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Vorwurf der Aggressivität | 30.10.2020 | 09:51 Uhr

Ein Jugendspiel und sein Nachspiel: Wacker äußert harte Anschuldigungen – Deggendorf wehrt sich

von Franz Aichinger

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Im Duell der Nachwuchsleistungszentren standen sich am 10. Oktober die Kapitäne Samuel Langen (Deggendorf/links) und Niklas Käser (Burghausen) mit ihren Teams gegenüber. Das an Emotionen reiche Spiel der C-Junioren-Bayernliga Südost hat nun ein Nachspiel. −Foto: Gabi Zucker

Im Duell der Nachwuchsleistungszentren standen sich am 10. Oktober die Kapitäne Samuel Langen (Deggendorf/links) und Niklas Käser (Burghausen) mit ihren Teams gegenüber. Das an Emotionen reiche Spiel der C-Junioren-Bayernliga Südost hat nun ein Nachspiel. −Foto: Gabi Zucker

Im Duell der Nachwuchsleistungszentren standen sich am 10. Oktober die Kapitäne Samuel Langen (Deggendorf/links) und Niklas Käser (Burghausen) mit ihren Teams gegenüber. Das an Emotionen reiche Spiel der C-Junioren-Bayernliga Südost hat nun ein Nachspiel. −Foto: Gabi Zucker


In der Fußball-Bayernliga Südost der C-Junioren hatte der SV Wacker Burghausen am 10. Oktober vor rund 50 Zuschauern auf dem Kunstrasen im Stadtteil Lindach die Spvgg GW Deggendorf zu Gast und kassierte eine 2:3-Niederlage. Dieses Jugendspiel hat nun ein Nachspiel, denn die Gäste und deren Anhang wehren sich gegen die Burghauser Darstellung dieser Partie in der Presse.

Unter dem Titel "2:3-Pleite gegen aggressiven Gast" erschien in einigen oberbayerischen Ausgaben der Heimatzeitung am 13. Oktober ein Artikel, in dem wie jede Woche die Einsätze der Burghauser Nachwuchsfußballer verarbeitet wurden. Die Informationen stammen vom Verein und werden aktuell in Person des Leiters des Nachwuchsleistungszentrums des SVW, Georg Ramstetter, aufbereitet und weitergeleitet. Das ist seit Jahren so gängige und bewährte Praxis und war bis dato noch nie Anlass für Kritik.

Trainer und Spielereltern der Gäste als Streitpunkt

Beim 42-zeiligen Spielbericht der Burghauser U15 gegen Deggendorf sprach der SVW von einem Gast, der "von Beginn an äußerst angriffslustig" agierte, von einem Elfmeter "nach einem groben Foul", von einem "Duell, das in der zweiten Halbzeit immer hitziger wurde, vor allem durch unschönes Verhalten der Deggendorfer am Spielfeldrand" und von einer "robusten Abwehr" der Niederbayern. Am Schluss wird SVW-Trainer Sebastian Weiß wörtlich so zitiert: "Wir haben unglücklich verloren. Erschreckend fand ich das aggressive Verhalten des Deggendorfer Trainers und der Spielereltern. Das war kein gutes Vorbild für die Jugend." Von diesem Zitat distanziert sich der Coach mittlerweile insofern, dass er den gegnerischen Trainer Christian Schwarzensteiner ausnehmen möchte, mit dem er sich inzwischen ausgesprochen habe.

Dagegen sieht Ramstetter, der selbst vor Ort war, vor allem den Übungsleiter der Spvgg als Sündenbock. Der habe sich seiner Meinung nach "nicht vorbildlich verhalten" und deshalb vom Schiedsrichter auch eine gelbe Karte erhalten. Gleiches gelte auch für die Eltern der Spieler, die am Zaun standen, und von dort versucht hätten, das "Geschehen lautstark zu beeinflussen". Ramstetter wörtlich: "Das Verhalten von Zuschauern und Eltern am Spielfeldrand, das geprägt ist von ständigen negativen Äußerungen gegenüber Schiedsrichter und gegnerischer Mannschaft ist grundsätzlich ein Übel und beim Jugendfußball einfach fehl am Platz. Auch das Trainerverhalten sollte in unseren Augen mit Zurückhaltung gegenüber den Schiedsrichtern vonstatten gehen. Wenn von außen immer kritisiert und in übertriebenem Maße emotionalisiert wird, dann ist das sicher nicht optimal. Man sollte ein solches Verhalten auch nicht immer unkommentiert hinnehmen."

