Regionalliga
Die DJK Vilzing verliert vor über 2000 Zuschauern Spitzenspiel gegen die Würzburger Kickers

20.05.2024 | Stand 21.05.2024, 15:17 Uhr
Thomas Mühlbauer

Kapitän Christian Kufner stemmte sich in seinem letzten Spiel für die DJK Vilzing mit seiner Elf erfolglos gegen den Meister. Foto: Mühlbauer

Mit einer 0:4 (0:3) Niederlage im Gepäck beim Meister den Würzburger Kickers musste die DJK Vilzing am Samstag den Heimweg vom Dallenberg wieder antreten. Die Rahmenbedingungen waren perfekt, denn 2048 Zuschauer wollten die Partie mit der Meisterehrung des BFV nach Spielschluss sehen.

Der Vizemeister begann durchaus mutig und konnte in der sechsten Minute den ersten Abschluss verbuchen, als Jünger es aus der Distanz versuchte. Doch Würzburgs Keeper Friedsam hatte damit keine Probleme. In der neunten Minute war es Caciel, der es mit einem Schuss probierte, doch die Vilzinger konnten noch zur Ecke klären.

In der elften Minute war beinahe die Führung für den Meister fälig, als Montcheu einen Flachpass scharf von der Grundlinie in Tornähe brachte und Mario Kufner gerade noch das lange Bein dazwischen brachte, um die Kugel zu Keeper Putz zu lenken, denn hinter ihm wartete schon der einschussbereite Caciel.

Jubel in der 13. Minute

In der 13. Minute herrschte dann Jubel am Dallenberg, als die Kickers die DJK auskonterte. Franjic war im Mittelfeld nicht zu stoppen anschließend spielte er den Ball im richtigen Moment auf Caciel, der frei vor Putz zur Führung einnetzte. In der 16. Minute musste die Partie unterbrochen werden, als Mario Kufner im Mittelfeld bei einem Kopfballduell mit dem Kopf mit seinem Gegenspieler derart zusammenrasselte, dass er benommen liegen blieb und von den Sanitätern vom Platz getragen werden musste.

Wie die DJK Vilzing am Tag danach über ihre sozialen Kanäle informierte, konnte der Abwehrspieler nach einem ausgiebigen Check durch die Ärzte, die Heimreise aber mit dem Mannschaftsbus noch antreten. In der 22. Minute hätten die Kickers das 2:0 erzielen müssen, wieder setzte sich Caciel über die Außenbahn durch, sein Querpass fand Junge-Abiol am zweiten Pfosten, der es fertig brachte, das Leder aus gefühlt zwei Metern neben das Tor zu schieben. Die DJK blieb im Verlauf der ersten Hälfte weiter mutig und versteckte sich am Dallenberg keinesfalls, doch gegen den Meister war an diesem Tage nichts auszurichten. In der 37. Minute erhöhten die Hausherren durch einen Freistoß von Franjic auf 2:0, der den Ball sehenswert über die Mauer zirkelte. Keeper Putz blieb ohne Abwehrchance.

In der 39. Minute war es dann erneut Franjic, der es aus der Distanz versuchte, die Kugel ging durch die Beine der DJK Abwehr und so schlug die Kugel – abermals unhaltbar - für Putz zum 3:0 ein. Dabei blieb es dann auch bis zum Ende des ersten Durchgangs. Doch wer dachte, die DJK lässt sich in der zweiten Hälfte überrollen und erlebt ein Debakel, sah sich getäuscht. Denn der Vizemeister stemmte sich mit aller Macht und einem aufopferungsvollen Kampf gegen eine zu hohe Niederlage am Saisonende. Die Kickers nahmen bis Mitte der zweiten Hälfte aber auch den Fuß nicht vom Gaspedal – verständlich, denn für die Hausherren stehen noch drei ganz wichtige Spiele an.

In der 48. Minute brachte Hoch nach einem Vorstoß über die Außenbahn die Flanke scharf in Tornähe, doch Friedsam war zur Stelle und parierte zur Ecke. In der 53. Minute bekam die DJK Abwehr vor Augen geführt, welch riesige Qualität Saliou Sane hat, der auf engstem Raum, Elija Härtl und Nico Dantscher regelrecht einen Knoten in die Beine spielte um dann unhaltbar für Keeper Putz zum 4:0 abzuschließen.

Die DJK konnte sich im Angriffsdrittel aber immer wieder in Szene setzen. In der 69. Minute traf Müller zum vermeintlichen 4:1, doch kurz vor seinem Abschluss sprang ihm der Ball an die Hand, sodass der Treffer nicht zählte. In der 74. Minute segelte eine Müller-Ecke in den Würzburger Strafraum, Kordick kam am ersten Pfosten zum Kopfball – daneben.

Ende einer großen Saison

In der 80. Minute hätte Würzburg eigentlich auf 5:0 stellen müssen, denn nach der Vorarbeit von Moll, der sich über die Außenbahn durchsetzte, kam die Kugel zu Karimani, der es aus kürzester Distanz noch schaffte, die Kugel über den Querbalken zu setzen. So blieb es beim 4:0 für Würzburg, die DJK stand nach Spielschluss bei der Meisterehrung Spalier, mit der Gewissheit, dass eine überragende Saison nun zu Ende ist.

Das sagen die Trainer



Marco Wildersinn (Würzburger Kickers): „Wir hatten am Anfang Probleme, da hat man auch die Qualität von Vilzing gesehen. Wir hatten gegen den Ball wenig Zugriff und hatten bei Ballbesitz Probleme, nach vorne zu kommen. Es ist natürlich schön, dass am Ende so ein Sieg herauskommt. Ich finde aber, dass die Vilzinger hier ein gutes Spiel gemacht haben. Sie sind verdient Zweiter geworden.“
Josef Eibl (DJK Vilzing): „Wir haben gegen die beste Mannschaft der Liga gespielt. Das haben sie eindrucksvoll bewiesen. Wir sind die ersten 20 Minuten gut ins Spiel gekommen. Würzburg hat nach der Führung schnell das Zweite und Dritte gemacht. In der zweiten Hälfte hatten wir das ein oder andere Mal Glück. Es war ein verdienter Sieg für Würzburg.“