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Juniorenfußball | 15.01.2020 | 11:26 Uhr

B-Jugend abschaffen: BFV-Niederbayern schlägt Reform der höheren Altersklassen vor

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−Symbolfoto: M. Duschl

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Nach der Kreisreform 2018 steht der niederbayerische Fußball vor der nächsten größeren Veränderung: Eine Neustrukturierung der hohen Altersklassen im Juniorenbereich. Die B-Junioren auf Kreisebene sollen abgeschafft, der U19-Jahrgang künftig im Herrenbereich eingegliedert werden – wenn die Vereine mit einer deutlichen Mehrheit einem Reformvorschlag des Verbandes zustimmen. Eine Umsetzung sei zur Saison 2021/22 angestrebt, wie der Kreis-Ost-Vorsitzende Christian Bernkopf am Mittwoch sagte.

Ziel der geplanten Veränderungen ist es, den Spielbetrieb im älteren Nachwuchsbereich zu stabilisieren. "Die Mannschaftsrückgänge im Laufe einer Saison sollen minimiert werden", teilt der BFV-Niederbayern mit. Gerade bei den B- und A-Junioren "beklagen viele Vereine eine große Personalnot", wissen die Funktionäre um Bernkopf und Bezirksjugendleiter Karl Schlecht. Der Wunsch nach einer Veränderung sei aus vielen Vereinen zu hören gewesen, berichtete Bernkopf an Mittwoch bei einem Pressegespräch in der BFV-Geschäftsstelle in Straubing. Und weil der Deutsche Fußballbund (DFB) nun die Möglichkeit geschaffen hat, dass die Landesverbände individuelle Projekte im Juniorenfußball starten, sei man tätig geworden. Bernkopf übernahm dabei die tragende Rolle des Projektentwicklers und brachte in Abstimmung mit Schlecht folgenden Vorschlag zu Papier:

Der Vorschlag

– Die B-Junioren auf Kreisebene werden grundsätzlich gestrichen. Mit einer Einschränkung: "Für Vereine, die unbedingt einen B-Jugend-Spielbetrieb (U17) auf Kreisebene beibehalten wollen, bieten wir eine Kreisliga an, welche auf den Aufsteiger in die Bezirksoberliga ausspielt."
– Der U19-Jahrgang wird nicht mehr dem Jugend-, sondern dem Herrenbereich zugeordnet.
– Die Jahrgänge U16, U17 und U18 bilden künftig die A-Junioren-Mannschaften.

Von diesen Veränderungen unberührt bleiben die Jahrgänge bis U15 und die Verbandsebene, betont der BFV. Bernkopf, Schlecht und ihre Kameraden wollen den Reformvorschlag in Wintertagungen Ende Februar bzw. Anfang März den Vereinen vorstellen. Anschließend soll es Workshops dazu geben und ein endgültiger Reformvorschlag erarbeitet werden. Dieser steht dann Ende Mai zur Abstimmung. Für eine Neustrukturierung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Laut BFV sei es auch möglich, dass nur im Kreis Ost oder West eine Anpassung der Altersstruktur durchgeführt wird.

Nachteile des Reformvorschlags

Vom U18-Kreismeister rückt kein Spieler in den Herrenbereich auf, da er in die U19-BOL aufsteigt. Beim Absteiger aus der U19-BOL kommen in einem Jahr zwei Jahrgänge in den Herrenbereich. Schwächere U19-Spieler kommen früher in den Herrenbereich als stärkere. Im Fall des Abstiegs aus der A-BOL verliert der Verein zwei Jahrgänge an den Herrenbereich.

Nicht zuletzt deshalb betont Bernkopf: "Wir wollen auf die Sache auf jeden Fall gemeinsam angehen. Wir werden sicher nichts gegen den Willen der Vereine entscheiden. Darum ist wichtig, dass alle mitarbeiten, damit wir am Ende die beste Lösung finden." Er habe ein sehr gutes Gefühl, dass die Vereine den Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Nun gehe es darum, gewisse Probleme zu erkennen und Schwächen auszuräumen. "Dann hoffe ich können wir einen Vorschlag zur Abstimmung bringen, der alle zufriedenstellt", sagt Bernkopf.

Kein Modell wie in Oberbayern

Von einem Modell wie Oberbayern angedacht hält man bei den BFV-Verantwortlichen in Niederbayern übrigens nichts. Auch dort soll der ältere Jahrgang der U19 künftig aus dem Junioren-Spielbetrieb verschwinden und vollständig in den Herren-Spielbetrieb integriert werden soll. Bei der Umsetzung sollen allerdings einfach die Jahrgänge um einen Jahrgang nach unten versetzt werden. Soll heißen: Die bisher geltende Einteilung in U19, U17, U15, usw. würde dann ersetzt durch eine Klassifizierung nach U18, U16, U14 usw. "In den letzten Jahren war es immer mehr Thema, dass die jungen Fußballer zu früh in den organisierten Betrieb integriert werden, dass zu früh der Erfolgsdruck kommt. Mit Fairplay-Liga, Funinio usw. wollen wir diesem entgegenwirken. Wenn wir jetzt die Jahrgänge einfach nach unten verschieben, kommen die Nachwuchskicker ja doch wieder früher in den Ligabetrieb, das würde der Sache ja entgegenwirken", erklärt Bernkopf. − la/midMehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag, 16. Januar, im Sportteil Ihrer Heimatzeitung (Online-Kiosk) – oder hier als registrierter Abonnent.












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