Zweiter Matchball für Buchbach
Nur 1:1 gegen VfB Eichstätt – Zusatzpunkt durch Sieg im Elfmeterschießen

26.05.2024 | Stand 26.05.2024, 16:00 Uhr

Mit dem Sieg im Elfmeterschießen haben sich die Buchbacher einen Zusatzpunkt erarbeitet. − Foto: Buchholz

Der TSV Buchbach muss in der Fußball-Regionalliga-Relegation auf den zweiten Matchball hoffen. Nach dem 1:1 am Freitagabend gegen den VfB Eichstätt brauchen die Rot-Weißen am Dienstag, 28. Mai, mindestens ein Unentschieden, um sicher in der Liga zu bleiben. Der Zusatzpunkt, den sich die Buchbacher durch den 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen erarbeitet haben, würde bei einem Remis den Ausschlag zugunsten des Gründungsmitgliedes geben. Bei einem Sieg in Bamberg, wäre die Mannschaft von Trainer Aleksandro Petrovic ohnehin in der Liga, und zugleich würde der VfB Eichstätt aufsteigen. Bei einer Niederlage bliebe den Rot-Weißen lediglich der mögliche Drittliga-Aufstieg der Würzburger Kickers als letzter Rettungsanker.

So weit will es der Kult-Klub, der einen Fanbus einsetzt, jedoch nicht kommen lassen. „Keiner hätte in der Winterpause auch nur einen Cent auf uns gegeben, jetzt sind wir so weit gekommen, jetzt machen wir das Ding auch perfekt“, ist Abteilungsleiter Georg Hanslmaier überzeugt. Und auch Petrovic glaubt weiter an den Klassenerhalt. Warum? „Weil wir der TSV sind.“ Dass dieses Selbstverständnis nach der Partie gegen Eichstätt nicht gelitten hat, ist freilich mehr dem unerschütterlichen Glauben als der Leistung zuzuschreiben.

„Meine junge Mannschaft hat Buchbach in der zweiten Halbzeit an die Wand gespielt“, lobt Eichstätts Trainer Dominic Rühl sein Team, trauert jedoch auch dem mangelnden Ertrag nach: „Wir waren jetzt drei Halbzeiten gegen zwei Regionalligisten die bessere Mannschaft, deswegen hätten wir es verdient, in der nächsten Saison da oben zu spielen.“ Der VfB-Coach befürchtet am Dienstag ein zweites Cordoba, weil beide Kontrahenten je ein Elfmeterschießen gewonnen haben und mit einem Remis gerettet wären: „Hätten wir von der Elfmeterentscheidung gewusst, hätten wir diesem Relegationsmodus nicht zugestimmt.“

Dass die Eichstätter der entscheidenden Partie mit einem unguten Gefühl entgegensehen, liegt auf der Hand, doch Petrovic hat Rühl einen sportlich fairen Wettkampf versprochen: „Wir hauen alles raus, meine Mannschaft kann gar nicht auf Unentschieden spielen.“ Dass die Eichstätter im Endspurt noch zum Unentschieden gekommen sind, war durchaus verdient. Hätten die Buchbacher nach dem 1:0 durch Sammy Ammari, der mit einem Schlenzer nach Zuspiel von Albano Gashi erfolgreich war (25.), ihre Chancen allerdings besser genutzt, wäre die Partie wohl entschieden gewesen: Tobias Stoßberger scheiterte per Hacke an der Latte (30.), Tobias Heiland an Keeper Pillip Böhm (38.), und Tobi Sztaf verzog knapp (45.). „Wir müssen mindestens mit 2:0 in die Pause gehen“, so Petrovic.

Nach dem Seitenwechsel verloren die Buchbacher immer wieder die Ordnung, standen hinten noch einigermaßen stabil, ehe der eingewechselte Nerman Mackic nach seinem ersten Zweikampf mit Rot vom Feld musste (79.). Danach war Eichstätt drückend überlegen und schaffte mit dem Kopfball-Treffer von Lucas Schraufstetter das 1:1 (90.). Im Elfmeterschießen avancierte Buchbachs Keeper Ludwig Zech, der gleich zwei Versuche abwehrte, dann zum Helden.

− mb