Durch diese Emotionalisierung von außen habe sich das Spiel aufgeschaukelt, so Wackers NLZ-Chef weiter. Seine Spieler hätten sich davon beeinflussen lassen und den Faden verloren. Ramstetter, der seinem jungen Trainer angesichts der aufgeheizten Atmosphäre zugeredet habe, ruhig zu bleiben, steht auf Nachfrage zu den Informationen, die er für den Zeitungsbericht formuliert hat. Nur eine Sache möchte er abmildern. Das "grobe Foul", das zum Elfmeter für den Gastgeber geführt hat, sei wohl "eher als normales Foul" einzustufen.

"Das war geschickt gemacht vom Stürmer, der gekreuzt ist und dann zu Fall kam. Mit grobem Foul hat das nichts zu tun", kontert Deggendorfs Trainer Christian Schwarzensteiner nun. Der beschuldigte Trainer der Deggendorfer versichert, dass er "kein schlechtes Gewissen" habe. Er zeigt sich vielmehr verwundert über die Burghauser Sichtweise der Partie, bezeichnet diese als "einseitig": "Das war ein faires und gutes Spiel, ohne Streitigkeiten und Querelen. Ich vermute, dass Herr Ramstetter in diesem Fall ein schlechter Verlierer war." Von Aggressionen könne jedenfalls keine Rede sein. "Ich gebe Anweisungen von draußen. Die gelten nur meiner Mannschaft und nicht dem Gegner. Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Das entspricht in keinster Weise der Wahrheit", kontert der 45 Jahre alte Inhaber der Elite-Lizenz, der seit sechs Jahren in Deggendorf auf der Bank sitzt und sich selbst als "leidenschaftlicher Trainer" bezeichnet. Er fügt an: "Wir werden nie einen Spieler aggressiv ausbilden."

Die gelbe Karte, so Schwarzensteiner weiter, habe er gesehen, "weil der Schiedsrichter und ich anderer Meinung wegen eines elfmeterreifen Fouls waren". Das habe man aber nach dem Spiel geklärt. Von einem Fehlverhalten von Eltern am Spielfeldrand habe er, so der Coach, nichts mitbekommen: "Ich empfinde unsere Spielereltern als sehr angenehm. Das wundert mich ebenfalls." Außerdem werde im Verein großer Wert auf Fairness gelegt.

Schiedsrichter: "Normal emotionales Spiel"

Und wie hat der Schiedsrichter, der insgesamt drei gelbe Karten an die Spieler beider Teams (zwei gegen Burghausen, eine gegen Deggendorf) verteilte, diese Begegnung der U15 erlebt? "Das war ein normal emotionales Spiel, für die C-Jugend in der Bayernliga im Normalbereich", erklärt Hannes Nick vom FC Kirchweidach auf Nachfrage der Heimatzeitung. Warum er dem Gäste-Coach Gelb zeigte, begründet der 20-Jährige so: "Der Trainer hat in drei unterschiedlichen Szenen reklamiert. Ich habe versucht mit ihm zu reden und ihm nach dem dritten Reklamieren mit der Karte die Grenzen aufgezeigt." Die Zwischenrufe der Spielereltern hat der Unparteiische sehr wohl vernommen, diese seien aber "im normalen Bereich" gewesen: "Da war nichts Beleidigendes dabei."

Übrigens: Im Frühjahr steht das Rückspiel der beiden rivalisierenden Vereine aus den Nachwuchsleistungszentren an.












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