Klarer Sieg für die Kickers
Chancenlos gegen den Meister: Schalding in der Relegation – aber es droht auch der Direktabstieg

11.05.2024 | Stand 12.05.2024, 11:41 Uhr |

Die fünfte Niederlage in Folge musste der SV Schalding um Jonas Goß und Patrick Drofa hinnehmen. − Archivfoto: Lakota

Der SV Schalding kann in der Regionalliga nicht mehr den direkten Klassenerhalt schaffen. Das steht seit Samstag und der 0:3-Heimpleite gegen den Meister Würzburger Kickers fest. Die Frage ist nun: Muss der SVS erstmals im seiner Regionalliga-Historie in die Relegation?

Da aus der Bayernliga Süd nur ein oder sogar gar keine Mannschaft nach oben geht, könnten die Niederbayern am Ende doch drin bleiben. Vor allem, wenn sie Rang 15 halten. Vor dem abschließenden Auswärtsspiele beim 1.FC Nürnberg II liegt die Köck-Elf zwei Punkte vor dem 16. Bamberg, das am Samstag in Augsburg verlor und am Schluss-Spieltag gegen den FC Bayern II ran muss. Ein weiterer Platz könnte frei werden, wenn Würzburg über die Relegation den Aufstieg in die 3. Liga schafft.

Allerdings kann Schalding auch noch direkt absteigen. Verliert man in Nürnberg II und Bamberg und Buchbach, das am Samstag überraschend mit 2:1 in Illertissen triumphierte, feiern Siege, wäre Buchbach punktgleich mit dem SVS. Dann käme es aufs Torverhältnis an, da liegt der TSV aktuell fünf Treffer hinter den Niederbayern.

600 Zuschauer sehen einseitiges Spiel



Der Meister aus Würzburg präsentiert sich am Samstag beim Gastspiel am Reuthinger Weg vor 660 Zuschauern und rund 100 mitgereisten Kickers-Anhängern von Beginn an voll fokussiert, wollte die schnelle Führung. Schalding stand oft mit zehn Mann hinter dem Ball und wollte dann schnell und mutig umschalten. Das klappte aber nur selten, hinten stand der SVS aber sicher, ließ kaum etwas zu.

Doch nach rund 20 Minuten wurde der Würzburger Druck immer größer. Mit einer Glanzparade verhinderte Max Böhnke nach einem Kopfball von Solomon Junge-Abiol noch den Ausgleich, kurz darauf war der Schlussmann aber chancenlos. Ein ganz feiner Lupfer über die Abwehr kam zu Dominik Meisel, der ganz cool versenkte (25.).

Nach der Führung beorderte Kickers-Coach Marco Wildersinn seine Jungs etwas weiter zurück, Schalding hatte nun öfters den Ball, konnte aber offensiv weiter kaum Szenen kreieren. Bis zur 40. Minute, als Markus Gallmaier nach einem Würzburger Ballverlust herrlich durchsteckte für Patrick Drofa, der aber an Keeper Vincent Friedsam scheiterte.

Die zweite Halbzeit begann dann wider wie die erste: mit Würzburger Dauerdruck. Schalding sah sich nur in der Defensive und fing sich schnell das vorentscheidende 0:2 ein. Saliou Sane schlenzte den Ball in den Winkel, nachdem der Gastgeber am Strafraum zuvor mehrmals nicht klären konnte (54.).

Wie schon nach dem ersten Tor ging der Gast erneut etwas vom Gas, in Gefahr geriert der Erfolg aber nie. Im Gegenteil: Nach 70 legten die Kickers wieder eine Schippe drauf – und prompt das dritte Tor nach, Maximilian Zaiser traf per Flachschuss aus 16 Metern gegen insgesamt chancenlose Schaldinger.