„Zeitpunkt ziemlich unglücklich“
Vierter Abgang in den Profibereich: Elija Härtl verlässt Vilzing Richtung Würzburg – Suche nach Ersatz läuft

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 10:10 Uhr |

Elija Härtl (Nummer vier) überzeugte in der vergangenen Saison bei der DJK Vilzing. Foto: rtn

Knapp zwei Wochen vor Saisonbeginn müssen die Regionalligakicker der DJK Vilzing einen weiteren personellen Rückschlag verarbeiten.

Abwehrspieler Elija Härtl (22) hat kurzfristig um Vertragsauflösung gebeten und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Ligarivalen und Aufstiegstopfavoriten Würzburger Kickers, wie der Fußball-Regionalligist mitteilte. Nach Sebastian Niedermeier, Fabio Pirner und Marco Pledl ist der 22-Jährige bereits der vierte Kicker binnen eines Jahres, der sich von den Schwarzgelben in Richtung professionelles Fußballgeschäft verabschiedet.

„Total überraschend kommt das Thema nicht für uns, wir wussten, dass Elija seit Monaten mit fast schon eineinhalb Augen in Richtung Profi-Optionen schielte. Der Zeitpunkt knapp zwei Wochen vor Saisonstart ist dennoch ziemlich unglücklich“, informiert Vilzings sportlicher Leiter Sepp Beller. „Wir hatten Elija zugesagt, dass wir ihm bei einem Angebot aus dem Profibereich keine Steine in den Weg legen, deshalb haben wir seinem Wunsch auch umgehend entsprochen, als er Anfang dieser Woche mit der Bitte um Vertragsauflösung auf uns zugekommen ist. Elija möchte sich mit dem Wechsel seinen Traum vom Profifußball erfüllen, das ist völlig in Ordnung für uns. Spätestens ab dem Zeitpunkt, als sich vor einiger Zeit sogar ein neuer Berater vorgestellt hat bei uns, war absehbar, dass das nur noch eine Frage er Zeit ist“, gibt Abteilungsleiter Roland Dachauer Einblicke in die Hintergrundabläufe.

Lesen Sie hier: Härtl, Vilzings Verteidigungsmonster

„Auf der anderen Seite ist es ohnehin so bei uns im Verein, dass wir erwarten, dass sich jeder Aktive zu 100 Prozent mit dem Verein, seinen Werten und der Mannschaft identifiziert - alles andere geht auf Dauer nicht gut. Wir sind ein Amateurklub, Elija möchte Profi werden, deshalb ist dieser Schritt für alle Beteiligten in Ordnung. Wir wünschen Elija nur das Beste auf seinem Weg, sagen Danke für das Jahr am Huthgarten und drücken die Daumen, dass er den Durchbruch im professionellen Fußball schafft“, führt Vilzings Abteilungsleiter weiter aus.

DJK-Coach Josef Eibl hat „keine Bauchschmerzen“ und rechnet mit Ersatztransfer



Trainer Josef Eibl bedauerte den Abgang: „Der Zeitpunkt ist alles andere als optimal. Man sieht aber, so läuft es im Profibereich ab“, sagte er. Seinem ehemaligen Schützling wünscht Eibl aber nur das aller Beste wie er sagt: „Ich hoffe, dass er sich seinen Profitraum verwirklichen kann. Und es ist natürlich auch eine Auszeichnung für die Arbeit, die im Verein geleistet worden ist.“

Die Lücke, die Härtl hinterlässt, dürfte auf jeden Fall geschlossen werden, ist sich Eibl sicher, so sagt er dazu: „Man hat es glaube ich gegen den Jahn gesehen, die Spieler die hier von Beginn an gespielt haben, haben es sich auch verdient gehabt und sie haben es hervorragend gemacht und deshalb habe ich hier keine Bauchschmerzen.“

Der Trainer geht der Trainer davon aus, dass man zeitnah einen Ersatz verpflichten kann. Elija Härtl war von der SpVgg Hankofen nach Vilzing gewechselt. Durch den Abgang tut sich nun kurz vor Saisonstart eine weitere Baustelle auf, die Schwarzgelben wollten aufgrund der Verletzungsmisere ohnehin noch auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Die Würzburger Kickers waren vergangene Saison nur knapp in der Aufstiegsrelegation zur dritten Liga gescheitert.

mz/rtn