielsetzung der Unterneukirchner: Erst mal zählt nur der Klassenerhalt, zumal die Luft auf den Relegationsplatz mit fünf Punkten sehr dünn ist. Die Hoffnung der Verantwortlichen: Mit dem Trainereffekt im Rücken gleich mal einen Überraschungssieg landen. Gegen Aschau hat es übrigens in der Vorrunde schon gut geklappt, am Ende hatte Unterneukirchen mit 1:0 die Nase vorne. Kaiser zeigt sich zufrieden mit der Vorbereitung: "Wir konnten unser Programm trotz der Corona-Einschränkungen nahezu so durchziehen wie geplant." Ärgerlich ist, dass neben Timon Bartl (Kreuzbandriss) nun ein zweiter Langzeitausfall zu beklagen ist: Maximilian Lippacher hat sich das Syndesmoseband gerissen.

Kirchweidach/Halsbach – Neumarkt-St. Veit (Samstag, 15 Uhr, in Kirchweidach): Vielleicht ist es ein Vorteil, gleich zu Beginn gegen den Tabellenführer zu spielen – so lautet die Hoffnung der auf Position10 gelisteten SG Kirchweidach/Halsbach vor dem Duell gegen den TSV Neumarkt-St. Veit, der mit Franz Berger (früher TSV Reischach) einen neuen Trainer an der Linie hat. Die Spielgemeinschaft will unbedingt die Klasse halten und hat in der Pause personell nachgelegt. Im Winter war bereits Johannes Haider (SV Hirten) gekommen, in der Wechselperiode2 folgte das Brüderpaar Manuel und Julian Korhammer (ebenfalls aus Hirten). Verzichten muss Trainer Sven Vetter dagegen auf Marco Lebesmühlbacher, der Torjäger nahm eine Offerte des österreichischen Landesligisten UFC Ostermiething an. Vetter glaubt, dass sein Team gegen den Klassenprimus durchaus Chancen hat: "Schon in der Vorrunde hätten wir da nicht verlieren müssen. Spielerisch war nicht viel Unterschied, am Ende fehlte uns nur die Cleverness, um einen Punkt mitzunehmen."

Perach/Winhöring – TuS Garching (Samstag, 17 Uhr, in Winhöring): Die SG Perach/Winhöring will in die Kreisliga – das ist keine Frage. In der offiziellen Tabelle des BFV wird die Spielgemeinschaft derzeit auf Platz 2 geführt – punktgleich mit Primus TSV Neumarkt-St. Veit – hat aber zwei Spiele weniger bestritten als der Vordermann. Soll heißen: Mit den Nachholpartien im Rücken ist Perach/Winhöring der "gefühlte Tabellenführer" und damit Kreisliga-Anwärter Nummer 1. Perachs Abteilungsleiter Reinhard Antholzner macht keinen Hehl daraus, dass er seinen Verein gern eine Klasse weiter oben sehen würde. Neu im Team ist Adrian Genz (zuletzt SV DJK Emmerting). Beim TuS Garching ist man vor allem gespannt, wie es nach dem Trainerwechsel weiter geht. Harry Fink, der vor der Pause mit dem Team fünf Siege in Serie feierte, aber schon frühzeitig klarstellte, dass er nicht über den 30. Juni hinaus zur Verfügung stehen werde, wurde in der Corona-Zwangspause von Hans Rupp beerbt. Der war zuletzt in Diensten des TSV Bad Endorf. In der Vorrunde waren die Kräfteverhältnisse klar, da siegte die SG klar mit 3:0. Zwei, die nur schwer zu ersetzen sind, fehlen dem TuS: Christian Buchner laboriert noch an den Folgen eines Eingriffs am Knie, Quirin Mühlhofer muss am Meniskus operiert werden.

Neuötting – Burgkirchen (Samstag, 17 Uhr): "Alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung", macht Herbert Höfler, Abteilungsleiter des TSV Neuötting klar, was er vor eigenem Publikum gegen das Schlusslicht SV Gendorf Burgkirchen sehen will. In der Vorrunde taten sich die Innstädter schwer, gewannen aber doch mit 3:1 gegen den Landkreis-Rivalen, der bislang erst vier Punkte sammeln konnte. Höfler erachtet es als sehr wichtig, dass es nun endlich losgeht. "Der Fußballer will einfach Fußball spielen", formuliert er es ebenso einfach wie treffend. Seinen Worten zufolge hat man dies in den letzten Wochen auch an der Trainingsbeteiligung gesehen. "Die Einheiten waren immer auffallend gut besucht", so der Spartenleiter, der anfügt: "Jetzt gilt es, das umzusetzen, was wir uns in den letzten Wochen erarbeitetet haben. Wir wollen in den vier Spielen, die bisher terminiert sind, den Grundstein zum Klassenerhalt legen." Möchte sich auch Burgkirchen in der Liga halten, muss eine brutale Serie her. Ein Sieg über den TV Altötting (3:1) und ein Remis (1:1) gegen den SV Oberbergkirchen – das ist alles, was das Team von Andreas Niederquell bisher gerissen hat und auswärts wartet es immer noch auf den ersten Punktgewinn.

Pleiskirchen – Oberbergkirchen (Sonntag, 14.30 Uhr): Ein Duell zweier Teams aus dem Mittelfeld steigt beim DJK-SV Pleiskirchen (7. Platz), der den SV Oberbergkirchen (9.) erwartet. Die Gastgeber gehen mit unverändertem Personal in den Rest der Saison, wollen sich mit einem Sieg – es wäre der achte der laufenden Runde – vom hinteren Tabellendrittel fernhalten. Trainer Dominic Giesecke ist nach fast zwölf Wochen Vorbereitung gespannt, wie sich die Lage in der Liga entwickelt. "Es ist eine schwierige Situation nach so einer langen Pause, aber es ist für alle gleich. Das hat noch keiner der Fußballer so erlebt. Ich kann mir schon vorstellen, dass es in den nächsten Wochen die eine oder andere Überraschung geben wird", sagt der 32-Jährige, der hofft, dass sein Team weiterhin Heimstärke demonstriert. In sieben Spielen auf eigener Anlage wurden 15 Punkte gesammelt, nur der TV Altötting (19), der TSV Neumarkt-St. Veit (18) und der TuS Garching (6) können auf eine bessere Bilanz verweisen.












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