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03.12.2019 | 10:00 Uhr

Ex-Wacker-Profi Nicu: Wie der Bundesliga-Spieler zum kickenden Kreisliga-Coach wurde

von Alexander Nöbauer

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Selbst ist der Trainer: Max Nicu dirigiert den Kreisligisten TuS Prien nicht nur von der Seitenlinie, sondern stand zuletzt für seinen Heimatverein auch noch selbst auf dem Platz. −Fotos: Ruprecht

Selbst ist der Trainer: Max Nicu dirigiert den Kreisligisten TuS Prien nicht nur von der Seitenlinie, sondern stand zuletzt für seinen Heimatverein auch noch selbst auf dem Platz. −Fotos: Ruprecht

Selbst ist der Trainer: Max Nicu dirigiert den Kreisligisten TuS Prien nicht nur von der Seitenlinie, sondern stand zuletzt für seinen Heimatverein auch noch selbst auf dem Platz. −Fotos: Ruprecht


Für viele aus seinem Metier ist es der typische Weg: Erst Kicker, dann Trainer. Auch Max Nicu begeht diesen. Ob er am Ende aber dort ankommt, wo er hin will, da ist sich der 37-Jährige nicht so sicher. Aktuell coacht der ehemalige Bundesliga-Profi den TuS Prien in der Kreisliga 1, auf dem Sport-Streamingdienst DAZN ist er als Experte im Einsatz. Die eine Tätigkeit möchte er auf alle Fälle fortführen, bei der anderen sollen Gespräche mit dem Verein Klarheit bringen.

Coach auf Lebenszeit möchte Max Nicu nämlich nicht sein. Die Verantwortlichem vom Priener Sportverein, seinem Geburtsort, hätten ihn bei seinem letzten Profi-Spiel im Mai 2018 mit der Spvgg Unterhaching mit der Anfrage überrascht. "Das war so ganz sicher nicht geplant. Aber es hat reingepasst. Für jeden Verein hätte ich es sicher nicht gemacht, aber für den Heimatverein habe ich gesagt, wir können das gerne mal versuchen."

Das zweite Jahr läuft dieses Engagement jetzt, durchaus erfolgreich. Prien ist Zweiter, hat aber acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Westerndorf. Am ersten Spieltag des neuen Jahres Anfang April kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. "Wir hatten zwischendurch eine Durststrecke, aber haben die letzten zwei Spiele deutlich in die Spur zurückgefunden und sind jetzt in einer guten Ausgangsposition." Da könne man gleich ein Ausrufezeichen setzen und zum Angriff blasen.

Auch mit Nicu auf dem Platz? Durchaus möglich, schließlich stand er zuletzt auch für Prien auf dem Platz. "Es ist schon ein großer Unterschied, ob man als Trainer an der Seitenlinie steht und alles in Ruhe beobachten kann oder selbst noch auf dem Platz aktiv ist. Aber da hab ich gute Unterstützung von meinem Co-Trainer Michi Hartl."

Doch ob Nicu eine Zukunft im Trainergeschäft hat, das vermag er nicht zu sagen. "Der Job an sich war nie meine erste Wahl und ist es in der Tat immer noch nicht." Naheliegend sei es, klar, aber: "Man muss schon schmerzfrei sein oder beste Beziehungen haben, um sich seinen Weg nach oben zu bahnen." Und dann ist da ja noch der wöchentlich Rhythmus in den höheren Ligen: "Ich habe das viele Jahre mitgemacht und bin mir unschlüssig, ob ich das wieder auf Dauer haben möchte." Schließlich laufe es schon bei einem ambitionierten Regionalligisten, wie es Unterhaching vor ein paar Jahren war, "brutal" ab. Der zeitliche Aufwand sei am Ende etwa genauso groß wie bei einem Bundes- oder Zweitligisten. "Doch wenn man diesen vergleicht mit dem, was die Angestellten verdienen..." Am Ende leidet neben dem Kicker selbst vor allem die Familie unter dem Termindruck – und gerade die ist für Nicu das Wichtigste.

"Meinen Eltern habe ich unglaublich viel zu verdanken", sagt der Familienmensch. Sie sind 1977 aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest an den Chiemsee gekommen – und haben ihre beiden Söhne stets beim Fußball unterstützt. Bis in die rumänische Nationalmannschaft hat es Max Nicu gebracht, drei Mal war er für sie im Einsatz. Und in seinem Geburtsland Deutschland bis in die höchste Spielklasse, die Bundesliga. 70 Mal ist er für Hertha BSC Berlin und den SC Freiburg in der Bundesliga aufgelaufen, 91 Mal für Wacker Burghausen, Wehen-Wiesbaden und 1860 München im Fußball-Unterhaus.

Vor allem Berlin sei eine komplett andere Welt gewesen. "Ich bin damals über die Stationen Burghausen und Wehen in die Hauptstadt gekommen. Da war alles riesig. Statt einem Journalisten waren es auf einmal 25. Und dann kommt Arne Friedrich mit seinem Porsche Turbo Cabrio um die Ecke und bedient das Dach mit einer Fernbedienung. Da bist du schon sehr beeindruckt."

Mehr dazu lesen Sie in der Montagsausgabe der Heimatzeitung, Sport Oberbayern.












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