BFV gibt Anpassung bekannt
Der Regionalliga-Relegations-Fahrplan steht − und vielleicht steigt am Ende sogar nur der Letzte ab

14.05.2024 | Stand 15.05.2024, 10:07 Uhr

Geht‘s für den SV Schalding in die Relegation? Noch ist alles offen. − Foto: lakota

Lange wurde gerätselt und diskutiert, jetzt ist es fix: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat zusammen mit den betroffenen Vereinen den Relegations-Modus zur Regionalliga Bayern für die Spielzeit 2024/25 angepasst. Die Modifizierung erfolgte vorsorglich, teilt der Verband mit.

Hintergrund: Aus der 3. Liga gibt es keinen bayerischen Absteiger. Weiter unklar ist dagegen, welche Teams in der Bayernliga Süd in die Regionalliga wollen und ob es am Ende überhaupt einen Aufsteiger gibt. Bis auf Schwaben Augsburg haben eigentlich schon alle anderen Bewerber, darunter der SV Erlbach, öffentlich erklärt, nicht aufsteigen zu wollen. Schwaben Augsburg hält sich nach wie vor bedeckt.

Hier lesen Sie: Relegationsrätsel in der Regionalliga: Welche Szenarien es jetzt für Schalding gibt

Mit dem Ziel, auch in der kommenden Regionalliga-Spielzeit die Sollzahl von 18 Mannschaften zu erreichen, hat der BFV in einem Online-Meeting nun mögliche Relegationsvarianten präsentiert und zur Abstimmung gestellt. Nach dem Votum der Vereine – stimmberechtigt waren alle Vereine, die nach Abschluss des 33. Spieltages für eine der Relegationsvarianten infrage kommen – ergeben sich zwei Szenarien.

Szenario 1 kommt zum Tragen, sollte die Bayernliga Süd einen Direktaufsteiger in die Regionalliga Bayern stellen.

Sollte dies nicht der Fall sein, findet Szenario 2 Anwendung. Berücksichtigt wurde außerdem der mögliche Aufstieg des FC Würzburger Kickers in die 3. Liga. Der bereits feststehende Meister der Regionalliga Bayern tritt in den Aufstiegsspielen am 29. Mai und 2. Juni gegen Hannover 96 II, Meister der Regionalliga Nord, an.

Szenario 1



An der Relegation nehmen drei Vereine teil: Die Teams, die die Saison 2023/24 in der Regionalliga Bayern auf den Plätzen 15 (aktuell SV Schalding) und 16 (Eintracht Bamberg) abschließen sowie der Tabellenzweite der Bayernliga Nord. Die drei Teams treten dann in einer einfachen Runde im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ an. Jede Mannschaft hat also ein Heimspiel, in Summe werden drei Relegations-Partien ausgetragen. Die Reihenfolge der Spiele und das Heimrecht werden gelost. Sollte nach Ende der regulären Spielzeit kein Sieger feststehen, wird grundsätzlich ein Elfmeterschießen durchgeführt – der Gewinner des Elfmeterschießens erhält einen Zusatzpunkt, der ausschließlich zum Tragen kommt, sollten nach Abschluss der Relegation Vereine in der Relegationstabelle punktgleich sein. Die Relegationstabelle wird nach Abschluss der drei Spiele erstellt, die Kriterien sind an §23 der BFV-Spielordnung angelehnt. Es steigen so viele Mannschaften in die Regionalliga Bayern auf oder verbleiben in dieser, bis die Sollzahl von 18 Mannschaften erreicht ist. Soll heißen: mindestens zwei Plätze für drei Teilnehmer. Falls die Würzburger Kicker gegen Hannover II den Aufstieg in die 3. Liga packen, werden sogar drei Plätze in der Regionalliga frei – und die gesamte Relegation wäre im Nachhinein unnötig gewesen.

Szenario 2



Für den Fall, dass aus der Bayernliga Süd kein Verein von seinem Aufstiegsrecht Gebrauch macht und der FC Würzburger Kickers zur Saison 2024/25 in die 3. Liga aufsteigt, halten die Teams, die die Saison 2023/24 in der Regionalliga Bayern auf den Plätzen 15 und 16 abschließen, auf direktem Weg die Klasse. Der Vizemeister der Bayernliga Nord steigt zudem direkt auf. Der freiwerdende Platz wird zwischen dem Regionalliga-17. und dem Drittplatzierten der Bayernliga Nord ausgespielt. Die beiden Mannschaften treten in Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Der Tabellendritte der Bayernliga Nord hat im Hinspiel Heimrecht. Der Sieger aus dieser Begegnung steigt in die Regionalliga Bayern auf, sofern der FC Würzburger Kickers in die 3. Liga aufsteigt. Ist dies nicht der Fall, werden beide Mannschaften in die Bayernliga eingegliedert.

Spieltermine für Szenario 1 wären 21. Mai (Dienstag), 24. Mai (Freitag) und 28. Mai (Dienstag). Die Partien bei Eintreten von Szenario 2 würden – entsprechend dem Wunsch der abstimmenden Klubs – am 21. Mai (Dienstag) und 24. Mai (Freitag) ausgetragen. Die Auslosung der Relegationsspiele auf Verbandsebene erfolgt an diesem Samstagabend (25. Mai 2024).