Erst gegen Mölders, dann der Pokal
Super-Schalding: Und jetzt zwei Knallerspiele – Sogar der Gegner freut sich für Schnabel

29.08.2022 | Stand 22.09.2023, 6:17 Uhr |

Durchgesetzt gegen drei: Fabian Schnabel sucht und findet den Abschluss. Auch dank eines Treffers des Angreifers bezwingt der SV Schalding den TSV Kottern 3:0. −Foto: Mike Sigl

Von Michael Oswald

Wenn aus der Kabine des Schalding-Heining minutenlang Jubelgesänge ertönen, wenn der 1. Vorsitzende Wolfgang Wagner nach dem verdienten 3:0-Heimsieg gegen den TSV Kottern redselig den bisherigen Saisonverlauf analysiert und Einblick in seine SVS-Gefühlswelt gibt („bei uns ist alles im grünen Bereich, wir bleiben auf dem Boden“) und wenn eingefleischte Fans anschließend skandieren: „Danke, Stefan!“, dann muss am Reuthinger Weg etwas Besonderes passiert sein.

Besonders war in der Tat die Art und Weise, mit der gefestigte und selbstbewusste Schaldinger am Samstagnachmittag den auswärtsstarken und defensiv robusten Gästen ihre Grenzen aufzeigten. Es war – den 4:1-Pokalsieg gegen Regionalligist Heimstetten mit eingerechnet – bereits der fünfte Erfolg in Serie für die Truppe von Coach Stefan Köck. Die verkorksten Heimauftritte gegen Erlbach (0:2) und Ingolstadt II (1:1) sind längst vergessen. Der Lohn für die zuletzt klare Spielweise: Platz 2 in der Bayernliga Süd und das erste von zwei Kracher-Duellen, wenn der SVS in einer Woche bei Tabellenführer TSV Landsberg um Ex-Löwe Sascha Mölders antritt.

Nachdem die Schaldinger den Gegner weichgeklopft hatten, gab es Druck ohne Ende auf das Kotterner Tor. Am auffälligsten dabei: Fabian Schnabel, der mit dem Schlusspfiff zum 3:0-Endstand traf (90+4) und Gäste-Trainer Matthias Günes zu der Aussage veranlasste: „Das hat mich für ihn sogar noch gefreut, weil der hat ja alles probiert, um zu treffen. Da ist wohl einiges von den Schultern gefallen und gefühlt hat sich ganz Passau über seinen Treffer gefreut. Alles in allem für uns: Abfahrt 10.30 Uhr, Ankunft 13 Uhr, Null Punkte, Sch...tag!“ Auch Schaldings Trainer Stefan Köck freute sich mit Schnabel und der Mannschaft, findet aber am beachtlichsten: „Wenn sich so viele Leute mit einem mitfreuen können, dann zeigt das den Charakter der Truppe und das zeichnet die Mannschaft momentan aus.“

Nach dem jüngsten Lauf ist die Vorfreude auf die kommenden Kracherduelle im SVS-Lager dementsprechend groß. Denn nicht nur das Spitzenspiel in Landsberg steht im Fokus, sondern drei Tage später auch das Achtelfinale des Bayerischen Totopokals. Am Dienstag, 6. September gastiert dabei Drittligist FC Ingolstadt ab 17.30 Uhr am Reuthinger Weg. Bis dahin dürften auch wieder die zuletzt fehlenden Patrick Drofa (Schleimbeutelentzündung) sowie Patrick Rott (Urlaub) und Philipp Knochner (privat verhindert) zur Verfügung stehen.


 Karten für den Pokalschlager gegen den FC Ingolstadt gibt es im Vorverkauf noch am Dienstag, 30. August, von 16.30 bis 18.30 Uhr in der SVS-Geschäftsstelle am Reuthinger Weg.