Vor dem Spiel beim FC Memmingen II
Plötzlich Chancen auf die Bayernliga-Relegation: TSV Jetzendorf setzt sich neues Saisonziel

10.05.2024 | Stand 10.05.2024, 16:36 Uhr |

Wieder dabei: Niklas Schröder (links) der die Jetzendorfer bei der 1:3-Hinspiel-Niederlage gegen den FC Memmingen II (in Rot) in Führung schoss, ist für Samstag eine Option. Foto: Kramer

Die Landesliga-Fußballer des TSV Jetzendorf haben ein neues Saisonziel: die Relegation zur Bayernliga. Nachdem der Tabellenzweite FC Kempten am Mittwoch sein Nachholspiel gegen den FC Memmingen II mit 1:6 verlor, beträgt der Rückstand der Jetzendorfer auf die Allgäuer vor dem Auswärtsspiel beim FC Memmingen II (Samstag, 13 Uhr) weiter nur zwei Punkte. Derweil will der FSV Pfaffenhofen beim VfL Kaufering (Samstag, 16 Uhr) die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.

FC Memmingen II - TSV Jetzendorf (Samstag, 13 Uhr): Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich angedeutet, dass der TSV Jetzendorf in dieser Saison noch ein Anwärter auf Platz zwei werden könnte. Trainer Kellner wollte davon lange nichts wissen, nun aber kommt auch er nicht mehr drum herum, das neue Saisonziel auszusprechen. „Es sind nur zwei Punkte auf Kempten und wir haben am letzten Spieltag noch das direkte Duell gegen sie. Natürlich probieren wir alles, um noch Zweiter zu werden.“ Dabei verspüre das Team keinerlei Druck. „Unser Ziel war der Klassenerhalt, das haben wir längst geschafft, wir können die verbleibenden beiden Spiele genießen. Wenn wir am letzten Spieltag ein Endspiel gegen Kempten haben, wäre das ein riesen Ding.“ Um dieses zu bekommen, muss Jetzendorf an diesem Samstag die Hürde FC Memmingen II nehmen. Die Allgäuer leisteten dem TSV noch am Mittwoch Schützenhilfe, in dem sie Kempten mit 6:1 vom Platz fegten. „Ich habe schon gehofft, dass Kempten Punkte liegen lässt, da sie zuletzt viele Spiele hatten. Mit so einem klaren Ergebnis habe ich aber nicht gerechnet“, sagt Kellner. Er hofft, dass sich sein Team am Samstag besser gegen Memmingen anstellt. „Grundsätzlich ist das kein Gegner, der uns liegt. Ich glaube wir haben dort noch nie gewonnen. Sie haben eine junge, dynamische Mannschaft, die nach vorne brandgefährlich werden kann, die hinten aber anfällig ist“, verweist der TSV-Coach auf das Memminger Torverhältnis (63:52). „Ein Vorteil für uns könnte sein, dass wir ausgeruht ins Spiel gehen können, während Memmingen aus einer Englischen Woche kommt.“ Kellners Team werde wohl nicht ganz vorne drauf gehen, sondern mit Mittelfeldpressing agieren. „Wir müssen aggressiv und hellwach sein, um Ballgewinne zu erzwingen und in unser Umschaltspiel zu kommen“, fordert er. Kellner freut sich, dass er wieder auf Niklas Schröder zurückgreifen kann. Frederic Rist und Stefan Nefzger (Faserriss) fallen dagegen aus. Außerdem wir Stammtorwart Jeremy Manhard ins Tor zurückkehren.

Würde der TSV einen etwaigen Bayernliga-Aufstieg denn überhaupt annehmen? „Wir haben darüber diskutiert und ja, wir würden es machen, der Verein steht definitiv dahinter“, sagt Kellner.

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VfL Kaufering - FSV Pfaffenhofen (Samstag, 16 Uhr): Im Kampf um den Klassenerhalt will der FSV Pfaffenhofen beim VfL Kaufering den letzten Schritt gehen. Während sich der FSV mit dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen Schlusslicht Bobingen eine super Ausgangslage verschaffte und nur noch theoretisch absteigen kann, brauchen die Kauferinger als Tabellen-15. unbedingt einen Sieg, um sich noch Chancen auf den direkten Klassenerhalt ausrechnen zu können. Zumindest den direkten Abstieg dürfte Kaufering zuletzt mit dem 1:0-Erfolg gegen den SC Olching vermieden haben. Der VfL hat sechs Punkte weniger als der FSV, der zudem das Hinspiel mit 4:1 gewann, es wird daher nicht einfach für Kaufering, den direkten Vergleich zu gewinnen. FSV-Coach Gerhard Lösch macht sich darüber aber keine großen Gedanken: „Wir wollen uns nach dem Abpfiff sicher sein, dass wir nächstes Jahr wieder Landesliga spielen. Dafür brauchen wir mindestens einen Punkt, wir spielen aber auf Sieg.“ Lösch glaubt, dass der Gegner dem FSV auf heimischem Platz durchaus gefährlich werden kann. „Wir sind nicht die größte Auswärtsmacht und für Kaufering geht es um mehr als bei uns. Uns erwartet ein heißer Tanz.“ Der Coach erwartet von seiner Mannschaft nochmal 90 Minuten Vollgas. Bei seinem Team kehrt Manuel Riebold wieder in den Kader zurück.

wde