Landkreis-Derby
Schafberger schnürt Doppelpack beim 2:0-Sieg der Rodinger gegen die SpVgg Lam

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 18:44 Uhr

Im letzten Spiel für die Osserbuam gab es für Miro Spirek und die SpVgg Lam eine Derbyniederlage beim TB 03 Roding. Fotos: Tchannerl

Zum letzten Saisonspiel empfing der TB 03 Roding die Osserbuam. Auf TB-Seite war die Auswechselbank ziemlich dünn bestückt, sodass Trainer David Romminger nochmal seine „Stollenschuhe“ schnürte und in der Anfangsformation stand. Mit 2:0 ging der Sieg im Landkreisderby an die Rodinger.

Romminger schickte mit Bräu, Politanow, Schafberger und Weikl eine offensive Startelf auf den Rasen. Doch davon ließ sich die SpVgg Lam nicht beeindrucken und störte das TB-Aufbauspiel teilweise an dessen Strafraumgrenze. Der Sekundenzeiger hatte kaum eine Umdrehung hinter sich, da erzwang der SpVgg bereits den ersten Eckball, der ohne Folgen blieb.

Erste Chance für Lam

Fünf Minuten später erneut ein Eckball durch Miroslav Spirek, den die TBler klärten, doch Spirek kam erneut an den Ball, und sein Nachschuss flog knapp über den TB-Kasten. Nach der ersten gelungenen Aktion der Rodinger kam Tobias Bräu zum Flanken, und Schafberger stieg zum Kopfball hoch. Doch Lams Maximilian Weber war einen Bruchteil schneller am Ball und klärte per Faustabwehr (8.).

Die Truppe von Coach Lorenz Kowalski erspielte sich eine optische Überlegenheit, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Ein Anspiel von Christoph Schwander verlängert Schafberger per Kopf auf Luca Politanow, der aber in Weber seinen Meister fand. Anschließend musste der TB 03 eine Druckphase überstehen. Vier Eckbälle in Serie erforderten von der TB-Abwehr Schwerstarbeit. Spirek schlug die Bälle gefährlich vor das Tor, und der aufgerückte Daniel Gschwendtner setzte seinen Kopfball freistehend neben den Pfosten. Bei einem vielversprechenden TB-Konter bediente Weikl den mitgelaufenen Politanow, der aus spitzem Winkel nur den Keeper vor sich hatte. Allerdings misslang der Versuch ihn zu tunneln – die Großchance zur Führung war vertan.

Über Vaclav Uzlik und Miroslav Spirek blieben die Osserbuam auf der rechten Seite gefährlich und arbeiteten weitere Eckbälle heraus. In der 20. Minute tankte sich der Mittelstürmer der Gäste durch und hatte aus spitzem Winkel freie Schussbahn. In letzter Sekunde verhinderte Simon Schreiner mit seiner Grätsche den Rückstand. Die TBler wurden mit Florian Lehner und Jonas Held im Mittelfeld etwas griffiger, und Bräu setzte zu einem Dribbling an. Sein Rückpass von der Grundlinie erreichte Schwandner, der mit dem linken Fuß knapp am rechten Posten vorbeizielte. Der TB-Torjubel sollte aber 60 Sekunden später fällig sein. Jonas Huber setzte sich auf der rechten Angriffsseite erfolgreich durch. Seine scharfe Hereingabe sprang ins Tor zur TB-Führung, wobei Schafberger als letzter am Ball war. Kurz darauf hatte der TB zweimal die Chance, die Führung auszubauen. Bräu und Schafberger scheiterten am gut aufgelegten Weber.

Auf der Gegenseite war TB-Schlussmann Lukas Faltermeier auf dem Posten und klärte gegen Jonas Wittenzellner in der kurzen Ecke. Kurz vor dem Pausenpfiff erreichte Schwander mit einem gefühlvollen Chip-Ball Schafberger, der sich mit einem Kopfballaufsetzer zur 2:0-Führung bedankte. Nach dem Wechsel behauptete sich Schafberger im Zweikampf. Bei seiner Hereingabe blieb Keeper Weber zweimal Sieger gegen die Rodinger Angreifer und verhinderte einen höheren Rückstand. Auf der Gegenseite bediente Kepl den eingewechselten Thomas Wölfl, der aus elf Metern über den Kasten zielte.

Die SpVgg versuchte nochmal Druck aufzubauen. Simon Loderbauer setzte einen Freistoß aus zentraler Position am TB-Gehäuse vorbei. Die Partie verflachte etwas, zwingende Strafraumaktionen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Bräu vergab 3:0

Rodings Coach Romminger wechselte mit Sandro Brey und Stefan Voith frische Offensivkräfte ein, um dem Spiel noch einen Impuls zu geben. Dann die Riesenchance für Roding, den Spielstand auf 3:0 stellen: Schafberger spielte Bräu den Ball in den Lauf. Den herauseilenden Keeper umspielte Bräu gekonnt, setzte die Kugel aber aus spitzem Winkel ans Außennetz. Obwohl sich die Osserbuam immer wieder mit Einsatz, Laufbereitschaft und schnellem Spiel über die Außenpositionen Vorteile verschaffen wollten, behielt der TB-Roding die Oberhand und schaukelte die Führung nach Hause.

Diesmal stand für den TB Roding die Null auf der richtigen Seite und mit 40 Punkten wurde die zweite Landesligasaison mit dem 10. Tabellenplatz abgeschlossen.

rsr