Abschied mit zwei Siegen krönen
Ehekirchen: Die scheidenden Trainer Panknin und Schröttle wollen gegen Bobingen und Oberweikertshofen punkten

10.05.2024 | Stand 10.05.2024, 17:51 Uhr

Sorge um Torjäger Michael Belousow: Der Ehekirchener Spieler hat sich beim Training verletzt. Coach Michael Panknin geht dennoch davon aus, dass Belousow am Sonntag einsatzbereit ist. Foto: Worsch

Das letzte Heimspiel einer mitunter „verrückten“ Spielzeit – heute Aufstiegslust, morgen Abstiegskampf – bestreitet der FC Ehekirchen am Sonntag am späten Nachmittag gegen das Schlusslicht TSV Bobingen. Einheitlicher Abschluss in der Landesliga Südwest ist dann am Pfingstsamstag, wobei der FCE auswärts beim SC Oberweikertshofen zu Gast sein wird. Zwischen Platz vier und 14 ist für den FCE, der aktuell den neunten Rang einnimmt, alles möglich.

Landesliga• FC Ehekirchen - TSV Bobingen (Sonntag, 17 Uhr)
Letztendlich ist die Endplatzierung in einer gewissen Region der Tabelle zwar auch nur eine Zahl, zumal die Weiß-Schwarzen den Klassenerhalt in der Tasche haben. Dennoch betont Michael Panknin, dass er weiterhin gewillt ist, „bis zum Schluss das Maximum herauszuholen.“ Sprich: Er will sich mit zwei Siegen aus Ehekirchen verabschieden, vor allem aber will er am Sonntag den heimischen Fans noch einmal einen dreifachen Punktgewinn schenken. Für ihn und seinem zum Saisonende scheidenden Spielertrainerpartner Simon Schröttle wie auch für die wechselnden Spieler wird es – zumindest vorerst – der letzte Auftritt in der Elektro Schmaus-Arena sein. Erstmals bei einem Punktspiel war Panknin am 28. Juli 2018 vor rund 300 Fans auf den Platz gegangen, insgesamt trug er über 130 Mal das Ehekirchener Trikot. „Ich habe in dieser Woche ein paar Mal darüber nachgedacht und bin schon ein bisschen wehmütig geworden, weil es eine lange und schöne Zeit beim FCE war“, sagt er und meint: „Die großen Emotionen werden wohl aber erst zum Spielende oder nach dem Schlusspfiff kommen.“

Wenn der Regionalliga-erfahrene Schiedsrichter Elias Tiedeken die Partie gegen den TSV Bobingen abpfeift, dann will Panknin den 13. Saison- beziehungsweise den neunten Heimsieg eingetütet haben. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen soll es nämlich wieder einen Grund zum Jubeln geben. „Wir haben auch in den vergangenen Wochen keine schlechten Leistungen gezeigt, sind allerdings nicht voll dafür belohnt worden“, sagt Panknin. Klar könne man das jüngste 2:2-Unentschieden gegen den FC Kempten als Erfolg werten. Nach einer verspielten 2:0-Führung könnte es aber auch eine gefühlte Niederlage gewesen sein. Wie sieht es Panknin? „Anfangs waren wir natürlich enttäuscht. Aber mit Abstand muss man halt auch feststellen, dass Kempten eine starke zweite Hälfte gespielt hat und nicht umsonst auch auf dem zweiten Tabellenplatz steht.“

Am anderen Ende der Tabelle ist der TSV Bobingen zu finden. Die Schwaben standen relativ früh als erster Absteiger fest. Nur 27 Punkte holte der Aufsteiger in bislang 32 Partien. Warum das so ist, wird beim Blick auf die nackten Zahlen schnell deutlich: Es krankt vor allem in der Offensive. Nur 33 geschossene Tore sind der mit Abstand schlechteste Wert aller 18 Südwest-Landesligsten. Würde der Ehekirchener Michael Belousow für die Bobinger spielen, dann würde fast ein Drittel der Tore auf sein Konto gehen. Der 25-jährige Angreifer traf in dieser Spielzeit nämlich schon zehn Mal. Damit führt er auch die Torjägerliste des FCE an. Umso größer war der Schreckmoment, als sich Belousow im Training verletzte. „Allerdings ist es nicht so schlimm wie anfangs gedacht. Ich gehe deshalb davon aus, dass er einsatzbereit ist“, sagt Panknin, der nach dem Schlusspfiff in Kempten trotz des späten 2:2, aber wegen des Klassenerhalts eine „große Erleichterung verspürte.“

DK