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Serie "Mein Leben, der Sport" | 30.12.2021 | 06:00 Uhr

Die helle Freude an Beruf und Fußball: Bayernliga-Spielerin Julia Hufsky arbeitet als Brauerin

von Helmut Heininger

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Alles unter Kontrolle im Lagerkeller hat Brauerin Julia Hufsky, hier unter einem der riesigen Bier-Tanks. −Foto: privat

Alles unter Kontrolle im Lagerkeller hat Brauerin Julia Hufsky, hier unter einem der riesigen Bier-Tanks. −Foto: privat

Alles unter Kontrolle im Lagerkeller hat Brauerin Julia Hufsky, hier unter einem der riesigen Bier-Tanks. −Foto: privat


Bierbrauen ist Männersache! Ein längst überholtes Vorurteil, wie Julia Hufsky beweist. Die 28-Jährige ist als Brauerin bei der "Hacklberger" beschäftigt. Aus Leidenschaft. Sie findet ihren Beruf "cool und eine Wissenschaft für sich." Ebenso begeistert ist die Fürstensteinerin vom Fußballsport. Und auch hier ist sie eine absolute Fachkraft, zählt als defensive Mittelfeld-Abräumerin zu den Stützen beim Bayernligisten FC Ruderting.

Schon immer habe sie sich für chemische Prozesse interessiert. Nach dem Abitur am Gymnasium Vilshofen stellte sich 2012 die Frage nach der Berufswahl. "Ich wollte eigentlich gerne eine Ausbildung zur Chemielaborantin machen. Es gibt aber in unserer Region sehr wenige Betriebe, die das anbieten. Da hätte ich wegziehen müssen", erzählt das heimatverbundene Multitalent.

Technisch versiert, konditions- und zweikampfstark: Julia Hufsky (rechts, gegen Lorena Gruendel vom Schwabthaler SV), ist eine tragende Säule im Spiel der Rudertinger Fußball-Frauen. −Foto: Mike Sigl

Technisch versiert, konditions- und zweikampfstark: Julia Hufsky (rechts, gegen Lorena Gruendel vom Schwabthaler SV), ist eine tragende Säule im Spiel der Rudertinger Fußball-Frauen. −Foto: Mike Sigl

Technisch versiert, konditions- und zweikampfstark: Julia Hufsky (rechts, gegen Lorena Gruendel vom Schwabthaler SV), ist eine tragende Säule im Spiel der Rudertinger Fußball-Frauen. −Foto: Mike Sigl


Durch Zufall erfuhr sie von einer offenen Ausbildungsstelle bei der Hutthurmer Brauerei. Sie befasste sich mit der Thematik, fand daran Gefallen, schickte eine Bewerbung – und wurde eingestellt. "Natürlich waren die Verantwortlichen erst verwundert, für den Brauer-Beruf hatte sich zuvor noch keine Frau beworben. Ich habe aber die Chance bekommen, alle Kollegen haben mich akzeptiert und fair behandelt. Dafür war und bin ich sehr dankbar", blickt die 28-Jährige zurück.

Nach der zweieinhalbjährigen Ausbildung gönnte sie sich eine einjährige Auszeit und bereiste mit ihrem Freund Kevin die USA und Australien. Ein faszinierender Trip mit vielen neuen Eindrücken. "Unter anderem sind wir mit dem Radl die 600 Kilometer von Los Angeles nach San Francisco gefahren, ein Super-Erlebnis. Danach ging‘s mit einem Campingbus über Seattle nach Las Vegas. Nach drei Monaten sind wir nach Sydney geflogen, von da nach Adelaide. Und da haben wir uns Jobs gesucht, um die Reise weiter finanzieren zu können", erklärt die Fürstensteinerin.

Während Kevin Beschäftigung bei der Instandhaltung der Felder in einem Weinbaugebiet fand, verschlug es Julia Hufsky – natürlich – in die Produktion von Hochprozentigem. Wieder durch Zufall tat sich die Gelegenheit auf, in einer Whiskeybrennerei zu arbeiten. Ihre beruflichen Kenntnisse haben ihr dort sehr geholfen, auch dieser Abschnitt war für sie lehrreich und unvergesslich. Ein gutes halbes Jahr hat das niederbayerische Paar auf dem 5. Kontinent gejobbt, nach etwas Resturlaub ging es wieder in die Heimat.

Dort wurde Julia Hufsky sehnlichst zurückerwartet von ihren Teamkolleginnen beim FC Ruderting. Hier spielt sie seit 2015 eine tragende Rolle, war maßgeblich am Aufstieg in die Landesliga 2016 und drei Jahre später in die Bayernliga beteiligt. Davor war die Mittelfeld-Akteurin von 2011 bis 2015 bereits beim SV Frauenbiburg in der Bayernliga aktiv, bestritt dort 65 Partien in der höchsten weißblauen Spielklasse. Das Fußballspielen gelernt hat sie beim Heimatverein SV Fürstenstein. Dort legte sie übrigens auch die Schiedsrichter-Prüfung ab und pfiff einige Partien. "Ich habe das dem Verein zuliebe gemacht. Es war eine sehr interessante Erfahrung, letztlich war mir das aktive Spielen doch viel lieber. Ich kann mich aber dadurch schon besser in die Rolle der Unparteiischen hineinversetzen und weiß genau, dass sie kein leichtes Amt haben."

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag, 30. Dezember, im Sportteil der PNP (Online-Kiosk) – oder hier als registrierter Abonnent bei PNP Plus.












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