Designierter Vizemeister der Regionalliga kommt
Wacker: Endlich ein Dreier gegen Vilzing – Schwierige Personalsituation beim Gastgeber

03.05.2024 | Stand 03.05.2024, 18:42 Uhr

Alle 31 Liga-Spiele dieser Saison hat Burghausens Torhüter Markus Schöller (hinten) bestritten. Am 4. Mai rollt auf den Österreicher mit Vilzing der drittbeste Angriff der Regionalliga Bayern zu. − Foto: mb.presse

Gelingt dem SV Wacker Burghausen im fünften Anlauf endlich ein Sieg gegen die DJK Vilzing? Der designierte Vizemeister der Fußball-Regionalliga Bayern gastiert am Samstag., 4. Mai, um 14 Uhr in der Wacker-Arena und könnte seinerseits mit einem Dreier den 2. Platz vorzeitig absichern.

In zwei Liga-Vergleichen zog Burghausen den Kürzeren, erreichte in der vergangenen Saison ein 1:1 in Vilzing, unterlag den Oberpfälzern jedoch auch im Totopokal. Beim Hinspiel Mitte Oktober vergangenen Jahres im Chamer Vorort musste man sich trotz guter Leistung und ausgeglichenem Spielverlauf mit 0:2 geschlagen geben. Nachdem in der vergangenen Woche mit dem 2:1 beim SV Schalding-Heining die Klasse vorzeitig gesichert wurde, kann das Team von SVW-Trainer Robert Berg befreit aufspielen. Es hat sich den ersten Erfolg gegen die Vilzinger fest vorgenommen. „Mit 66 Treffern stellt Vilzing den drittbesten Angriff der Liga, da ist also ordentlich Offensivpower vorhanden. Wir werden aber ganz gewiss nicht auf ein Remis spekulieren, uns hinten reinstellen oder auf Halten spielen. Wir werden die Sache offensiv angehen und auf Sieg spielen“, gibt Burghausens Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk die Marschrichtung vor.

Die Gäste, die zuletzt vor heimischer Kulisse im Manfred-Zollner-Stadion eine 0:1-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten FC Eintracht Bamberg hinnehmen mussten, reisen durchaus mit Respekt an die Salzach, wie Vilzings Sportlicher Leiter Sepp Beller formuliert: „Burghausen spielt eine starke Rückrunde und hat einen Lauf. Das wird eine hammerharte Aufgabe. Wir sehen uns in diesem Spiel auch nicht als Favorit, sondern als Außenseiter.“ Bei der DJK-Truppe ist die Saison für Jakob Zitzelsberger wegen einer Knochenabsplitterung beendet, eventuell droht dem Abwehrspieler sogar eine Operation. Martin Kauschinger hat sich bei seinem Einsatz in der zweiten Formation eine Muskelverletzung zugezogen und muss ebenfalls passen. Dagegen ist Fabian Trettenbach wieder ins Training eingestiegen und sollte mit dabei sein.

Auf Seiten der Hausherren ist die Personalsituation deutlich angespannter: Neben den Langzeitverletzten Moritz Sommerauer und Denis Ade fallen weiterhin Torjäger Andrija Bosnjak und Angreifer Brajan Begotaraj verletzungsbedingt aus. Zudem haben Artur Andreichyk und Alexander Spitzer in Schalding jeweils ihre fünfte gelbe Karte gesehen und fehlen deshalb gesperrt. Auch ein Einsatz von Andrej Pavlovic ist fraglich.

„Wir sind froh, dass wir letzte Woche den Klassenerhalt aus eigener Kraft eingetütet haben und freuen uns jetzt auf die letzten drei Spiele. Natürlich haben wir erhebliche Ausfälle. Dafür bekommen jetzt andere Jungs die Chance, sich zu zeigen. Ich bin überzeugt, dass wir gegen den Tabellenzweiten trotzdem ein Spiel auf Augenhöhe zeigen werden. Wenn wir das schaffen, wollen wir natürlich auch gewinnen”, gibt sich Berg zuversichtlich, dass sein Team nicht nur den Dreier packt, sondern auch in den verbleibenden Begegnungen den einstelligen Tabellenplatz absichert: Nächsten Freitag gastiert der Rangneunte beim derzeitigen Schlusslicht FC Memmingen, und zum Saisonfinale am 18. Mai erwartet man in der Wacker-Arena den FC Augsburg II.