„Wir haben alles vermissen lassen“
Landesliga: FSV-Coach Lösch hadert nach 1:1 gegen Durach mit dem Auftritt seiner Elf – Waas rettet Remis

16.09.2023 | Stand 17.09.2023, 18:20 Uhr |

Der späte Ausgleichstreffer: Pfaffenhofens Sebastian Waas (2. von rechts) schießt den Ball an Durachs Keeper Fabio Eschbaumer vorbei ins Netz. Foto: Cesarec

Mit einem Punkt zufrieden geben musste sich der FSV Pfaffenhofen am Samstag im Landesliga-Heimspiel gegen den VfB Durach. Nach einer über weite Strecken ausbaufähigen Vorstellung rettete Sebastian Waas dem FSV mit seinem Tor zum 1:1 (0:0)-Endstand zumindest den Punkt.

FSV-Coach Gerhard Lösch warf seiner Mannschaft nach dem Spiel mangelnden Einsatz vor: „Wir waren die ersten zehn Minuten gut im Spiel, haben dann aber in den restlichen 80 Minuten alles vermissen lassen und nicht den Fußball gespielt, den wir spielen können.“

Tobias Killer hatte seine Rot-Sperre abgesessen und stand in der Startelf. Neu dabei waren auch Paul Starzer, Patrick Nirschl und Benedikt Vollnhals anstelle von Waas, Dominik Binder, Stefan Wagner und Manuel Riebold. Nach einer guten Anfangsphase verlor Pfaffenhofen den Faden und fand kaum Zugriff auf das Spiel. Lösch zufolge war der Gastgeber mental nicht auf der Höhe. „Wir haben einen blutleeren Auftritt hingelegt, waren gedanklich oft zu langsam, unsauber und haben auch viel zu leise miteinander kommuniziert“, haderte der Coach. Kapitän und Torhüter Maximilian Bleisteiner war es zu verdanken, dass der FSV nicht mit einem Rückstand in die Pause ging. Unter anderem parierte er einen Handelfmeter. Durach hatte zwar mehr Spielanteile und ein leichtes Chancenplus, zu vielen guten Gelegenheiten kam das Team aus dem Allgäu aber auch nicht.

In der Halbzeit nahm sich Pfaffenhofen viel vor, tat sich aber auch nach Wiederanpfiff schwer und hatte Glück, dass der Gegner eine große Chance kurz nach dem Seitenwechsel nicht verwerten konnte. Etwas glücklich entstand dann doch die Führung für den VfB: Die Hintermannschaft des Gastgebers schaffte es nicht, einen langen Ball ausreichend zu klären, dieser landete bei Tim Seefried, der aus rund 20 Metern abzog und das 1:0 für Durach erzielte (55.). Lösch war unglücklich über die Entstehung des Gegentores, beschrieb den Rückstand aber als „mehr als nur verdient“. Die einzige wirkliche Torchance für den FSV hatte Innenverteidiger Julian Hippacher, der einen Eckball per Kopf scharf auf das VfB-Gehäuse lenkte. VfB-Keeper Fabio Eschbaumer konnte den Abschluss aber mit einer Glanztat parieren. Nach 70 Minuten hatte Lösch genug gesehen und reagierte. Er änderte die Formation und brachte mit Maurice Untersänger, Paulo Cipolla und Manuel Riebold neue Spieler, die nochmal für frischen Wind sorgen sollten. Letztlich benötigte Pfaffenhofen aber auch ein wenig Glück, um zum 1:1 zu kommen. Wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit prallte ein direkter Freistoß der Pfaffenhofener an der gegnerischen Mauer ab und landete bei Waas, der den Ausgleich erzielte (87.). Bei dem Ergebnis blieb es schließlich, sodass der Liga-Neuling trotz einer durchwachsenen Leistung zumindest einen Punkt behalten konnte. „Es ist ärgerlich, dass wir dieses Mal zu Hause nicht das zeigen konnten, was wir in den anderen Spielen gezeigt haben“, sagte Lösch. Für die kommenden Partien fordert der Coach wieder mehr Einsatzbereitschaft von seiner Mannschaft, schließlich trifft Pfaffenhofen in den nächsten Wochen auf einige ebenbürtige Kontrahenten. „Wir müssen einfach wieder mehr investieren, einfacheren Fußball spielen und in die Zweikämpfe kommen.“ Am kommenden Freitagabend ist der FSV zu Gast bei einem weiteren Tabellennachbarn, dem TSV Gilching-Argelsried. Lösch erwartet wieder eine „Fifty-Fifty-Partie“.

PK


FSV Pfaffenhofen: Bleisteiner, Hippacher, Killer, Völke, Heigl, Nirschl, Semache, Siebald, Starzer, Fischer, Vollnhals (Riebold, Cipolla, Eichlinger, Waas, Untersänger)
Tore: 0:1 Seefried (55.), 1:1 Waas (87.). – Schiedsrichter: Thoma. – Zuschauer: 270.