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F1-, F2-, E- und D-Jugend abgemeldet | 22.09.2020 | 06:00 Uhr

Training ja, Wettkampf nein: FC Obernzell-Erlau zieht Jugend-Teams aus dem Spielbetrieb zurück

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Saisonende: Eine große Mehrheit der Eltern der Jugendspieler des FC Obernzell-Erlau haben sich dafür ausgesprochen, dass ihre Kinder in diesem Jahr nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen, der Verein entsprach diesem Votum und meldete vier Mannschaften ab. −Foto: Mike Sigl

Saisonende: Eine große Mehrheit der Eltern der Jugendspieler des FC Obernzell-Erlau haben sich dafür ausgesprochen, dass ihre Kinder in diesem Jahr nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen, der Verein entsprach diesem Votum und meldete vier Mannschaften ab. −Foto: Mike Sigl

Saisonende: Eine große Mehrheit der Eltern der Jugendspieler des FC Obernzell-Erlau haben sich dafür ausgesprochen, dass ihre Kinder in diesem Jahr nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen, der Verein entsprach diesem Votum und meldete vier Mannschaften ab. −Foto: Mike Sigl


Der FC Obernzell-Erlau zieht Konsequenzen aus Corona-Krise: Wie der Passauer Kreisklassist kurz dem Re-Start-Wochenende in einer Pressemitteilung bekannt gab, werden F1-, F2-, E- und die als SG Untergriesbach II gemeldete D-Jugend nicht am Verbandsspielbetrieb in diesem Herbst teilnehmen.

Die älteren Jugendlichen des Vereins (U15, U17 und U19) werden dagegen nach eigenem Willen auflaufen, da die jungen Fußballer von der Donau in einer Spielgemeinschaft mit den Partnervereinen SV Weiß-Blau Untergriesbach und DJK SV Schaibing antreten. Denn: "Eine solche Spielgemeinschaft lebt davon, dass man sich voll auf die jeweiligen Partner verlassen kann", heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Kreisklassen-Mannschaft wird weiter spielen, "da der Verband ja keinen ,Bestandsschutz‘ des Tabellenplatzes vor dem Lockdown gewährt, sondern auf einem Abstieg um eine Klasse beharrt".

Der FC Obernzell-Erlau hatte sich dafür ausgesprochen, die Herrensaison 2019/2020 zu beenden, die Jugendsaison 2019/2020 abzubrechen und in der jüngsten BFV-Umfrage den Re-Start 2020 für entbehrlich gehalten. "Selbstverständlich haben wir jedoch die demokratisch zustande gekommenen Entscheidungen respektiert und akzeptiert", heißt es in der Pressemitteilung.

Wie in anderen Vereinen auch, haben sich Verantwortliche und Trainer des Vereins in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Muster-Hygienekonzept des BFV auseinandergesetzt. "Dieses Konzept ist in vielen Punkten sehr fordernd für die Spieler und die Vereine und es werden überall zahlreiche helfende Hände ehrenamtlich tätiger Vereinsmitglieder benötigt, um es in seiner Gesamtheit umsetzen zu können", informiert der Verein. Dieser Aufwand sei auch gerechtfertigt, da für Spieler und Betreuer in geschlossenen Räumen und bei der Nutzung sanitärer Anlagen in den jeweiligen Sportstätten das größte Infektionsrisiko bestehen dürfte.

Bei den Heimspielen der Herren alle zwei Wochen könne dies sicher umgesetzt werden, ob dies "bei bis zu 5 Heimspielen der Jugendmannschaften in einer Woche ehrenamtlich möglich sein würde, wirft doch erhebliche Zweifel auf". Denn: "An der grundsätzlichen Problematik des Infektionsrisikos bei Kontaktsport, auch im Freien, vermag auch das vom BFV vorgelegte Konzept nichts entscheidend zu ändern."

Vor diesem Hintergrund mussten Vorstand und Trainer entscheiden, wie man weiter vorgehen werde. Die Eltern der G- bis D-Junioren und -Juniorinnen wurden gefragt, ob diese Teams weiter an der Verbandsrunde im Herbst teilnehmen sollen.

"Getragen war diese Meinungsabfrage von drei wesentlichen Gedanken der Verantwortlichen: 1. unseren knapp 50 jungen Fußballern und Fußballerinnen im Alter zwischen 5 und 12 Jahren in der Herbstrunde eine zusätzliche Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und bei Unterschreitung der Mindestabstände im Freien außerhalb des aktiven Spiels zu ersparen und 2. sie bei sicher zum Teil unumgänglichen Sperrungen der Mannschaftskabinen – daheim und auswärts – dem herbstlichen Schmuddelwetter nicht auszusetzen und 3. vor allem einen spürbaren Beitrag zu leisten, dass es in Kindertagesstätte und Grundschule in Obernzell nicht zu Quarantäne oder Schließung kommt", heißt es dazu in der Pressemitteilung.

Das Ergebnis der Umfrage war deutlich: Über 90 Prozent der befragten Eltern sprachen sich dafür aus, dass ihre Kinder zwar weiter trainieren, aber nicht an der Verbandsrunde teilnehmen sollen. Und diesem Votum schloss sich der Vorstand des Vereins einstimmig an.

Die Folge: Die ganz jungen Kicker des FC werden nicht – wie es tausende andere in Bayern an diesem Wochenende erstmals wieder gemacht haben – um Punkte kämpfen, die in den Spielgemeinschaften aktiven, älteren Fußballer schon. "Selbstverständlich würden wir dabei jeden Wunsch eines Spielers oder seiner Eltern, aus Sorge vor dem aktuellen Pandemiegeschehen nicht am Spielbetrieb teilnehmen zu wollen, ohne Wenn und Aber respektieren", so die Pressemitteilung. Und weiter: "Als zusätzlichen Schutz unserer Spieler haben wir jedoch festgelegt, dass wir mit unseren Spielern, die auch in vollständig getrennten Trainingsgruppen trainieren, innerhalb der Spielgemeinschaft nicht jahrgangsübergreifend im älteren Jahrgang aushelfen. Dies dient dem Gedanken, Kontaktgruppen kleiner zu halten und nicht zu durchmischen. Nötigenfalls käme es eben zum Flexspielbetrieb (9:9) oder zur Spielabsage." − mis/red












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